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Hamburg, 15. Mai 2012, Das Photovoltaikunternehmen Conergy AG sieht im ersten  Quartal 2012 erste Erfolge aus der strategischen Neuausrichtung als Systemanbieter sowie den bereits 2011 umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen. Die Ergebnisqualität und wichtige Finanzkennziffern haben sich in den ersten drei Monaten 2012 verbessert. Vor allem der allgemeine Preisverfall hat den Umsatz erwartungsgemäß jedoch unter Vorjahresniveau sinken lassen.

Conergy AG

Dank der reduzierten Fertigungstiefe mit dem aktuellen Setup in der Solarmodulproduktion in Frankfurt (Oder) hat Conergy seine Flexibilität hingegen deutlich erhöht und die Rohertragsmarge im Jahresvergleich stabil gehalten. Durch die verbesserten Kostenstrukturen reduzierte Conergy die EBITDA-Verluste um ein Drittel. Der Netto-Cashflow im ersten Quartal war positiv. Das ist der beste Wert in einem Auftaktquartal seit dem Börsengang 2005.
 
CEO Dr. Philip Comberg der Conergy AG: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Mit unserer strategischen Neuausrichtung haben wir Kosten reduziert und uns flexibler aufgestellt, was zu einem verbesserten operativen Ergebnis beigetragen hat. Unsere Bestände haben wir auch im ersten Quartal weiter niedrig gehalten und dadurch einen positiven Netto-Cashflow erzielt. Wir sind sicher erst am Anfang des Weges und uns ist klar, dass wir nicht alle positiven Entwicklungen linear fortschreiben können – aber wir kommen voran und sind überzeugt, dass wir Conergy als Systemanbieter zurück in die Erfolgsspur bringen.“
 
Q1 2012: Umsatzentwicklung im In- und Ausland

Das Preiseniveau im 1. Quartal 2012 lag mehr als 40% unter dem des Vorjahresquartals. Dieser Einbruch machte sich bei der Umsatzentwicklung deshalb deutlich bemerkbar. Mit 98 Mio. Euro im ersten Quartal lag der Umsatz unter Vorjahresniveau (Q1 2011: 163 Mio. Euro). Erfreulich war die Volumensteigerung im deutschen Heimatmarkt sowie in den asiatischen und amerikanischen Wachstumsmärkten. Demgegenüber stand jedoch ein Volumenrückgang in Europa, so dass die gesamte Absatzmenge im Vergleich zum Vorjahr leicht von 80 auf 70 Megawatt zurückging.
 
Grund hierfür waren negative Einflüsse in den europäischen Auslandsmärkten insbesondere in Griechenland, Spanien und Italien. Hier wirkten sich die Finanz- und Schuldenkrise und die damit verbundene zögerliche Vergabe von Krediten aus. Zudem beeinflussten schlechte Wetterbedingungen und die anhaltenden Förderdiskussionen in Conergys zweitgrößtem Solarmarkt Italien sowie das von der spanischen Regierung ausgerufene Moratorium die Volumenentwicklung im ersten Quartal. Insgesamt lag das Volumen in Europa 17% unter Vorjahresniveau bei einem Umsatz von 65 Mio. Euro (Q1 2011: 121 Mio. Euro). In den asiatischen und amerikanischen Wachstumsmärkten steigerte Conergy seine Absatzmengen um 2 Prozent und erzielte insgesamt einen Umsatz von 34 Mio. Euro (Q1 2011: 42 Mio. Euro).
 
In Deutschland profitierte Conergy von der Sonderkonjunktur und steigerte die Absatzmenge im Heimatmarkt um mehr als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahresquartal. Damit konnte Conergy den Preisverfall teilweise ausgleichen und erzielte einen Umsatz von 29 Mio. Euro (Q1 2011: 34 Mio. Euro). Die Umsatzreduzierung ist somit im Wesentlichen auf die Einstellung der Lohnfertigung für Dritte bei der Solarmodulfabrik in Frankfurt (Oder) zurückzuführen. Hier wurden im 1. Quartal 2011 noch Umsätze von rund 6 Mio. Euro erzielt. Die Auslandsquote lag demnach bei über 70 Prozent.
 
Q1 2012: Ergebnisentwicklung – Rohertragsmarge, EBITDA, EBIT, Konzernergebnis

Trotz des massiven Preisverfalls im Vergleich zum 1. Quartal 2011 erzielte Conergy durch die reduzierte Fertigungstiefe mit dem aktuellen Setup in seiner Modulproduktion in Frankfurt (Oder) eine im Vorjahresvergleich stabile Rohertragsmarge von 21 Prozent (Q1 2011: 21 Prozent). Diese konnte der Systemanbieter vor allem im Vergleich zum Gesamtjahr 2011 erheblich steigern, dort lag sie mit durchschnittlich knapp 17 Prtozent noch 4 Prozentpunkte niedriger.
 
Die im Zuge der neuen Unternehmensstrategie reduzierten Strukturkosten wirkten sich ebenfalls positiv auf das operative Ergebnis aus. Mit einem EBITDA von -8 Mio. Euro hat Conergy seine Vorjahresverluste um rund ein Drittel reduziert (Q1 2011: -12 Mio. Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei -12 Mio. Euro (Q1 2011: -18 Mio. Euro), das Konzernergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen bei -15 Mio. Euro (Q1 2011: -22 Mio. Euro).
 
Q1 2012: Netto-Cashflow erstmals wieder positiv, Steigerung um 62 Mio. Euro auf 5 Mio. Euro

Dabei erwirtschaftete Conergy erstmals seit dem Börsengang 2005 in einem ersten Quartal einen positiven Netto-Cashflow von 5 Mio. Euro (Q1 2011: -57 Mio. Euro), was eine erhebliche Verbesserung um 62 Mio. Euro bedeutet. Basis für diese erfreuliche Entwicklung war unter anderem ein weiterhin striktes Working Capital Management.
 
2012: Ausblick und 16 MW Projekt-Pipeline in Deutschland in Q2

„Förderdiskussionen in Europa sowie die anhaltende Schuldenkrise haben sich im 1. Quartal auf unsere Umsätze ausgewirkt“, sagte Comberg. „Das 2. Quartal ist gut angelaufen und wir sehen hier im Vergleich zum Jahresauftakt eine positive Volumen- und Umsatzentwicklung. Dank der Effekte aus unseren Restrukturierungsmaßnahmen liegen wir im Plan und sind deshalb verhalten zuversichtlich, dass wir die uns gesetzten Ziele erreichen können.“
 
Für das zweite Quartal hat Conergy vier neue Großprojekte mit einer Gesamtleistung von 16 Megawatt in Deutschland in der Pipeline. Mit den Stadtwerken Trier baut der Systemanbieter seine langjährige Zusammenarbeit aus und errichtet zwei insgesamt 2,2 Megawatt starke Kraftwerke. Zwei weitere Großprojekte mit 10,4 und 3,3 Megawatt setzt Conergy gemeinsam mit privaten Investoren um.
 
Für das Jahr 2012 erwartet der Vorstand einen Umsatz unter Vorjahresniveau sowie ein EBITDA, das sich auf einen niedrigen positiven Wert verbessert.
 
Quelle: Conergy AG

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