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Berlin, 17. Oktober 2011, Die Erneuerbaren Energien konnten im ersten Halbjahr 2011 ihren Anteil am Stromverbrauch von 17 Prozent auf über 20 Prozent steigern. Dennoch bleibt die EEG-Umlage 2012 stabil.

“Mit der Energiewende wird der Umstieg unserer Energieversorgung auf die Erneuerbaren Energien deutlich beschleunigt. Die stabile Entwicklung der EEG-Umlage zeigt, dass unser Ziel einer weiteren Steigerung auf mindestens 35 Prozent bis 2020 machbar ist und dass die Maßnahmen zur Kostenbegrenzung Wirkung zeigen“, erklärte Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen anlässlich der Bekanntgabe der EEG-Umlage für das kommende Jahr.

Nach Angaben der vier Übertragungsnetzbetreiber wird sich die EEG-Umlage für 2012 mit 3,59 Cent/Kilowattstunde (ct/kWh) gegenüber dem heutigen Wert von 3,53 ct/kWh kaum verändern. Für einen durchschnittlichen 4 Personen-Haushalt bei einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr bedeutet dies lediglich Mehrkosten von weniger als 18 Cent pro Monat! 

Der Bundesumweltminister hob hervor, dass die Umlage erstmals eine Liquiditätsreserve für die Übertragungsnetzbetreiber enthalte. „Ohne diesen Sonderposten läge die Umlage 2012 sogar unter dem derzeitigen Niveau von 3,53 Cent pro Kilowattstunde“, so Röttgen. Die neu geschaffene Reserve soll verhindern, dass die Auszahlung der EEG-Vergütungen zu Liquiditätsengpässen bei den Übertragungsnetzbetreibern führt.

Mit der Energiewende in diesem Jahr wurden die Voraussetzungen für die Transformation des gesamten Energiesystems geschaffen. Das EEG als ein Garant für den dynamischen Ausbau der Erneuerbaren Energien im Strombereich wurde dabei kosteneffizienter ausgestaltet. Zugleich wurden Anreize gesetzt, um die Erneuerbaren Energien schrittweise an den Markt heranzuführen. Mit dem neuen EEG soll ein dynamischer und für den Stromverbraucher bezahlbarer Ausbau der Erneuerbaren Energien erreicht werden.

Dr. Norbert Röttgen: „Die Bedeutung der Erneuerbaren Energien als Wirtschaftsfaktor wächst weiter. Investitionen in Erneuerbare Energien sind notwendige und sinnvolle Investitionen in unsere Zukunft.“ Dafür stehen insbesondere folgende Fakten:  

• Erneuerbaren Energien schaffen zukunftsfähige Arbeitsplätze. Bereits heute sind mehr als 370.000 Menschen in der Branche beschäftigt. Rund zwei Drittel dieser Arbeitsplätze sind auf die Wirkung des EEG zurückzuführen.

• Im letzten Jahr stiegen die Investitionen im Bereich der Erneuerbaren Energien in Deutschland auf ein Rekordhoch von knapp 27 Mrd. Euro. Davon waren rund 90% dem EEG zuzurechnen. Mit dem angestrebten Ausbau der Erneuerbaren Energien können nach Untersuchungen des Bundesumweltministeriums schon in diesem Jahrzehnt Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien von mehr als 200 Mrd. Euro erwartet werden.

• Die starke wirtschaftliche Stellung Deutschlands auf den Weltmärkten basiert auf der Innovationskraft und dem – gerade auch im Mittelstand verankerten – Sachverstand, mit dem immer wieder neue Märkte erschlossen und erfolgreich bedient werden. Der Energiesektor und hier insbesondere der Bereich der Erneuerbaren Energien gehören definitiv dazu. Auf den Weltmärkten sind deutsche Unternehmen in diesen Bereichen gut aufgestellt.

• Darüber hinaus verringern Erneuerbare Energien die Abhängigkeit Deutschlands von Energieimporten und hiermit verbundenen ökonomischen Risiken. 2010 konnte allein die erneuerbare Stromerzeugung fossile Energieimporte im Wert von rd. 2,5 Mrd. Euro einsparen; hiervon sind etwa 80 Prozent dem EEG zuzuschreiben. Dies geht einher mit einem enormen Beitrag zum Klimaschutz. Insgesamt haben die Erneuerbaren Energien die Emission der Treibhausgase im letzten Jahr um rund 118 Mio. Tonnen vermindert. 

Aktuelle Umfragen zeigen, dass dies auch die Mehrheit der Bevölkerung so sieht und entsprechend bewertet. Erst vor wenigen Wochen hat  eine repräsentative Befragung von TNS Infratest im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien ergeben, dass fast 80% aller Befragten eine EEG-Umlage von 3,5 Cent pro Kilowattstunde zur Förderung der Erneuerbaren Energien für angemessen, teilweise sogar für zu niedrig halten.

Der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien wird einschließlich der Kostenentwicklung im Rahmen eines Monitoring-Prozesses regelmäßig beobachtet und bewertet.

Quelle: BMU

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