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Jülich, 24. Februar 2012, In dieser Woche wurde im Forschungszentrum Jülich das 2,1 Mio. Euro teure Photovoltaik-Technikum durch Vertreter aus Politik und Wissenschaft eingeweiht. Zur Eröffnung des Photovoltaik-Technikums sprach als Festredner ein Pionier der Photovoltaik: Prof. Hans-Joachim Queisser, Direktor emeritus am Stuttgarter Max-Planck-Institut für Festkörperforschung und Honorarprofessor an der Universität Stuttgart. Er hatte Anfang der 1960er Jahre zusammen mit dem Nobelpreisträger William Bradford Shockley die sogenannte Shockley-Queisser-Grenze formuliert, die ein theoretisches Maximum des Wirkungsgrads von Solarzellen beschreibt.

Forschungszentrum Jülich - Eröffnung des Forschungslabors

 

Bild: (v.l.) Prof. Harald Bolt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums Jülich, Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, Prof. Uwe Rau, Direktor des Jülicher Instituts für Energie- und Klimaforschung, Bereich Photovoltaik (IEK-5), Helmut Dockter, Staatssekretär des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Hans-Joachim Queisser, Direktor emeritus am Max-Planck Institut für Festkörperforschung in Stuttgart und Honorarprofessor an der Universität Stuttgart, Dipl.-Architekt Martin Schläger

Auf einer Fläche von 560 Quadratmetern bietet das Forschungslabor modernste Möglichkeiten, um Dünnschicht-Solarmodule aus Silizium zu testen und weiterzuentwickeln. Der 2,1 Millionen Euro teure Neubau ist ausgestattet mit Chemie-, Experimentier- und physikalischen Messräumen.

Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, sagte: „Im Photovoltaik Technikum haben unsere Wissenschaftler erstmals die Möglichkeit, Photovoltaik-Module bis zu einer Größe von 1,4 Quadratmetern auf Alterung, Lichtempfindlichkeit und Defekte zu überprüfen. Dies ermöglicht uns, gemeinsam mit Partnern aus der Industrie, neue Beschichtungs- und Herstellungsprozesse zu testen und weiterzuentwickeln.“

Thomas Rachel (MdB), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, unterstrich bei der Eröffnung die Bedeutung der Weiterentwicklung dieser Technologie: „Die Photovoltaik ist ein wichtiger Bestandteil des Energiekonzepts der Bundesregierung. Die Erforschung und Entwicklung neuer Solarmodule im Forschungszentrum Jülich wird dazu beitragen, den Anteil der Photovoltaik im Energiemix der Zukunft weiter zu steigern.“

Helmut Dockter, Staatssekretär des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, begrüßte die neuen Experimentierräume als Zugewinn für den Standort Jülich: „Die Energiewirtschaft und weite Teile der Industrie werden durch die Energiewende vor große Herausforderungen gestellt. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, kommt der Forschung zu allen Aspekten der Energiegewinnung und -versorgung eine noch größere Bedeutung als bisher schon zu. Das Institut für Energie- und Klimaforschung gehört zu den weltweit führenden Instituten im Bereich der Silizium-Dünnschicht-Photovoltaik. Mit den neuen Labors wird die Forschung in diesem Bereich noch weiter ausgebaut.“

Im chemischen Labor des Photovoltaik Technikums gibt es flexible Standflächen, die zeitnah auch für Kooperationen mit der Industrie genutzt werden können. Im physikalischen Labor des Photovoltaik-Technikums können Photovoltaik-Module auf Alterung, spektrale Empfindlichkeit, Defekte und andere Eigenschaften untersucht werden.

Die Arbeiten im Bereich Photovoltaik konzentrieren sich auf die Entwicklung von Stapelsolarzellen aus amorphem und mikrokristallinem Silizium. Für diese Solarzellen werden transparente, leitfähige Kontaktschichten entwickelt, die durch ihre Mikrotextur für einen effektiven Lichteinfang sorgen. Als zukunftsweisendes Thema bearbeitet das IEK-5 alle Aspekte von Nanotechnologie im Bereich der photovoltaischen Energiewandlung. Diese Aktivität umfasst nano-optische Komponenten zum verbesserten Lichteinfang in Solarzellen oder nano-strukturierte Materialien als funktionale Elemente, wie etwa neuartige Kontakt- oder Absorberschichten.

Quelle: Forschungszentrum Jülich GmbH

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