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Berlin, 16. Mai 2011, Anlässlich der heutigen Übergabe des Berichtes der Nationalen Plattform Elektromobilität an Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), die Verknüpfung von Elektromobilität und Erneuerbaren Energien von Anfang an ins Zentrum der Förderkonzepte für Elektroautos zu stellen. Die bisherigen Empfehlungen des von der Bundesregierung einberufenen Beratungsgremiums greifen nach Ansicht des BEE in dieser Hinsicht zu kurz. Wesentliche Vorschläge der Erneuerbaren-Branche wie auch der Umweltverbände wurden trotz wiederholter Hinweise bisher nicht berücksichtigt. Vielmehr behindert die Orientierung an den Interessen der großen Auto- und Energieunternehmen eine schnelle und flächendeckende Einführung von Elektroautos in Verbindung mit Erneuerbaren Energien.

„Elektromobilität und Erneuerbare Energien gehören zusammen. Denn nur in dieser Kombination können wir Automobilität künftig klima- und ressourcenschonend gestalten. Daher müssen alle Fördermaßnahmen das Zusammenspiel mit den Erneuerbaren Energien verbessern. Neue Hürden beispielsweise durch eine teure und unflexible Ladeinfrastruktur darf es dagegen nicht geben“, verlangt BEE-Präsident Dietmar Schütz.

Aus Sicht der Erneuerbaren sei entscheidend, beim Aufbau der Ladeinfrastruktur einen einfachen Zugang für verschiedene Anbieter und alle Endkunden zu schaffen. Dieser werde am besten durch kostengünstige öffentliche Steckdosen ermöglicht, die mit einer intelligenten Leistungselektronik im Fahrzeug kombiniert würden. „Mit der richtigen Software ausgestattet können die Fahrzeug dann über alle verfügbaren Steckdosen durch intelligentes Laden die Netzstabilität verbessern, indem sie auf das Angebot an regenerativem Strom im Netz reagieren“, erklärt Thomic Ruschmeyer, Sprecher der AG Mobilität im BEE. Der Bundesverband Solare Mobilität zeigt hierzu sein Konzept „BabelBEE“ in dieser Woche auf der Veranstaltung Challenge Bibendum in Berlin Tempelhof.

Nach Ansicht des BEE ist es weiterhin erforderlich, bei der derzeit laufenden Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) Elektrofahrzeuge angemessen einzubinden. Die Branche fordert die Einführung eines Stetigkeitsbonus, der gleichermaßen Anreize für die nachfragegerechte Produktion von Strom, neue Speicher und intelligenten Stromverbrauch setzt. Dabei könnten Elektrofahrzeuge ideal eingebunden und deren Potenzial zur Netzstützung voll genutzt werden. „In den bisher vorliegenden Entwürfen zur EEG-Novelle findet sich dieser wegweisende Ansatz für einen Stetigkeits- oder Kombikraftwerksbonus allerdings nicht. Das ist mehr als bedauerlich“, beklagt BEE-Präsident Schütz.

BEE-Position zum Thema E-Mobilität unter http://bee-ev.de/Publikationen/Sonstiges.php

Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

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