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Mainz, 12. Januar 2012, Die SCHOTT Solar AG schließt nun auch die Waferfertigung am Standort Jena. Bereits im Dezember letzten Jahres gab das Unternehmen bekannt, die Produktion von Solarzellen in Alzenau einstellen zu wollen (Wir berichteten: Schließung - SCHOTT Solar AG stellt Produktion von Solarzellen in Alzenau ein). Die Waferfertigung sei laut Unternehmen nicht mehr profitabel. Die Einstellung der Fertigung war Teil einer Restrukturierung, die durch die Entwicklung auf dem weltweiten Solarmarkt durch Überkapazitäten und einen massiven Preisverfall, insbesondere bei Wafern und Zellen, notwendig geworden war.

SCHOTT-solar-AG

Über 290 Beschäftigte sind von der Maßnahme in Jena betroffen. SCHOTT Solar prüft für die entsprechenden Beschäftigten die Möglichkeiten einer Weiterbeschäftigung in anderen Bereichen des Solarkonzerns. Gleichzeitig führt das Unternehmen einen engen Dialog mit den Sozialpartnern und strebt sozialverträgliche Lösungen an. Ziel ist es, von betriebsbedingten Kündigungen abzusehen. Der Preisdruck wird in erster Linie durch asiatische Wettbewerber vorangetrieben. Diese senkten die Modulpreise in den letzten Monaten, wie schon in 2009, erneut um über 40 Prozent.

Dr. Martin Heming, CEO der SCHOTT Solar AG: „Wir müssen uns aus den verlustreichen vorgelagerten Wertschöpfungsstufen zurückziehen und uns auf die wachstumsstarken Felder Modul- und Projektgeschäft konzentrieren. Mit dieser neuen Ausrichtung, ausgezeichneten Produkten und der starken Marke ‚SCHOTT Solar‘ sind wir gut aufgestellt, um auf dem schwierigen Solarmarkt erfolgreich zu agieren. Wir sind optimistisch, denn wir haben im vergangenen Jahr so viele Module verkauft wie nie zuvor und Marktanteile hinzu gewonnen. Diesen Weg wollen wir auch 2012 fortsetzen.“

Das Unternehmen treibt jedoch die Neuausrichtung des Geschäftsfeldes Photovoltaik weiter voran und fokussiert sich künftig auf das wachstumsstarke Solarmodul- und Projektgeschäft. Komplettiert wird die Neuausrichtung durch das Technologiezentrum für die Entwicklung monokristalliner Wafer am Standort Jena. Die Fertigung von Photovoltaik-Dünnschichtmodulen in Jena wird fortgeführt. Somit bleibt Jena als Solarstandort erhalten.

Hohes Innovationspotenzial und Wachstumskurs in den neu fokussierten Bereichen

Aktuelle Studien weisen auf die Überkapazitäten der Branche hin, erwarten aber für die kommenden Jahre ein weltweites Wachstum von bis zu 20 Prozent jährlich. Um dieses Potenzial zu nutzen, setzt SCHOTT Solar auf Innovation. Mit dem neuen Hochleistungsmodul SCHOTT PERFORM MONO, das im ersten Halbjahr 2012 auf den Markt kommt, baut das Unternehmen seinen Technologievorsprung aus. Darüber hinaus arbeitet SCHOTT Solar in Forschungsverbünden erfolgreich an verschiedenen Technologien, um Solarenergie wirkungsvoller und günstiger zu machen.

Außerdem befinden sich zahlreiche Großprojekte in der Realisierung – derzeit in Deutschland, Thailand, Indien, Griechenland und Frankreich. Ende 2011 errichtete das Unternehmen in Thüringen einen Solarpark mit 24.000 Modulen.

Das Geschäftsfeld Concentrated Solar Power (CSP), auf dem SCHOTT Solar Markt- und Technologieführer bei Receivern für Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie ist, bleibt von den aktuellen Entscheidungen unberührt.

Quelle: SCHOTT AG

Kommentare   

+2 #1 Paul 2012-01-13 17:50
Schott Solar,das ist schon komisch. So viele Module verkauft wie nie zuvor und doch muss in Deutschland die Produktion eingestellt werden. Das sind mal locker 300 Menschen in Alzenau und dann kommen noch mal mindestens 300 in Jena/Thüringen dazu. Wenn Schott Solar Börsennotiert wäre würden wir uns um die Aktien wohl reißen. So ein Mist aber auch.

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