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Balingen, 08. April 2011, Die Wahl in Baden-Württmberg hat selbst hartgesottene Gegner erneuerbarer Energien aufgeschreckt. Langsam siegt die Erkenntnis, dass die Aktivitäten der schwarz-gelben Bundesregierung in Sachen "Energiekonzept" ein fataler Irrweg war. Immer mehr Unternehmer fordern von der Regierung, die Rahmenbedinungen für ein investitionsfreunliches Klima auf dem Gebiet der alternativen Stromerzeugung wieder herzustellen.

Bernd Bodmer, Geschäftsführender Gesellschafter der relatio Unternehmensgruppe: „Wir haben viel Energie und Herzblut in die Planung und Projektentwicklung von Freiflächen-Solarparks gesteckt, weil wir dachten, dass man sich auf geltendes Recht in Deutschland verlassen kann. Die aktuelle Regierung hat jedoch in den letzten zwei Jahren kaum eine Gelegenheit ausgelassen, Rechtsunsicherheit zu schaffen und unternehmerische Planungen damit unmöglich zu machen. Dadurch sind mehrere große und mittlere Projekte gekippt. Das heißt, wir haben fertig geplante Solarparks in der Schublade und können nicht bauen, weil die die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht geeignet sind um Investoren zu gewinnen.“

Dass jetzt alle Parteien keinen Atomstrom mehr wollen, sei das eine. Doch um den Atomstrom sinnvoll zu ersetzen, brauche man auch ein Ende der Photovoltaik-Blockade. Anstatt den Zubau von Photovoltaik künstlich zu begrenzen, müsse die Politik in Deutschland alles dafür tun, um diesen zu beschleunigen.

„Energiewirtschaftlich stehen wir nicht nur vor einem Scherbenhaufen, sondern vor einem Trümmerfeld! Deshalb brauchen wir jetzt auch eine gemeinsame nationale Kraftanstrengung mit dem Ziel, dieses Land so schnell wie möglich in die Energie-Unabhängigkeit zu führen. Die Aufgabe ist so riesig wie der Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg. Das erfordert die Solidarität aller.“

Quelle: relatio PV

Kommentare   

#1 Oliver Ückerseifer 2011-04-08 11:22
Endlich mal jemand, der in dieser Sache kein Blatt vor den Mund nimmt und sagt, wie es laufen müsste.

Aber die Solarindustrie in Deutschland ist auch ein bissl selbst Schuld. Wenn man sich ansieht, wie geschlossen die "Atomlobby" auftritt und wenn man sich dann ansieht, wie sich der Branchenverband beim Beschluß über den deckel in Deutschland zum Bock gemacht hat, wundert einen nichts mehr.

Schaut nach Dänemark, liebe Deutsche. Dort gibt es regelrechte Wettbewerbe zwischen (privaten) Errichtern von Alternatvenergie (Strom, Kraft, Wärme). Dort kitzeln die Betreiber von PV-Kleinanlagen oder Mini-Biomasse-Kraftwerken auch noch das letzte Promille aus ihrer Facility raus, nur weil sie besser sein wollen, als der Grundstücksnachbar.

Und hier wird gelabert und uns erzählt: Wir können mit so kleinen Schwarmeinspeisungen nicht umgehen. Klar ist das kompliziert. Aber es ist machbar!

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