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Erlangen, 23. Dezember 2011, Am 21.12.2011 musste der Solar-Kraftwerksbauer Solar Millennium AG aus Erlangen die Eröffnung eines Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Fürth beantragen. Noch am selben Tag bestellte das Gericht Rechtsanwalt Volker Böhm (Insolvenzverwaltungskanzlei Schultze & Braun), der sich umgehend nach seiner Bestellung zum Hauptsitz des Solarunternehmens begab. Derzeit macht sich der Insolvenzverwalter ein Bild von der Lage.

Solar Millennium AG

Geprüft wird mitten im vorläufigen Insolvenzverfahren eine mögliche Fortführung des Unternehmens. Sofern dies möglich sei, wird sich Böhm um die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes bemühen, um pünktliche Lohn- und Gehaltszahlungen für die Beschäftigten der Solar Millennium AG im gesetzlichen Rahmen zu sichern. Um den Geschäftsbetrieb fortführen zu können, muss Böhm u.a. Kontakt zu den wichtigsten Projekt- und Geschäftspartnern des Unternehmens aufnehmen.

Am Nachmittag wurden die Mitarbeiter der Solar Millennium AG durch den vorläufigen Insolvenzverwalter Böhm im Rahmen einer Betriebsversammlung über die Situation sowie die nächsten Schritte informiert. Es stehen aktuell über 100 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Unterdessen wirft der DGB dem Unternehmen schwere Managementfehler vor.

Ein Auslöser der Insolvenz war der verzögerte Deal mit der solarhybrid AG, bei dem es um die Übernahme der US-Pipeline ging. Nach bekanntwerden der Verschiebung machte die Solar Millennium in einer Pressemitteilung darauf aufmerksam, dass der Vorstand des Unternehmens aus dem aktuellen Sachstand für das US-Geschäft und für die Solar Millennium Gruppe insgesamt resultierenden Konsequenzen und Optionen prüfen wird. Die Konsequenz war letztlich die Eröffnung des Insolvenzverfahrens

In letzter Zeit kam das Unternehmen wegen angeblichen Finanzskandalen und der Auseinandersetzung mit Utz Claassen nicht mehr aus den Medien. Für das einst strahlende Unternehmen hätte man sich dann doch einen schöneren Abschied gewünscht.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

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