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Freudenstadt, 21. März 2011, Mit großen Schritten steuert die Robert Bürkle GmbH dem Umsatzergebnis aus dem Rekordjahr 2008 (115 Mio. Euro) entgegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichten die Freudenstädter einen Umsatz von 90 Millionen Euro. Damit steigern die Spezialisten für Pressen und Laminieren ihren Umsatz um mehr als 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr peilt Firmenchef Hans-Joachim Bender nochmals eine 20-prozentige Steigerung an: „Wir wollen 2011 rund 110 Millionen Euro erzielen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter.

Hans-Joachim Bender mit Solarmodul

Realisieren will Bürkle die Zuwächse über alle Business Units hinweg. 2010 war der Geschäftsbereich Oberfläche (Holzwerkstoff-, Glas-, Automobil- und Grafische-Industrie) mit 37 Millionen Euro der stärkste Umsatzträger. Im Segment Photovoltaik wurde ein Umsatz von 34 Millionen Euro erreicht. Mit Anlagen für Leiterplatten und Kreditkarten erwirtschaftete Bürkle 17,5 Millionen Euro. 1,5 Millionen Euro Umsatz steuerte die Karlsruher Tochtergesellschaft Fiber Engineering GmbH bei. Sie entwickelt Anlagen für die Automobilindustrie, auf denen aus umweltfreundlichen Naturfasern Interieurteile hergestellt werden. Produziert werden die Anlagen in Freudenstadt.

Verteilt über sämtliche Business Units liegt der Anteil an Serviceleistungen bei 19 Prozent des Gesamtumsatzes.

Vor allem das vor vier Jahren neu erschlossene Geschäftsfeld Photovoltaik soll in diesem Jahr weitere Zuwächse ermöglichen. Der Pionier der Mehretagen-Laminiertechnologie ist seit dem Markteintritt in 2007 zu einem etablierten Marktführer herangewachsen. Die anfangs für die Produktion von Dünnschicht-Modulen konzipierten Laminieranlagen hat Bürkle nach der Markteinführung für die Herstellung von kristallinen Modulen angepasst. Für den Dünnschichtbereich liefert der Maschinenbauer bereits heute komplette Backends und für den kristallinen Bereich Turnkey-Anlagen. Bei den in 2010 in Shanghai veranstalteten Lamination Days stellte Bürkle der Fachwelt den ersten in China mit deutschem Engineering hergestellten Einetagen-Laminator vor. Noch im gleichen Jahr bestellte ein chinesischer Kunde 18 Anlagen dieses Typs.

Auch in der Business Unit Oberfläche ist Bewegung. Seit Jahresbeginn produziert Bürkle am Standort in Mastholte Maschinen, auf denen EPS- und XPS-Dämmplatten formatiert werden. Produktmanager ist der Herforder Jens Tiemann. Ein Wermutstropfen ist die Situation im Parkettbereich. Aufgrund des nahezu ruhenden Marktes fehlen hier die großen Aufträge aus der Vergangenheit. Ein echtes Highlight ist Bürkle in der Business Unit Leiterplatten und Kreditkarten gelungen: Der Staat Mexiko lässt künftig Personalausweise im Kreditkartenformat auf Bürkle-Anlagen produzieren.

Grundstein für den Geschäftserfolg in den neuen Märkten ist die Innovationspolitik des Anlagenbauers. Um die treibende Kraft im Markt zu bleiben, forschen täglich im 1000 m² großen Freudenstädter Innovationszentrum Bürkle-Ingenieure, Kunden und Lieferanten an neuen Technologien.

Das Wachstumsziel vor Augen, wollen die Schwarzwälder 2011 wie bereits im vergangenen Jahr die Investitionsquote bei mehr als fünf Millionen Euro stabil halten. Investiert wird in Forschung und Entwicklung sowie in neue Werkzeugmaschinen. Beim Personal will Bürkle leicht aufstocken. Aktuell arbeiten in Freudenstadt und Mastholte 467 Menschen. Weltweit beschäftigt die Firmengruppe, zu der weitere Werke in Paderborn, Shanghai und Hangzhou sowie Vertriebs- und Servicegesellschaften in den USA, Hongkong, Polen, Slowakei, Taiwan und Brasilien gehören, 722 Mitarbeiter. Die Ausbildungsquote liegt mit 13 Prozent seit Jahren weit über dem Branchenschnitt.

Quelle: Robert Bürkle GmbH

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