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Karlsruhe, 29. März 2010 - Photovoltaik-Anlagen halten lange, aber nicht ewig. Mindestens 25 Jahre können die Module Solarstrom von Dach oder Fassade ernten, aber dann kommt irgendwann die Zeit fürs Recycling. Lange bevor relevante Mengen an ausrangierten Modulen in Deutschland überhaupt anfielen, wurden bereits Recyclingkonzepte und –verfahren entwickelt und erprobt. Das gerade erschienene BINE-Projektinfo „Recycling von Photovoltaik-Modulen“ (02/10) stellt ein Forschungsprojekt vor, mit dem ein Modulrecycling-Verfahren weiter verbessert werden konnte.

Seit 2002 arbeiten Forscher und Hersteller im sächsischen Freiberg an einem umweltschonenden, automatisierten und ökonomisch günstigen Recyclingverfahren für PV-Module. Ziel war ein Verfahren, das die Wertstoffe stofflich möglichst hochwertig rückgewinnt und damit dem Anspruch eines Upcyclings gerecht wird. Es sollen sowohl Produktionsabfälle als auch alte und zerbrochene Silizium- oder Dünnschichtmodule verarbeitet werden können. Gerade bei der Herstellung von Siliziumwafern ermöglicht die Verwendung von recyceltem Material eine deutliche Energieeinsparung gegenüber neu gewonnenem Silizium. Außerdem lassen sich durch einen geschlossenen Wertstoffkreislauf auch die in den Modulen vorhandenen Anteile von Schwermetallen und anderen Problemstoffen rückgewinnen. Ein geschlossener Wertstoffkreislauf ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Durch automatisierte Recyclingverfahren lassen sich zukünftig 95% der Wertstoffe wiederverwerten.

In der EU lag die Abfallmenge aus PV-Modulen Ende 2008 bei 3.800 Tonnen. Sie wird bis 2030 auf voraussichtlich 130.000 Tonnen anwachsen. Die Branche hat für das Recycling von PV-Modulen die Initiative „PV CYCLE“ gegründet, um die Kreislaufwirtschaft bei der PV eigenverantwortlich zu garantieren. Über 60 Hersteller gehören der Initiative an.

BINE-Projektinfo „Recycling von Photovoltaik-Modulen“ jetzt downloaden.

Quelle: BINE

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