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Noch immer nichts dazugelernt haben einige deutsche Solarmodulhersteller, die noch zu Beginn des Jahres um Kunden buhlen mussten, um den Absatz ihrer Photovoltaik-Module sicher zu stellen. So kristallisiert sich nun heraus, dass bei steigender Nachfrage nach Solarmodulen gegen Ende dieses Jahres, zugesicherte Modullieferungen an Kunden nicht mehr zur Auslieferung kommen.

Es häufen sich die Beschwerden von Händlern und Installateuren, dass diese trotz rechtzeitiger Bestellung und einer schriftlichen Lieferbestätigung Seitens der Hersteller, nun auf eine Modullieferung im nächsten Jahr vertröstet werden. Berichten von Händlern und Solarteuren zufolge, müssten Projekte neu geplant und der Endkunde bezüglich einer möglichen Moduländerung informiert werden. Ergebnis dieser Prozedur sind Stornierungen und verärgerte Endkunden.

Man sollte eigentlich meinen, die Solarbranche hätte aus der Vorgehensweise der Vorjahre gelernt und würde seine Stammkundschaft schätzen. Doch weit gefehlt. So bekommt derjenige Solarmodule der auch bereit ist, dafür einen höheren Preis zu bezahlen. Bestehende Bestellungen von weniger lukrativen Aufträgen werden von Modulherstellern eher storniert, als das Wort gehalten wird.

Demnach wandelt sich, überraschender Weise, der Käufermarkt zurück in einen Verkäufermarkt. Schon jetzt steigen die Modulpreise Cent für Cent und werden gegen Ende des Jahres ein neues Hoch erreichen. Haben Sie ähnliche Erfahrungen mit Solarmodulherstellern oder Zulieferern gemacht? Diskutieren Sie mit.

Quelle: Michael Ziegler, freier Berater

Kommentare   

#6 Daniela 2009-09-17 09:37
Es ist mir unbegreiflich, warum geht es nicht das die Verkäufer oder auch Installteure am Anfang des Jahres Anlagen verkaufen?
Es gibt Module und Zeit die Anlagen zu montieren.
Man kann durch die 20 Jahre plus Monate des angefangenen Jahres überzeugen.
Wer eine Anlage kaufen möchte ist garantiert sensibel genug erst recht im Frühjahr zu kaufen.

Hoffen wir auf nächstes Jahr, vielleicht klappt es dann!
#5 Enrico Rammet 2009-09-17 09:31
die hersteller sollen mal alle wieder von ihrem hohen ross herunterkommen. was denken die eigentlich, wer sie sind. und nächstes jahr im frühjahr jammern sie alle wieder, weil sie keine module los bekommen. das ist eine große schweinerei
#4 Manuel 2009-09-16 21:02
Sicher wird es Verträge geben. Aber was soll so ein kleiner Solarteur gegen so einen großen Konzern schon unternehmen? Die Folge wäre ein langer Streit evtl. noch vor Gericht, den der Solarteur noch vorfinanzieren muss, was er in den meisten Fällen nicht kann.

Manuel
#3 Tony Katz 2009-09-16 19:53
Ja, gibt es denn keine Verträge im Vertrieb/Verkauf in der Solarbranche?
Ich sehe jetzt aber, daß sich die chinesischen Hersteller die Hände reiben, sprich: den Kuchen vergrößern, da die europäischen Hersteller nicht mit dem Nachschub nachkommen.
#2 Solarinstallateur 2009-09-16 17:42
Hallo liebe Mitstreiter

Ich bin seit fünf Jahren Installateur für Solarstromanlagen und musste durch meinen Händler erfahren, das die Modulpreise wieder angezogen haben. So muss ich für mein Sharpmodul anstatt 2,10 Euro jetzt 2,20 Euro pro Watt bezahlen. Dadurch muss ich jetzt ein neues Angebot zu meinem Kunden schicken. Ich glaube nicht das der Kunde wegen der Preiserhöhung juhu schreit.

Ein Installateur aus Garmisch
#1 Hubert Schindler / Solarteur 2009-09-16 14:35
Mir wurde angeboten, 10 Cent mehr pro Watt zu bezahlen, dann könne ich die Lieferung haben. Mal abgesehen davon, dass die Lieferung zu einem festgesetzten Preis schon bestätigt wurde. Ansonsten müsste der Auftrag storniert werden. Das ist ein Frechheit. Was bilden die sich überhaupt ein?

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