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Luterbach, 13. Mai 2011, Die Schaffner Gruppe hat im ersten Semester 2010/2011 den Wachstumskurs fortgesetzt und die Resultate des Vorjahrs deutlich übertroffen. Dazu haben das Wachstum in China und der Ausbau des Vertriebs in der Region Asien Pazifik sowie Produktinnovationen ebenso beigetragen wie eine starke Nachfrage aus dem Bereich der Fotovoltaik. Der konsolidierte Nettoumsatz wurde um 17,2 Prozent (in Lokalwährungen 28,7%) auf CHF 99,2 Mio. (HJ1 2009/10: CHF 84,6 Mio.) gesteigert. Das operative Ergebnis nahm auf CHF 9,0 Mio. (CHF 5,6 Mio.), die EBIT-Marge auf 9,1 Prozent (6,6%) und das Unternehmensergebnis auf CHF 7,2 Mio. (CHF 3,8 Mio.) zu. In den ersten sechs Monaten 2010/11 verzeichnete die Schaffner Gruppe einen Auftragseingang von CHF 102,3 Mio. (CHF 98,3 Mio.), das Verhältnis neuer Aufträge zum Umsatz belief sich auf 1,03.

Dynamische Entwicklung in allen Märkten

Im ersten Halbjahr 2010/11 verzeichnete die Schaffner Gruppe erneut ein starkes Wachstum in den strategischen Wachstumsmärkten energieeffiziente Antriebssysteme, erneuerbare Energien und Bahntechnik, die 56 Prozent (51%) zum Gruppenumsatz beitrugen. Der geografische Umsatzsplit veränderte sich nur geringfügig. In Europa wurde mit 60 Prozent (61%) weiterhin der grösste Umsatzanteil erzielt, aus der Region Asien-Pazifik stammten 32 Prozent (32%) und aus den amerikanischen Märkten 8 Prozent (7%). China ist mit einer Umsatzsteigerung um 24 Prozent in Lokalwährung und einem Umsatzanteil von 20 Prozent (19%) hinter Deutschland weiterhin der zweitgrösste Markt der Schaffner Gruppe.

Der Geschäftsbereich Elektromagnetische Verträglichkeit (EMC) erzielte mit Standard- und kundenspezifischen Komponenten zur Sicherstellung der elektromagnetischen Verträglichkeit leistungselektronischer Geräte und Systeme einen Segmentumsatz von CHF 57,2 Mio. (HJ1 2009/10: CHF 49,7 Mio.). Das Segmentergebnis nahm um 51 Prozent auf CHF 11,5 Mio. (CHF 7,6 Mio.) und die Segmentergebnis-Marge auf 20,1 Prozent (15,3 %) zu. Im ersten Halbjahr 2010/11 führten weitere Marktanteilsgewinne zu einer Umsatzsteigerung in Nordamerika um 51 Prozent in Lokalwährung. Zu den wichtigsten Absatzmärkten des Geschäftsbereichs EMC zählen energieeffiziente Antriebssysteme, erneuerbare Energien, Stromversorgungen für elektronische Geräte sowie Werkzeugmaschinen und Robotik.

Der Geschäftsbereich EMC steuerte im ersten Halbjahr 58 Prozent (59%) zum Gruppenumsatz bei. Der Geschäftsbereich Power Quality (PQ) entwickelt und produziert magnetische Bauteile sowie aktive und passive Oberwellenfilter zur Sicherstellung der Netzqualität und der Zuverlässigkeit energieeffizienter Geräte und Systeme. Der Segmentumsatz lag mit CHF 33,6 Mio. (CHF 26,9 Mio.) um rund ein Viertel über dem Vorjahr, obwohl mehrere chinesische Kunden aus Bahntechnik und Windenergie ihre Abrufe wegen Projektverzögerungen reduziert haben. Das Segmentergebnis wurde auf CHF 1,1 Mio. (CHF 0,5 Mio.) mehr als verdoppelt, die Segmentergebnis-Marge betrug 3,4 Prozent (1,9%). Das Segmentergebnis des Geschäftsbereichs PQ ist negativ beeinflusst von höheren Kosten für den Kapazitätsausbau in Shanghai, wo im Sommer 2011 eine neue Betriebs- und Produktionsstätte bezogen wird. Zu den wichtigsten Absatzmärkten zählen energieeffiziente Antriebssysteme, erneuerbare Energien und Bahntechnik.

Der Anteil des Geschäftsbereichs PQ am Gruppenumsatz betrug 34 Prozent (32%). Der Geschäftsbereich Automotive (AM) realisiert heute den grössten Umsatzanteil mit Komponenten für die Komfort- und Sicherheitselektronik in Automobilen. In Zukunft werden EMV- und Power Quality-Komponenten für den Antriebsstrang von Hybrid- und Elektrofahrzeugen wesentliche Wachstumstreiber sein. Im Geschäftsbereich AM ist der Segmentumsatz im Periodenvergleich um 4 Prozent auf CHF 8,4 Mio. (CHF 8,1 Mio.) gesteigert worden. Höhere Kosten für die intensivierten Entwicklungsaktivitäten auf dem Gebiet der Elektromobilität sowie die Wechselkursentwicklung führten zu einem leicht negativen Segmentergebnis von CHF –0,2 Mio. (CHF 0,9 Mio.). Der Geschäftsbereich AM steuerte 8 Prozent (9%) zum Gruppenumsatz bei.

Weiter verbesserte Finanzierungsstruktur

Die Schaffner Gruppe verfügt über eine solide Bilanz, was in Verbindung mit der Zinsentwicklung eine deutliche Reduktion der Finanzierungskosten ermöglichte. Als Folge der Umsatzsteigerung nahm das Nettoumlaufvermögen auf CHF 40,8 Mio. (30.9.2010: CHF 38,3 Mio.) zu. Die Nettoverschuldung wurde auf CHF 10,9 Mio. (CHF 11,8 Mio.) reduziert und das Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) entsprach 19 Prozent (21%). Mit einer Erhöhung des Eigenkapitals auf CHF 58,3 Mio. (CHF 56,0 Mio.) wurde die Eigenkapitalquote per Ende März 2011 weiter gesteigert auf 45,4 Prozent (44,2%). Der Free Cash-flow verbesserte sich im Periodenvergleich von CHF –2,7 Mio. auf CHF 4,6 Mio.

Ausblick

Die Nachfrage nach EMV- und Power Quality-Lösungen zum Einsatz in energieeffizienten Antriebssystemen und elektronischen Motorsteuerungen sowie in der Bahntechnik ist weiterhin gross. Einige spätzyklische EMV-Märkte – insbesondere Werkzeugmaschinen und Robotik – erholen sich weiter. Die neuen Power Quality-Produkte sowie Marktanteilsgewinne bei Distributionskunden stützen den Umsatz. Die Verkäufe im Automotive-Markt entwickeln sich auf gutem Niveau konstant. Einzig im Markt für Fotovoltaik ist nach dem sehr starken Vorjahr mit einem Rückgang der Nachfrage zu rechnen. Das Management der Schaffner Gruppe erwartet in diesem wirtschaftlichen Umfeld, dass Umsatz und Ergebnis des zweiten Halbjahres vergleichbar mit dem ersten Semester ausfallen werden, was unter Annahme einer weitgehend stabilen Entwicklung der Währungsverhältnisse einen Umsatz im Geschäftsjahr 2010/11 von rund CHF 200 Mio. und eine EBIT-Marge von mindestens 9,0 Prozent ermöglichen würde.

Quelle: Schaffner Gruppe

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