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Berlin, 11. Februar 2010 - Technologien von Siemens gehören gleich zweimal zu den Gewinnern des erstmals vergebenen Innovationspreises für Klima und Umwelt des Bundesumweltministeriums und des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Bundesumweltminister Norbert Röttgen und BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf verliehen den in fünf Kategorien mit insgesamt 125.000 Euro dotierten Preis am Donnerstag in Berlin. Die weltweit effizienteste Gasturbine von Siemens Energy erhielt die Auszeichnung in der Kategorie „Umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen“. Der erste Geschirrspüler von BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, der zur schnellen Trocknung spezielle Mineralien einsetzt, bekam den Preis in der Kategorie „Produkt- und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz“.

„Die Auszeichnung beweist, dass Innovationen für den Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften der richtige Weg sind“, sagte Barbara Kux, Mitglied des Vorstands und Chief Sustainability Officer von Siemens. „Technologische Führerschaft hilft uns, in diesen schweren wirtschaftlichen Zeiten weiterhin erfolgreich zu sein. Unser Umweltportfolio ist 2009 um elf Prozent gewachsen und damit ein wichtiger Stabilitätsfaktor in unserem Geschäft. Mit rund 23 Milliarden Euro macht es knapp ein Drittel unseres Konzernumsatzes aus. Siemens ist damit der weltweit größte Anbieter grüner Produkte und Lösungen.“

„Unsere neue Gasturbine zeigt, dass Klimaschutz und fossile Stromerzeugung keine Gegensätze darstellen“, sagte Michael Süß, CEO der Division Fossil Power Generation von Siemens Energy. „So kann elektrische Energie auch in Zukunft bezahlbar angeboten werden.“ Die Gasturbine ist das Herzstück eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) von E.on in Irsching bei Ingolstadt. Die Maschine der Superlative ist mehr als 13 Meter lang, fünf Meter hoch und wiegt mit 444 Tonnen mehr als das derzeit größte Passagierflugzeug der Welt.

Die Gasturbine alleine schafft 370 Megawatt (MW) Leistung. Kombiniert mit einer Dampfturbine wird die elektrische Leistung rund 570 MW betragen. Das entspricht dem Strombedarf von rund 3,4 Millionen Personen, also in etwa der Stadt Berlin. Dabei erreicht das Kraftwerk den Weltrekord-Wirkungsgrad von mehr als 60 Prozent, was Umwelt und Klima zugute kommt: Bezogen auf den Emissionsdurchschnitt der weltweiten Stromerzeugung spart jedes neue Kraftwerk dieser Bauart jährlich rund 700.000 Tonnen Kohlendioxid. Das entspricht etwa dem Ausstoß von 350.000 Pkw mit einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern.

Dass auch Verbraucher etwas für den Klimaschutz tun können, zeigt der Geschirrspüler speedMatic. „In den vergangenen 20 Jahren haben wir den Stromverbrauch unserer Geschirrspüler halbiert. Die neuartige Zeolith-Technologie ist ein enormer Effizienzsprung. Diese Geräte brauchen noch einmal 20 Prozent weniger Strom als die bisher sparsamsten Geschirrspüler“, sagte Kurt-Ludwig Gutberlet, Geschäftsführer der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte. „Wir sind 2008 als nachhaltigstes Unternehmen Deutschlands ausgezeichnet worden; hier machen wir konsequent weiter.“

Die weltweit einzigartige Technologie in dem Geschirrspüler nutzt Zeolithe, das sind so genannte Aluminium-Silikate mit einer sehr großen Oberfläche und Hohlräumen, die Wasser aufnehmen können und dabei heiß werden. So wird der Trockenvorgang deutlich schneller und effizienter. Selbst die üblichen Restwasserpfützen in den Vertiefungen von Tassen und Kunststoffbehältern, die sonst immer von Tropfen übersät sind, verschwinden in Sekundenschnelle aufgrund der warmen Luft, die aus den Zeolith-Kügelchen strömt. Beim nächsten Spülgang werden die Minerale wieder regeneriert, indem sie aufgeheizt werden und ihnen dabei die Feuchtigkeit wieder entzogen wird. Die Technologie wird künftig nicht nur in Oberklassespülern, sondern auch im mittleren Preissegment eingesetzt.

Quelle: Siemens AG

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