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Hohenstein-Ernstthal, 16. August 2011, Die Roth & Rau AG hat im ersten Halbjahr 2011 einen Konzernumsatz von 92.821 TEuro (2010: 118.824 TEuro) erzielt. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen fertiger und unfertiger Erzeugnisse sowie aktivierten Eigenleistungen belief sich die Gesamtleistung auf 152.875 TEuro (2010: 149.600 TEuro). Während sich die Gesamtleistung damit erwartungsgemäß entwickelte, konnte ein Großteil der für das zweite Quartal 2011 geplanten Umsätze noch nicht wie vorgesehen realisiert werden, da sich die Endabnahmen einiger Projekte verzögerten.

Ursache dafür waren Lieferterminverschiebungen durch einige Kunden aufgrund des jüngsten Nachfragerückgangs im Zell-Equipmentmarkt sowie Anlaufschwierigkeiten bei der neuesten Generation der Antireflexbeschichtungsanlagen (SiNA 2). Ein weiterer Grund für den Umsatzrückgang ist die bilanzielle Umstellung von der Percentage-of-Completion-Methode auf die Completed-Contract-Methode, die eine Umsatz- und Ertragsrealisierung erst mit vollständiger Endabnahme der Anlagen durch den Kunden vorsieht.

Das deutlich geringere Umsatzniveau aufgrund der Projektverzögerungen in Verbindung mit der Bilanzierungsumstellung führte zu einem fehlenden Ergebnisbeitrag im ersten Halbjahr in Höhe von rund 18.000 TEuro und war damit die Hauptursache für die schwache Ertragsentwicklung im Berichtszeitraum. Insgesamt belief sich das operative Ergebnis (EBIT) für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2011 auf -24.435 TEuro (2010: 6.060 TEuro). Darüber hinaus war das Halbjahresergebnis durch Sondereffekte in Höhe von 12.637 TEuro belastet. Darin waren Abschreibungen auf im Bestand befindliche Komponenten aus dem nicht fortgeführten Turnkey-Geschäft enthalten, da die Verhandlungen über den Verkauf der Komponenten aufgrund der aktuellen Marktentwicklung nicht zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnten. Weiterhin fielen im ersten Halbjahr Einmalaufwendungen für das Kosten- und Strukturoptimierungsprogramm CRiSP sowie Rechts- und Beratungskosten im Rahmen der Übernahme durch die Meyer Burger Technology AG an. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT lag bei -11.798 TEuro.

Der Auftragsbestand belief sich zum 30. Juni 2011 auf 244.279 TEuro (2010: 351.106 TEuro). Im ersten Halbjahr gingen neue Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 111.476 TEuro ein. Nachdem bereits im ersten Quartal ein Turnkey-Großauftrag in Höhe von 94.400 TEuro storniert wurde, kamen im zweiten Quartal weitere Stornierungen in Höhe von 16.460 TEuro hinzu. Der Netto-Auftragseingang nach Stornierungen lag im ersten Halbjahr somit bei 616 TEuro (2010: 265.161 TEuro). „Die Auftragslage hat sich seit Juni 2011 spürbar abgekühlt. Wir gehen davon aus, dass die verhaltene Nachfrage nach Produktionsequipment, vor allem für die Herstellung kristalliner Silizium-Solarzellen in unseren Kernmärkten, in den kommenden Monaten anhalten wird. In der Zellproduktion werden derzeit neue Hocheffizienztechnologien entwickelt, was ein weiterer Grund für die aktuelle Investitionszurückhaltung unserer Kunden ist. Daher erwarten wir positive Impulse von der Markteinführung unserer neuesten Produkte in den Bereichen Hetero-Junction-Technologie und Rückseitenpassivierung, die für die zweite Jahreshälfte geplant ist“, erklärt Dr. Dietmar Roth, Vorstandsvorsitzender der Roth & Rau AG.

Ausblick

Die Ertragslage der Roth & Rau AG wird sich im zweiten Halbjahr 2011 voraussichtlich verbessern, wenngleich der Ausblick insgesamt von erheblichen Unsicherheiten geprägt ist. „Wir haben die im ersten Halbjahr noch aufgetretenen ‚Kinderkrankheiten‘ bei den SiNA 2-Anlagen weitestgehend beseitigt, so dass die verzögerten Projekte in Kürze abgenommen werden können. Die Umsatzrealisierung wird im zweiten Halbjahr einen signifikanten Deckungsbeitrag liefern und damit die Verluste des ersten Halbjahres zum Teil ausgleichen“, sagt Dr. Roth. Eine belastbare Prognose zum voraussichtlichen Umsatzvolumen und dem damit verbundenen Ergebniseffekt kann das Unternehmen derzeit noch nicht treffen, da dies einerseits von der erfolgreichen Projektabwicklung der Roth & Rau-Konzerngesellschaften, aber auch von der weiteren Marktentwicklung und der Mitwirkung der Kunden abhängt. Die Maßnahmen des CRiSP-Programms werden kontinuierlich fortgesetzt und werden sich ebenfalls im zweiten Halbjahr entlastend auf die Kostensituation auswirken.

Quelle: Roth & Rau AG

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