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Freiburg, 10. Mai 2012, Der Photovoltaik- und Solarprojektierer S.A.G. Solarstrom AG gibt für das erste Quartal 2012 einen Umsatz in Höhe von 21,4 Mio. Euro (Vorjahr: 78,9 Mio. Euro) und ein negatives EBIT von -2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 5,1 Mio. Euro) bekannt. Laut den Zahlen liegt das Unternehmen im Plan, hinsichtlich der Prognose für das Gesamtjahr für 2012. Für das Gesamtjahr betrachtet, plant die S.A.G. Solarstrom AG eine signifikante Steigerung des Absatzvolumens und ein positives EBIT. Der Absatz betrug im letzten Jahr 100 MW.

Laut dem Unternehmen, waren Umsatz und EBIT aus dem Vorjahresquartal in erheblichem Maße durch das solare Großprojekt Serenissima beeinflusst. Der Geschäftsbereich Projektierung und Anlagenbau konnte im ersten Quartal 2012 aufgrund der kurzen Vorlaufzeit der angekündigten EEG-Gesetzesänderung nicht von Vorzieheffekten in Deutschland profitieren.

Vorlaufkosten für die weitere Projekttätigkeit im Jahresverlauf belasteten darüber hinaus das Ergebnis dieses Geschäftsbereichs. Auch der Partnervertrieb blieb aufgrund des hohen Wettbewerbs in Deutschland noch unter  Druck.

Finanzierungskosten für das Großprojekt Serenissima gingen zudem bis zum Abschluss des Verkaufsprozesses am 30. März 2012 zu Lasten der S.A.G. Solarstrom Gruppe und beeinflussten dadurch das Konzernperiodenergebnis, das mit -4,2 Mio. Euro negativ ausfiel.

Dr. Karl Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender der S.A.G. Solarstrom AG: "Wir haben im ersten Quartal wichtige Weichen für die weitere Projekttätigkeit in 2012 gestellt, unser im vierten Quartal 2011 initiiertes Kostensenkungsprogramm "Slim 2012" konsequent umgesetzt und weiter an der internationalen Expansion gearbeitet. Auch wenn das erste Quartal durch die Vorlaufkosten für die weitere Projekttätigkeit 2012 und Einmaleffekte aus dem Projekt Serenissima belastet ist, sind wir voll im Plan für 2012. Die gesamte Branche steht jedoch aufgrund der extrem kurzfristigen Änderungen der Einspeisevergütung in Deutschland und gegebenenfalls auch Italien vor einem sehr herausfordernden Geschäftsjahr 2012. Die S.A.G. Solarstrom Gruppe ist hier gut für das schwierige Marktumfeld gerüstet: Das Vier-Säulen-Geschäftsmodell gibt uns die Stabilität, der hohe positive operative Cashflow den Rückenwind für 2012."

Projektierung und Anlagenbau mit Vorlaufkosten

Der Umsatz im Geschäftsbereich Projektierung und Anlagenbau betrug 8,7 Mio. Euro (1. Quartal 2011: 68,9 Mio. Euro aufgrund des Großprojekts Serenissima), das EBIT fiel mit -3,2 Mio. Euro (1. Quartal 2011: 3,9 Mio. Euro) aufgrund von Vorlaufkosten der weiteren Projekttätigkeit negativ aus. Der Direktvertrieb der S.A.G. Solarstrom Gruppe hatte sich auf den Abschluss des Verkaufsprozesses für das Projekt Serenissima sowie auf die Anbahnung und vertragliche Fixierung weiterer Projekte im In- und Ausland im weiteren Jahresverlauf konzentriert. Zudem konnte der Vertrieb aufgrund der sehr kurzfristigen Änderungen des EEG  nicht von  Vorzieheffekten in Deutschland profitieren.

Starker Wettbewerbsdruck im Partnervertrieb

Der Geschäftsbereich Partnervertrieb steigerte im ersten Quartal den Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 43,4 Prozent auf 6,8 Mio. Euro (1. Quartal 2011: 4,7 Mio. Euro). Der starke Preiswettbewerb für Photovoltaik-Systeme insbesondere auf dem deutschen Markt setzte sich jedoch unvermindert fort, so dass das EBIT mit -0,4 Mio. Euro (1. Quartal 2011: 0,2 Mio. Euro) negativ ausfiel.

Anlagenbetrieb und Services

Der Geschäftsbereich Anlagenbetrieb und Services steigerte den Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 8,1 Prozent auf 4,5 Mio. Euro (1. Quartal 2011: 4,1 Mio. Euro). Dazu trug insbesondere der Zuwachs bei den von der S.A.G.-Tochter meteocontrol GmbH überwachten Photovoltaik-Anlagen auf 26.000 mit einer Gesamtleitung von 4,9 GWp bei. Das EBIT blieb trotz Kosten der weiteren internationalen Expansion im Vergleich zur Vorjahresperiode stabil bei 0,8 Mio. Euro.

Stromproduktion

Der Umsatz im Geschäftsbereich Stromproduktion stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 19,1 Prozent auf 1,4 Mio. Euro (1. Quartal 2011: 1,1 Mio. Euro). In 2011 war das eigene Kraftwerksportfolio mit einer 5,1 MWp Freiflächenanlage in Kamenicna, Tschechien, sowie einer knapp 1 MWp-Dachanlage in Dortmund aufgestockt worden. Das EBIT betrug saisonal bedingt 0,05 Mio. Euro. Im 1. Quartal 2011 war das EBIT aufgrund eines Sondereffektes im Zusammenhang mit der Photovoltaik-Anlage Kamenicna mit 0,2 Mio. Euro höher ausgefallen.
 
Hoher Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Zum 31. Dezember 2011 hatte das 48-MWp-Projekt in Norditalien noch zu temporären Bilanzeffekten geführt, darunter ein negativer operativer Cashflow, eine hohe Verschuldung und dadurch bedingt niedrige Eigenkapitalquote. Einige Effekte sind in der Bilanz zum 31. März 2012 bereits nivelliert. So weist die S.A.G. Solarstrom Gruppe zum 31. März 2012 einen hohen positiven operativen Cashflow von 157,8 Mio. Euro aus (31. Dezember 2011: -61,3 Mio. Euro), die Verschuldung ist zum 31. März 2012 durch die Rückführung der 80 Mio. Euro Projektzwischenfinanzierung wieder deutlich gesunken und die Eigenkapitalquote auf 18,2 Prozent gestiegen (31. Dezember 2011: 14,5 Prozent). Dennoch zeigt die Bilanz zum 31. März 2012 weiterhin einige stichtagsbezogene Effekte des Großprojekts. Mit der Begleichung der wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Großprojekt im April haben sich diese Kennziffern weiter erheblich verbessert.
 
Quelle: S.A.G. Solarstrom AG

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