photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie den Button "akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Triefenstein, 02. Februar 2010 - Ach, wie könnte man darüber lachen, wenn die ganze Situation nicht so traurig wäre. Etliche Solarunternehmen rufen zu Protestaktionen auf oder schreiben offene Briefe an den Verursacher dieser Situation. Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen (oder: Das schwarze Schaf der Solarbranche), der anscheinend aufgrund der Überförderung der Solarbranche absolut überfordert ist, hat mit seiner Ankündigung, die Einspeisevergütung für Solarstromanlagen noch im April dieses Jahres drastisch zu kürzen, eine Welle der Empörung losgetreten.

Viele Kommentare unserer Leser  zu den aktuellen Berichten zur Kürzung der Förderung auf dem Photovoltaik-Guide enthalten Beleidigungen, die von den Redakteuren unkenntlich gemacht wurden,  oder sind von blanken Sarkasmus geprägt.  Lieber Herr Röttgen, manchmal überlegen wir uns wirklich, ob nicht die ein oder andere Aussage unserer Leser unverblümt bestehen bleiben sollte.

Nun, wenn  Böcke zu Gärtnern gemacht werden oder anders ausgedrückt:

„Der Ausstieg aus der Atomkraft wird ja auch nicht in drei Monaten stattfinden.“

Die Redaktion

---

Balingen, 02. Februar 2010

- Offenes Dankschreiben an den Bundesumweltminister

- Bernd Bodmer bedankt sich mit Einladung zu Baustellenbesichtigung

Sehr geehrter Herr Umweltminister,

herzlichen Dank dafür, dass Sie uns mit der Bekanntmachung Ihrer Vorschläge in Sachen EEG-Einspeisevergütung eine Auftragsschwemme beschert haben. Leider erwarten jetzt alle Kunden, die uns einen Auftrag erteilen wollen, dass ihre Photovoltaik-Anlagen bis spätestens 31. März fertig gestellt sind.

Auch die Preise haben angezogen und sind jetzt höher als letztes Jahr. Nein, das ärgert uns nicht, denn es beschert uns ja einen Umsatzzuwachs – sofern wir noch irgendwo fristgerecht zum 31.März Ware bekommen.

Wir laden Sie herzlich auf eine unserer Baustellen ein. Hier würde sich der „Tauberland¬park“ in Wertheim anbieten. Bitte bringen Sie wintertaugliche Kleidung mit. Es ist bis zu minus 18 Grad kalt. Und wenn es taut, wären Gummistiefel nicht schlecht.

Einer Besichtigung der Dachanlagen-Baustellen, z.B. auf der Zollernalb, können wir leider momentan aus Sicherheitsgründen nicht durchführen. Die Dächer sind zugeschneit und zum Großteil vereist. Auch unsere Mitarbeiter können aus Gründen des Unfallschutzes die Aufträge nicht abarbeiten.

Sollten Sie unter diesen Witterungsbedingungen nicht kommen wollen, dann haben wir Verständnis. Gerne können wir auf wärmere Monate warten. Dann haben wir nämlich auch wieder mehr Zeit, da wir bis dahin alle Aufträge abgearbeitet haben müssen und vermutlich ohne Folgeaufträge sind.

Herzliche Grüße,

Ihr

Bernd Bodmer

Geschäftsführender Gesellschafter, relatio PV

You have no rights to post comments