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Hohenstein-Ernstthal, 15. November 2010, Die Roth & Rau AG bestätigt mit der Vorlage des Quartalsberichtes die vorläufig gemeldeten Kennzahlen. Dabei konnte der Umsatz allein im dritten Quartal um 65,8% von 42.469 T€ im Vorjahresquartal auf 70.414 T€ gesteigert werden. Für den Neunmonatszeitraum ergibt sich damit ein Wachstum um 18,6% auf 189.238 T€ (2009: 159.514 €). Der Auslandsanteil erhöhte sich von 81,8 % auf 92,9 %, wobei mit 79,2 % der größte Anteil der Umsätze erneut auf Asien entfiel.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich nach neun Monaten auf 3.004 T€ (2009: 13.127 T€), was einer EBIT-Marge von 1,6 % (2009: 8,2 %) entspricht. Das Konzernergebnis beträgt nach neun Monaten 2.776 T€ (2009: 10.571 T€), woraus sich ein Ergebnis je Aktie von 0,18 Euro errechnet (2009: 0,77 Euro) ergibt. Die Gründe für diese Entwicklung liegen schwerpunktmäßig im voraussichtlichen Ausfall eines Turnkey-Projektes in Indien für das im dritten Quartal bereits teilrealisierte Umsätze in den eigenen Bestand umgebucht und wertberichtigt werden mussten. Weitere Belastungen ergaben sich durch Projektverzögerungen bei der Abwicklung zweier Turnkey-Projekte in Spanien und entsprechende Wertberichtungen kurzfristiger Vermögenswerte. Diese Einmalfaktoren belasteten das EBIT nach neun Monaten signifikant. Der operative Cash Flow verbesserte sich nach neun Monaten hingegen deutlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum und stieg von -1.361 T€ auf 19.621 T€.

Die kräftige Belebung der Branchenkonjunktur in der Solarindustrie verstärkte sich im dritten Quartal und führte zu einem weiteren starken Auftragsanstieg. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erreichte der Auftragseingang mit 392.068 T€ nach 83.453 T€ neuen Rekordwerten. „Wir sind mit unseren aktuellen Ertragskennzahlen natürlich auch äußerst unzufrieden. Bei einer näheren Betrachtung unseres Auftragsbestandes zeigt sich aber einerseits, dass sich die Auftragslage weiter zu unserem Equipment-Geschäft verschiebt. Der Verkauf der  ersten auf der Hetero-Junction-Technologie basierenden Massenproduktionsanlage im September bestätigt darüber hinaus unsere auf die Produktion von höher effizienten Solarzellen ausgerichtete Entwicklungsstrategie. Hier sehen wir weiter eine starke Nachfrage und ein großes Wachstumspotential in den kommenden Jahren“, erklärt Dr. Dietmar Roth, Vorstandsvorsitzender der Roth & Rau AG. „Diese beiden Entwicklungen werden dann auch unsere Margen im operativen Geschäft ab 2011 deutlich verbessern.“

Für das Geschäftsjahr 2010 geht die Roth & Rau AG von einer anhaltend starken Umsatzentwicklung mit Erlösen von rund 285 Mio. Euro aus. Das EBIT wird aufgrund der beschriebenen Faktoren zwischen 9 und 9,5 Mio. Euro liegen. „Mit Blick auf die weiter anhaltend dynamische Umsatzentwicklung in 2011 liegt unser Fokus nun ganz darauf, auch das EBIT im kommenden Jahr wieder zu steigern. Durch den Wegfall der Einmaleffekte, die Änderungen im Umsatzmix, die Erhöhung der Margen im Turnkey-Geschäft und ein Programm zur Kosten- und Strukturoptimierung werden wir im kommenden Jahr zu einer substanziell und nachhaltig verbesserten Ertragssituation zurückkehren“, sagt Finanzvorstand Carsten Bovenschen.

Quelle: Roth & Rau AG

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