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Freudenstadt, 08. August 2011, Robert Bürkle GmbH peilt 2011 Umsatzziel von 105 Millionen Euro an. Leitmessen Ligna (Holz) und Intersolar (Photovoltaik) versprechen gutes zweites Halbjahr und Auftragsüberhang für 2012. Umsatz in China vervierfacht.

Hans-Joachim Bender, Geschäftsführer der Robert Bürkle GmbH

Der Anlagenhersteller mit Werken in Freudenstadt, Paderborn, Rietberg und China ist mit dem Verlauf der ersten beiden Quartale in diesem Jahr zufrieden. Geschäftsführender Gesellschafter Hans-Joachim Bender strebt mit 470 Mitarbeitern in Deutschland (720 weltweit) 2011 einen Umsatz von 105 Millionen Euro an. Dieser soll sich auf die Business Units Oberfläche 50 Mio. Euro, Photovoltaik 40 Mio. Euro und Multilayer/Plastikkarten 15 Mio. Euro verteilen. Wichtigster Absatzmarkt ist Europa (41 Prozent), gefolgt von Nordamerika (27 Prozent) und Asien (18 Prozent), die restlichen 14 Prozent verteilen sich weltweit.

Jedoch zeigen die einzelnen Geschäftsbereiche unterschiedliche Entwicklungen. In der Business Unit Oberfläche, die hauptsächlich die holzverarbeitende Industrie bedient, verkauft Bürkle verstärkt Anlagen zur Flüssigbeschichtung. Nach einer durch das konjunkturelle Umfeld von 2008 bis 2010 erschwerten Markteinführung ist bei Digitaldruckmaschinen jetzt der Durchbruch gelungen, wie Geschäftsführer Ralf Spindler berichtet. Auf der Weltleitmesse Ligna konnte im vergangenen Juni darüber hinaus ein Großauftrag für eine Lackier-und Druckanlage verbucht werden, die nach Südamerika geliefert wird.

Glänzend läuft auch der Absatz der vor zwei Jahren auf der Ligna vorgestellten Maschine e.a.sy-Coater RCL. Mehr als 170 Walzenauftragsmaschinen dieses prämierten Typs konnte Bürkle seither verkaufen. Erfreulich sei zudem die steigende Nachfrage nach Folienkaschieranlagen für Zerlegtmöbel. Die für eine neuartige Klebetechnologie ausgestatteten Maschinen sorgen für drei Großaufträge, die noch bis Jahresende gefertigt werden müssen. Im Schwarzwald hofft man so, das angepeilte Umsatzziel in der Business Unit zu übertreffen, wobei die 2011 eingeführten Maschinen zum Profilieren von EPS-Dämmstoffplatten für die Bauindustrie ebenfalls für einen Umsatzschub sorgen sollen.

Weniger euphorisch sieht Bender die Entwicklung im Photovoltaik-Markt. Kaufzurückhaltung und eine politisch schwierige Lage hinsichtlich der Einspeisevergütungen lassen den Umsatz für Ein- und Mehretagen-Laminatoren 2011 bisher hinter den Erwartungen hinterherhinken. Trotzdem hofft man, mit der auf der Intersolar in München als Weltneuheit präsentierten Anlagenserie SL Kaufreize setzen zu können. Hintergrund: Mit der SL-Serie sei es gelungen, das zweistufige Standard-Verfahren für Glas-Folien-Modulen soweit zu optimieren, dass Prozesszeiten künftig halbiert werden können. Bender gibt sich kämpferisch: „Wir gehen daher davon aus, dass die PV-Umsatzkurve in der zweiten Jahreshälfte deutlich nach oben zeigt.“

Zudem bröckele der Investitionsstau innerhalb der Branche. Hätten zu Jahresbeginn noch etliche Solarmodulhersteller kurz gearbeitet und die auf Lager produzierten Module abgesetzt, so zöge die Nachfrage derzeit spürbar an. In den vergangenen vier Jahren, seitdem Bürkle in den Solar-Markt eingestiegen ist, wurden mehr als 100 Laminatoren verkauft. Auf diesen Anlagen können jährlich Module mit einer Leistung von rund vier Gigawatt hergestellt werden, was einem Verbrauch von rund 200.000 Haushalten entspricht.

Im Geschäftsfeld Multilayer und Plastikkarten wiederum sollen die gesteckten Umsatzziele erreicht werden. Grund ist hier ein erweitertes Produktspektrum. Bürkle ist heute in der Lage, Komplettanlagen zur Kartenkörperfertigung bei der Plastikkartenherstellung als Paketlösung zu liefern, statt wie früher lediglich Laminiermaschinen zu installieren.

Gut laufen die Geschäfte auch in Asien. Bürkle Machinery Shanghai konnte seinen Umsatz von 3,5 Mio. Euro noch 2009 binnen drei Jahren auf 16 Mio. Euro in diesem Jahr mehr als vervierfachen. Hauptabnehmer ist der chinesische Markt. Bürkle baut im Reich der Mitte vor allem Laminatoren für die Multilayer-, Plastikkarten- und Photovoltaik-Industrie.

Quelle: Robert Bürkle GmbH

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