photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie unsere Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Tokio, 23. Februar 2011, Der japanische Elektronikkonzern Sharp hat einen Stromrichter entwickelt und getestet, der einer Verwendung von Elektroauto-Akkus als Stromspeicher für zuhause dient. Speziell verfolgt das Unternehmen mit dem "Intelligent Power Conditioner" das Ziel, dabei eine lokale Solarstromerzeugung und den Netzanschluss als Energiequellen unter einen Hut zu bringen. Das Modul soll helfen, das energiesparende Haus von Morgen Realität werden zu lassen. Sharp will den Stromrichter schon in naher Zukunft kommerziell anbieten.

Akku für die Sonne

Der Intelligent Power Conditioner dient dazu, eine Gebäude-Solaranlage, den Akku eines Elektroautos und das Stromnetz reibungslos zusammenarbeiten zu lassen und somit eine möglichst effiziente, durchgängige Stromversorgung zu sichern. Im Prinzip helfen die Fahrzeugbatterien dabei, die ungleichmäßige Verfügbarkeit von Solarstrom auszugleichen, indem es einen tagsüber anfallenden Überschuss für die Nacht speichert. Zudem ist es möglich, das Auto bei Bedarf mit Netzstrom vollzutanken. Weiters ist der Stromrichter darauf ausgelegt, auch künftige Gleichstrom-Haushaltsgeräte zu versorgen.

In Tests zum Konzeptnachweis ist es Sharp gelungen, mithilfe der Batterie eines handelsüblichen Mitsubishi i-MiEV acht Kilowatt Strom bereitzustellen. Das reicht laut Konzern für die Stromversorgung eines Durchschnittshaushaltes. Zudem konnte der Intelligent Power Conditioner den Fahrzeugakku in nur 30 Minuten mit vier Kilowatt Strom aufladen. Nun sollen weitere Tests die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Lösung nachweisen, damit diese möglichst bald kommerzialisiert werden kann.

Speicher-Trend

Der japanische Konzern liegt mit seiner Entwicklung voll im internationalen Trend, die Akkus von Elektroautos auch als Strom-Zwischenspeicher zu nutzen. Denn das kann nicht nur die ungleichmäßige Versorgung durch Ökostrom-Quellen, sondern auch Bedarfsspitzen auszugleichen. Daher verfolgen beispielsweise Forscher in den USA oder Australien, aber auch die österreichischen Elektromobilitäts-Modellregionen VLOTTE und ElectroDrive die Idee der

 Auto-Speicher. Entsprechend groß ist die potenzielle Bedeutung der Sharp-Entwicklung.

Redakteur: Thomas Pichler

Quelle: pressetext

You have no rights to post comments