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Erlangen/Oakland/Washington, 19. April 2011, Das weltgrößte Solarkraftwerksprojekt Blythe hat den entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zum Finanzierungsabschluss der ersten beiden von insgesamt vier geplanten solarthermischen Kraftwerken erreicht. US-Energieminister Dr. Steven Chu hat heute der Projektgesellschaft das sogenannte Conditional Commitment offeriert, die bedingte Zusage für Kreditgarantien in Höhe von 2,1 Milliarden US-Dollar. Die Kreditgarantien sind die Voraussetzung für die Fremdkapitalfinanzierung von rund 75% der Baukosten durch die US-amerikanische Federal Financing Bank für die beiden 242 Megawatt (MW) Kraftwerke. Die Solar Trust of America LLC, die US-amerikanische Unternehmenseinheit innerhalb der Solar Millennium Gruppe, hat mit ersten Baumaßnahmen für den Bau der Parabolrinnen-Kraftwerke Blythe 1 und 2 bereits Ende 2010 begonnen.

Solar Millennium AG

Dr. Christoph Wolff, Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG: „Wie schon auf unserer Bilanzpressekonferenz angekündigt, haben wir jetzt mit dem Conditional Commitment durch die Obama-Administration die Zielgerade für den Erhalt der Kredite durch die amerikanische Federal Financing Bank, der deutschen KfW vergleichbar, erreicht. In Zeiten deutlicher Kürzungen der öffentlichen Haushalte freue ich mich besonders über dieses klare Bekenntnis der US-Regierung zur Energiewende, zu der wir mit den Blythe-Kraftwerken einen großen Beitrag leisten. Für uns ist diese Zusage die wichtigste Vorentscheidung für eine erfolgreiche intensive Verhandlungsrunde mit den institutionellen Investoren über ihren Einstieg in die beiden Kraftwerksprojekte.“ Die Gesamtinvestitionssumme für die ersten zwei geplanten solarthermischen Kraftwerke am Standort Blythe beträgt insgesamt etwa 2,8 Milliarden US-Dollar.

Das Conditional Commitment enthält die Vertragsbedingungen, die der Antragsteller erfüllen muss, um die Kreditgarantien (Loan Guarantees) des US-Energieministeriums (Department of Energy; DOE) zu erhalten. Dazu gehören unter anderem der Abschluss eines entsprechenden Generalunternehmervertrags und die Sicherstellung des Eigenkapitalanteils an der Gesamtinvestition. Der Vorstand von Solar Millennium geht davon aus, dass alle Bedingungen bis zum Spätsommer dieses Jahres erfüllt werden können. Nach den Genehmigungsrichtlinien wird das Conditional Commitment Unternehmen angeboten, die aufgrund einer intensiven Prüfung nach Ansicht des US-Energieministeriums in der Lage sind, die Vertragsbedingungen zu erfüllen.

Uwe T. Schmidt, CEO der Solar Trust of America: „Unser Dank gilt dem US-Energieministerium, das durch diese Entscheidung im Rahmen des Loan Guarantee-Programms unsere Kraftwerke der Realisierung ein großes Stück näher gebracht hat. Das Blythe Projekt ist ein wichtiger Schritt, Amerika eine unabhängige und nachhaltige Energieversorgung zu ermöglichen und gleichzeitig auch tausende neue Arbeitsplätze zu schaffen. Wir sind sicher: Blythe wird Auslöser und zugleich Treiber des Wachstums solarthermischer Stromversorgung sein.“ Solar Trust of America rechnet während der Bauphase mit der Schaffung von rund 1.000 direkten Arbeitsplätzen plus mehrerer tausend indirekter Arbeitsplätze durch die Lieferbeziehungen. Die beiden Kraftwerke sollen im Jahr 2013 bzw. 2014 ans Netz gehen.

Die finale Baugenehmigung für alle vier geplanten Kraftwerke am Standort Blythe wurde bereits im Herbst 2010 erteilt. Pro Kraftwerk liegt die nominale Kapazität bei 250 MW (242 MW Nettoleistung). Mit rund 1.000 MW geplanter Kraftwerksleistung stoßen die Anlagen in Blythe in Dimensionen von Kernkraftwerken vor. Im Mix mit anderen erneuerbaren Energien können solarthermische Kraftwerke langfristig fossil befeuerte Kraftwerke und Kernenergie ablösen. Zusammen sollen die vier Solarkraftwerke genügend Strom für über 300.000 amerikanische Haushalte produzieren und damit rund zwei Millionen Tonnen Kohlendioxidemissionen pro Jahr einsparen.

Der Strom von Blythe 1 und 2 wird vom amerikanischen Energieversorger Southern California Edison (SCE) abgenommen. SCE erfüllt damit Vorgaben des Staates Kalifornien zur Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien an der gesamten Stromproduktion. Erst in der vergangenen Woche Woche hat Kalifornien ein Gesetz verabschiedet, das die kalifornischen Energieversorger dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2020 sogar 33% ihrer Stromerzeugung durch erneuerbare Energien abzudecken (sogenannte Renewable Portfolio Standards - RPS). Bis 2010 mussten die Energieversorger einen Wert von 20% erreichen.

Mit der Verabschiedung des 33%-Renewable Portfolio Standards setzt sich Kalifornien an die Spitze der US-Bundesstaaten bei der Förderung der erneuerbaren Energien. Aufgrund der vollen Projektpipeline in Kalifornien mit weiteren geplanten Kraftwerken an den Standorten Blythe und Palen kann die Solar Millennium Gruppe einen wesentlichen Beitrag auch zur Erreichung dieser ehrgeizigen Ziele zum Energiewandel leisten.

Quelle: Solar Millennium AG

Kommentare   

#1 Schaetzle 2011-04-19 13:46
Ist das noch sicher, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit der USA infrage stellt? Platzt der Deal?

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