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Weilburg, 09. März 2012, In der Photovoltaikindustrie werden noch immer rund 90 Prozent der notwendigen Klebearbeiten bei der Waferherstellung manuell durchgeführt und sind somit vom einzelnen Werker sehr abhängig. Dabei kann im automatisierten Prozess alleine der Klebstoffverbrauch um zirca 50 Prozent gegenüber dem manuellen eingespart werden. Die Automatisierung des Klebevorgangs reduziert die Bruchrate beim Wafersägen im anschließenden Drahtsägeprozess um mindestens zwei Prozent und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Fertigungskosten.

Arnold Gruppe - Versuchs-Klebeanlage für die Solar-Waferherstellung

Daher nimmt in der Waferherstellung das exakte Kleben der Siliziumbricks auf den Werkstückträger einen wichtigen Stellenwert ein. Nur eine dauerhaft reproduzierbare und im Sägeprozess haltbare Verbindung der Klebung sichert einen hohen Ertrag des Sägevorgangs. Im Technologiezentrum der Arnold Gruppe in Weilburg/Deutschland demonstrieren Spezialisten den automatisierten Brick-Klebeprozess in einer eigens für die Prozessentwicklung installierten Klebezelle.

Als ausgewiesener Automatisierungsspezialist für die Automobil- und Photovoltaikindustrie ist Arnold in der Lage, die einzelnen Prozessschritte der Brickfertigung - vom Cropping über Schleifen bis hin zur automatischen Brickverklebung - übergreifend zu optimieren. Je nach Kundenwunsch bietet Arnold eine komplette Produktlinie von automatisierten Klebesystemen. Diese basieren jeweils auf einem Industrieroboter mit hoher Verfahrgenauigkeit sowie einem hochpräzisen Dosiersystem für reprodu-zierbare Raupenaufträge beim Verkleben der Brickstücke. Je nach Kom-plexität und Anforderung wird das Grundsystem mit einer automatisierten Reinigungsstation für Bricks, einer Brick-Komissionierung zur Optimierung der Drahtsägenauslastung und einem Aushärtungslager ergänzt. Das Sys-tem ermöglicht auch das automatisierte Fügen der Bricks mit Glasplatte und Grundträger.

Mit dem neu entwickelten Software-Tool AEPS (Arnold Easy Programming System) sind kundeneigene Anlagenführer und Prozesstechniker erstmals in der Lage, Bewegungs- und Prozessparameter innerhalb der Roboter- und Klebesteuerung intuitiv im zulässigen Rahmen selbst zu erstellen und zu editieren. Ein einzigartiges Werkzeug, um die Charakteristik der Kleberaupen wie Auftragsgeschwindigkeit oder Nahtdicke zu optimieren. Ganz einfach am Touchscreen - durch Antippen der gewünschten Position oder durch Verschieben oder Einfügen zusätzlicher Punkte. Expertenwissen über die Roboter-/SPS-Programmierung ist nicht erforderlich.

Prozess- und Produktionsdaten werden durch Arpat (Arnold Process Analysis Tool) in Echtzeit gesammelt, visualisiert, analysiert und protokolliert. Innerhalb eines geschlossenen Kreislaufes kann so der Bediener auf Veränderungen der für den Klebeprozess wichtigen Randbedingungen wie beispielsweise Chargenänderungen und Klebestoffalterung schnell reagie-ren und jederzeit – ohne teure Spezialisten anzufordern – Optimierungen vornehmen.

Quelle: Herbert Arnold GmbH & Co. KG

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