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Über alle Produktionsstufen hinweg, produzieren chinesische Solarunternehmen über 40 Prozent günstiger als deutsche oder europäische Solarunternehmen. Das daraus wachsende Problem: Chinesische Solarmodule überschwemmen den europäischen Solarmarkt und verursachen hierzulande einen ungesunden Preissturz.

Die sich nach unten drehende Kostenschraube führt zu Dumpingpreisen, mit denen sich deutsche Unternehmen auseinandersetzen müssen und oftmals nicht mithalten können. Die massive Einsparung ist nicht nur den geringen Lohnkosten in China beizumessen, sondern ist auch bei den geringen Prozesskosten anzusiedeln.

Die Materialien für den Bau von Produktionsstätten sind in China weitaus billiger, die Umweltauflagen sind bei weitem nicht so streng, der Staat subventioniert im zweistelligen Prozentbereich und die Maschinen werden unter anderem aus Deutschland bezogen. Da viele deutsche Maschinenhersteller wegen der hohen Absatzflaute Preisabschläge bei den Maschinen hinnehmen mussten, kaufen die Chinesen deutsche innovative Technik kostengünstig ein.

Die Folge ist eine kosteneffiziente und schnelle Produktion. Wenn deutsche Solarhersteller sich nicht schnell genug von der chinesischen Konkurrenz abheben, baut China seinen Marktanteil deutlich aus und lässt keine großen Margen mehr erwarten. Gerade deswegen sollten deutliche Abgrenzungen in den Bereichen Qualität, Service, Garantien und Gewährleistung zum Wettbewerb aus China durchgeführt werden.

Wie gleichzeitig aus Insiderkreisen bekannt geworden ist, können viele deutsche Hersteller für dieses Jahr keine Solarmodule mehr liefern. Das betrifft unter anderem aleo solar. Zudem ist ein Preisanstieg, aufgrund der hohen Nachfrage, bei deutschen Solarmodulen zu erwarten. Einige Hersteller haben ihre Preise schon nach oben korrigiert. Somit steigt auch die Differenz der Kosten zwischen deutschen und chinesischen Solarmodulen. Bleibt abzuwarten, bis wann die chinesischen Hersteller ebenfalls ihre Preise nach oben korrigieren.

Quelle: Michael Ziegler, freier Berater

Kommentare   

#4 Ecosat 2010-09-28 15:29
wir sind 2 ehemalige Studenten in Deutschland ('78-'84, FH Giessen, Bereich Elktrotechnik) und sind dabei, unsere eigene Firma in diesem Sektor in unserer Heimat - Algerien - zu starten.
Dass die deutsche Qualität einen weltweiten Ruf, ist längst bekannt
Dass Qualität auch einen Preis hat, ist auch ein schwerwiegendes Argument
Aber, dass man sich ganz grosse Gewinne verspricht, zumal die absolute Mehrheit der potenziellen Abnehmer sich in der südlichen Hälfte dieser Erde befindet, da geht irgend etwas nicht richtig.
Man sollte in diesem Zusammenhang ein Kompromiss suchen und eventuell für diese Länder entweder eine entsprechende
Ermässigung vorsehen oder durch irgend einen Mechanismus diese Kundenkategorie unterstützen bei der Anschaffung der wieder erneubaren.
Eine grüne Welt kann nur durch zusammenwirken Aller verwirklicht werden.
Grüsse
Mustapha + Moussa
#3 Horst 2009-09-15 09:08
Auf meine Solarworld-Solaranlage bin ich stolz:

Inbetriebnahme: Mai/2009
Leistung: 5,76 kW
Standort: Köln
Ertrag: 880 kWh/kW
Preis: 3700 Euro pro Kilowatt
Module: Solarworld 180 Watt mono
Wechselrichter: SMA
Dachneigung: 30 Grad
Ausrichtung: 100 % Süden

Solarteur wurde von Solarworld zur Verfügung gestellt bzw. ausgesucht.

Ich muss sagen, ein reibungsloser Ablauf. Ich musste mich um überhaupt nichts kümmern. So muss das sein. Da zahlt man gerne auch etwas mehr. Qualität hat halt seinen Preis.
#2 Michael Meyer - Solar 2009-09-15 08:07
Ich glaube nicht, dass die Chinesen unter ihren Herstellungspreisen verkaufen. Ich denke eher, dass im Moment mit sehr geringen Margen verkauft wird. Der Gewinn ist erheblich gesunken. Vielleicht ist es auch für die eine Nullrunde. Soweit ich weiß, subventioniert die chinesche Regierung mit 17% die Solarunternehmen. Jetzt kann man sich mal vorstellen, wieviel Gewinn die Chinesen letztes Jahr noch gemacht haben.

Hohe Lagerbestände bezweifle ich im Moment ebenso. Auch deshalb, da die Chinesen oft nur kleine Mengen produzieren. Aide Solar z.B. hat eine Jahresproduktion von gerade mal 20 oder 30 Megawatt.

Und wenn das Lager voll war, wurde eben in Deutschland ein Solarpark gebaut. So ist das eben.

Umso billiger die Chinesen werden, umso mehr wirkt sich das auf die Qualität aus. Irgendwo muss gespart werden. Wir werden in 5 Jahren sehen, wie sich chinesische Module auf dem Dach verhalten. Diese Delaminieren, werden braun oder die Kontakte rosten. Wie auch immer.
#1 Duro 2009-09-14 22:41
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) prüft ob Chinesen ihre Solartechnik zu Preisen unter den Herstellungskosten verkaufen. BSW geht davon aus, dass die chinesischen Firmen infolge der Wirtschaftskrise auf hohen Lagerbeständen sitzen und diese jetzt gerade über niedrige Preise loszuwerden versuchen. Derzeit könne man keinen konkreten Fall von wettbewerbswidrigem Verhalten vermärken.Mal gucken.

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