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Niestetal, 14. Mai 2010 - Der Solaranlagen-Ausrüster SMA Solar Technology vermeldet das bisher erfolgreichste erste Geschäftsquartal seiner Konzerngeschichte. Wie das Unternehmen bekannt gab, kletterte der Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode von 86,7 Mio. Euro auf 339,3 Mio. Euro. Der Gewinn stieg noch rasanter - operativ um das Fünfzehnfache auf 92,4 Mio. Euro. Trotz aller Erfolge bremsen Engpässe bei den Zulieferern das Wachstum.

Produktion nicht ausgelastet

SMA kann wegen der mangelnden Versorgung mit Elektronikkomponenten eigenen Angaben zufolge die Produktion derzeit nicht wie vorgesehen wesentlich über die Ausbringungsmenge des vierten Quartals 2009 hinaus steigern. Dies habe dazu geführt, dass die im ersten Quartal neu errichtete Wechselrichter-Produktion in Kassel-Waldau mit einer zusätzlichen Kapazität von fünf Gigawatt nur zu geringen Teilen genutzt wird. Die Börsianer reagieren prompt.

Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (10:49 Uhr) notiert das SMA-Papier mit einem Minus von 1,24 Prozent bei 93,46 Euro. Trotz der Lieferprobleme bei Halbleiterproduzenten zeigt sich das Management zuversichtlich und rechnet schon in der zweiten Jahreshälfte mit einer "sukzessiven Verbesserung". Trotzdem hält der Vorstand an der Prognose für 2010 mit einem Umsatz von 1,1 Mrd. bis 1,3 Mrd. Euro sowie einer EBIT-Marge von 20 bis 23 Prozent fest.

Kurssturz nicht gerechtfertigt

"Dass das Papier heute im Minus notiert, ist nicht gerechtfertigt. Neben den Lieferproblemen dürfte vor allem die nicht angehobene Guidance hierfür verantwortlich sein. Es ist aber damit zu rechnen, dass sie voraussichtlich im zweiten Quartal angehoben wird", so Commerzbank-Analyst Robert Schramm gegenüber pressetext. Die Umsatzprognose des Unternehmens hält der Branchenbeobachter für "zu konservativ". Zehn Prozent mehr seien durchaus realistisch.

Die boomende Nachfrage, mit der sich SMA gegenwärtig konfrontiert sieht, ist auch der ab Juli 2010 geplanten Kürzung bei der Solarförderung geschuldet. So wollen viele Hausbesitzer noch Solaranlagen auf ihren Dächern installieren lassen und sich Förderungen zu den alten Konditionen sichern. Mit der Herstellung von Wechselrichtern, dem Herzstück einer jeden Solaranlage, ist SMA mit einem globalen Marktanteil von über 40 Prozent äußerst profitabel. (Ende)

Redakteur: Florian Fügemann

Quelle: pressetext.deutschland

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