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Erlangen/Oakland/Washington, 26. Oktober 2010 - US-Innenminister Ken Salazar hat am Montag die Landnutzungsrechte für den Solarkraftwerksstandort Blythe genehmigt (Record of Decision). Mit dieser letzten noch ausstehenden Zustimmung ist der gesamte Genehmigungsprozess für den größten Solarkraftwerksstandort der Welt erfolgreich abgeschlossen. Am Standort Blythe in Kalifornien sollen insgesamt vier solarthermische Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 1.000 Megawatt (MW) entstehen.

Auf Basis dieser Entscheidung verpachtet die US-Behörde für die Verwaltung staatseigener Ländereien (Bureau of Land Management – BLM) der Solar Millennium LLC, Oakland, der amerikanischen Projektentwicklungseinheit innerhalb der Solar Millennium Gruppe, die Nutzungs- und Zugangsrechte der staatlichen Ländereien am Standort Blythe. Es ist die erste Genehmigung des US-Innenministeriums für ein Parabolrinnen-Kraftwerk auf staatseigenen Ländereien.

„Das Blythe Projekt ist ein ganz wesentlicher Meilenstein für die regenerative Energiewirtschaft unserer Nation“, erklärte US-Innenminister Ken Salazar bei der Unterzeichnung der Genehmigung. „Gleichzeitigt zeigt es einen ganz realen Weg, wie wir durch die Nutzung unserer eigenen erneuerbaren Rohstoffe Arbeitsplätze bei uns zu Hause schaffen können.“

Oliver Blamberger, Finanzvorstand der Solar Millennium AG: „Der erfolgreiche Abschluss des Genehmigungsverfahrens für den größten Solarstandort der Welt ist zugleich ein wesentlicher Meilenstein für den weiteren Wachstumskurs von Solar Millennium. Einem Baubeginn der ersten beiden 242-MW-Anlagen noch vor Jahresende steht damit nichts mehr im Weg.“ Mit Blick auf den im nächsten Geschäftsjahr erwarteten Finanzierungsabschluss für die ersten beiden Kraftwerke ergänzt Blamberger: „Dies ist auch eine positive Nachricht für unsere fortgeschrittenen Gespräche mit dem US-Energieministerium bezüglich der beantragten Kreditgarantien. Bei einem erfolgreichen Abschluss auch dieses Verfahrens wären dann über die amerikanische Federal Financing Bank (FFB) mehr als zwei Drittel des Finanzierungsvolumens der ersten beiden geplanten Kraftwerke gesichert.“

Solar Millennium sieht für die Finanzierungsstruktur der Kraftwerke Blythe 1 und 2 eine Eigenkapitalquote von 20 bis 30 Prozent und eine Fremdkapitalquote von 70 bis 80 Prozent vor. Bezüglich des Eigenkapitals steht das Unternehmen in Verhandlungen mit verschiedenen Investoren. Für die Finanzierung der ersten Baumaßnahmen kann das Unternehmen auf ausreichende eigene Mittel zurückgreifen.

Mit rund 1.000 MW potenzieller Kraftwerksleistung stößt der Standort Blythe in Dimensionen von Kernkraftwerken vor. Zusammen sollen die vier Kraftwerke genügend Strom für über 300.000 amerikanische Haushalte produzieren und damit rund eine Million Tonnen Kohlendioxid einsparen. Bereits im Juli wurden die Stromabnahmeverträge zwischen Solar Millennium LLC und dem amerikanischen Energieversorger Southern California Edison (SCE) für die zwei zunächst zur Realisierung anstehenden 242 MW großen Solarkraftwerke durch die kalifornische Regulierungsbehörde (California Public Utilities Commission – CPUC) genehmigt. Der Vertrag regelt die Abnahme des von den Kraftwerken produzierten Stroms durch SCE.

Die Solar Millennium LLC ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Solar Trust of America LLC, dem US-amerikanischen Gemeinschaftsunternehmen von Solar Millennium (70 Prozent) und Ferrostaal (30 Prozent).

Uwe T. Schmidt, CEO der Solar Trust of America, erläutert die Bedeutung der Solarkraftwerke für die Umwelt und Wirtschaft der Region: „Dies ist ein historischer Tag, nicht nur für unsere Unternehmen, sondern auch für Kalifornien und besonders für die Region Blythe. Die dort geplanten Kraftwerke werden neben ihrem Beitrag zum Erreichen der Klimaziele Kaliforniens ganz wesentlich die lokale Wirtschaft beleben." Solar Millennium rechnet mit der Schaffung von 1.000 Jobs während der Bauphase am Standort Blythe und mit über 220 permanenten Stellen ab der Inbetriebnahme aller vier Kraftwerke.

Josef Eichhammer, Präsident von Solar Trust of America und CEO der Solar Millennium LLC ergänzt: „Dank der hervorragenden Koordination und Kooperation zwischen den Behörden der US-Regierung und des Bundesstaats Kalifornien konnte der Genehmigungsprozess für den Standort Blythe innerhalb eines Jahres und damit deutlich schneller als bei solchen Projekten üblich abgeschlossen werden. Die Genehmigung der 1.000 MW in Blythe zeigt die Entschlossenheit der US-Regierung, Solarkraftwerke im zukünftigen Energiemix einen größeren Stellenwert zu geben. Für uns ist diese Entscheidung sehr wichtig, da wir damit die Stromabnahmeverträge mit Southern California Edison umsetzen können. 2013 wollen wir bereits mit dem ersten 242 MW Block am Netz sein.“

Eichhammer weiter: „Wir haben auch bei weiteren Standorten in Kalifornien und Nevada die Genehmigungsprozesse nahezu abgeschlossen. In den nächsten Monaten erwarten wir in diesem Zusammenhang die Genehmigungen für weitere Standorte mit jeweils 500 MW Solarkraftwerksleistung. Damit sind wichtige Voraussetzungen für unseren Wachstumskurs in den USA bereits erfüllt.“

Quelle: Solar Millennium AG

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