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Um zu ermitteln, wie hoch die Erwartung eines Anlagenbetreibers bezüglich der zu erwirtschaftenden Rendite bei einer Investition in eine Photovoltaikanlage ist, wurde im Juni 2010 eine Onlinebefragung über das Panel Photovoltaikumfrage.de gestartet. Diese Langzeitbefragung wurde Ende November dieses Jahres beendet. Nun liegen die Ergebnisse des Onlineinterviews vor. Diese werden in gekürzter Form dargestellt.

Photovoltaikumfrage - Das Meinungsportal

Soziodemographische Daten:

Die insgesamt 3.401 Teilnehmer der Umfrage stammen aus dem gesamten Bundesgebiet. Das Durchschnittsalter der teilnehmenden Probanden liegt zwischen 31 bis 35 Jahren. 22,91 % der Teilnehmer sind weiblich, 77,09 % männlich.

Beginn der Umfrage: 01.06.2010
Ende der Umfrage: 30.11.2012
Teilnehmer: 3.401

Zu Beginn der Umfrage konnten die Teilnehmer auswählen, ob sie bereits eine Solaranlage betreiben oder ob sie in absehbarer Zeit in eine PV-Anlage investieren möchten. Demnach sind 50,75 % Betreiber einer oder mehrerer Solarstromanlagen und 49,25 % möchten in absehbarer Zukunft in eine Solarstromanlage investieren. Es sei angemerkt, dass durch die lange Laufzeit der Umfrage mit großer Wahrscheinlichkeit zahlreiche Teilnehmer, die in eine Solarstromanlage investieren wollten, in der Zwischenzeit auch eine entsprechende Investition getätigt haben. Im Folgenden wird zwischen der Gruppe der Betreiber und Nicht-Betreiber unterschieden.

Je nach Gruppe folgte die Frage, wie hoch denn die jährliche Rendite bei der Investition in eine Solaranlage mindestens sein müsste oder sein musste, so dass eine Investitionsbereitschaft ausgelöst wird bzw. wurde. Wie aus untenstehender Grafik - die das Gesamtergebnis widerspiegelt -  ersichtlich ist, liegt die höchste Erwartung zwischen 8 und 9 % jährlicher Rendite.

Renditeerwartung in Photovoltaikanlagen - Photovoltaikumfrage

Um nun ein detailliertes Bild zu erhalten, wie sich die Renditeerwartung über die einzelnen Jahre verändert hat, wurden die Ergebnisse gesplittet. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Betreiber und Nicht-Betreiber von Jahr zu Jahr ihre Erwartungen heruntergeschraubt haben. Sehr deutlich wird dies anhand der Renditen zwischen 10 und 12 %. Noch im Jahr 2010 hätten bzw. haben 393 Probanden in eine Solaranlage investiert, sofern die Rendite zwischen 10 und 12 % betrug. Im Jahr 2011 waren es nur noch 85, 2012 nur noch 6 Probanden.

Renditeerwartung in Photovoltaikanlagen in den Jahren 2010, 2011 und 2012 - Photovoltaikumfrage

Noch deutlicher wird die Verschiebung der Renditeerwartung bei den Ergebnisse "zwischen 6 bis 7 %" sowie "zwischen 4 bis 5 %" und "zwischen 1 bis 3 %".  Die Erwartung an eine mögliche Rendite sinkt kontinuierlich und das jährlich. So haben größere Teile der beiden Gruppen ab dem Jahr 2012 keine große Erwartung mehr an hohe Renditen.

Der größte Teil, die sich für die Investition eines Kredites bedienen müssen/mussten, nehmen/nahmen einen effektiven Jahreszins zwischen 3 bis 4% in Kauf. Nur 19,70 % der Teilnehmer versprechen sich durch die Investition in eine Solaranlage einen Steuervorteil.

Den Nicht-Betreibern wurde die Zusatzfrage gestellt was denn ein Grund wäre, nicht in eine Solarstromanlage zu investieren. Die Probanden konnten mehrere vorgegebene Gründe wie beispielsweise eine unausgereifte Technik, fehlendes Vertrauen in das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder keine Planungssicherheit durch fehlendes Vertrauen in die Politik auswählen. Besonders interessant ist, dass der Grund "Solarstromanlagen belasten nur die Verbraucher mit höheren Stromkosten" schon im Jahr 2010 von nur 5,4 % als Grund genannt wurde, nicht in eine Solaranlage zu investieren. Der Umkehrschluss ist, dass vielen Teilnehmern schon im Jahr 2010 bewusst war, dass Solarstromanlagen nicht für die steigenden Strompreise verantwortlich sind.

Heute sollte die Rendite einer Photovoltaikanlage nicht mehr im Vordergrund stehen. Wichtig ist zu wissen, wie hoch der Strompreis einer PV-Anlage ist. Um den Strompreis zu ermitteln, gibt es den Stromgestehungsrechner für Photovoltaikanlagen.

Quelle: Photovoltaikumfrage.de

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