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Husum, 28. Februar 2011, Nach der Windenergie wird nun auch die Sonnenenergie im Norden zu einem starken Wirtschaftsfaktor mit zahlreichen Positiveffekten für Industrie, Handel und Handwerk sowie den regionalen Arbeitsmarkt. So sind allein im Kreis Nordfriesland an der schleswig-holsteinischen Westküste schon im Jahr 2009, also noch vor dem Aufstellungsboom in 2010, 26,6 Millionen Euro Einspeisevergütung aus Solarstrom an die zumeist privaten Anlagenbetreiber geflossen. Das hat der Projektmanager der als Bioenergie-Region ausgezeichneten AktivRegion Nordfriesland Nord Torsten Schmidt-Baum anhand von Daten des Netzbetreibers in Erfahrung gebracht Geld, das Wertschöpfung direkt vor Ort bedeutet.

Schleswig-Holstein lag Ende September vergangenen Jahres bei der insgesamt installierten Solarleistung im Bundesländervergleich mit 543 Megawatt bereits an siebter Stelle; 236 MW davon waren allein in den ersten neun Monaten 2010 dazugekommen. Was die installierte Leistung pro Einwohner angeht, rangierte das Land zwischen den Meeren sogar auf dem dritten Platz hinter Bayern und Baden-Württemberg. Diese Tatsache wird sich auch auf der Messe new energy husum widerspiegeln, in Form einer starken Präsenz von Firmen aus dem Bereich Solar und eines umfangreichen Programms zum Thema Sonnenenergie auf dem Begleitkongress. Unter dem Motto "Alle erneuerbaren Energien auf einen Blick" werden vom 17. bis 20. März in Husum insgesamt 250 Aussteller verschiedener Branchen, darunter mehr als 30 Solarunternehmen, aus aller Welt in den vier Messehallen vertreten sein.

Einer dieser Aussteller und anschauliches Beispiel für die Entwicklung in Norddeutschland ist die Firma EWS (Energie aus Wind und Sonne) aus dem schleswig-holsteinischen Handewitt (Kreis Schleswig-Flensburg).Von kleinen Anfängen als Planungsbüro hat sich EWS binnen 25 Jahren zu einem bedeutenden Akteur der Solarbranche entwickelt. Das Unternehmen, Arbeitgeber für mittlerweile mehr als 150 Menschen, agiert als Bindeglied zwischen marktführenden Herstellern und dem installierenden Handwerk. Mit einem Netz von über 500 Vertriebspartnern habe das EWS seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt, sagt Firmengründer Kai Lippert: "Der Norden holt weiter auf!"

Neben EWS haben zahlreiche weitere Unternehmen in Norddeutschland teil an der Dynamik der Branche. Exemplarisch sei hier wieder Nordfriesland genannt: Mit GP JOULE aus den Reußenkögen, dem auf Dachanlagen spezialisierten Unternehmen S.A.T. Sonnen-& AlternativTechnik in Struckum und der Solarpark Rodenäs GmbH verfügt die Westküstenregion neben zahlreichen kleineren über drei rasant wachsende Erneuerbare-Energien-Firmen. Allein in diesen dreien sind in wenigen Jahren rund 250 Arbeitsplätze entstanden.

Aber die Arbeitsmarkteffekte der Solarenergie gehen noch weit über diese Zahl hinaus und werden nach Einschätzung von Branchenexperten trotz der von der Bundesregierung beschlossenen weiteren Absenkung der Einspeisevergütung für Solarstrom anhalten: Aufträge für das Handwerk vom Zimmermann bis zum Sanitärbetrieb, Bestellungen bei Baumärkten sowie Dienstleistungen rund um die Solarprojekte sorgen ebenfalls für Beschäftigung in der Region, betont der Solarpark-Rodenäs-Geschäftsführer Frank Groneberg. Bezogen auf den 160.000-Einwohner-Kreis Nordfriesland schätzt er die Zahl der Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt mit der Solarbranche zusammenhängen, auf mindestens 2.000.

Quelle: MESSE HUSUM

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