photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie den Button "akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bitterfeld-Wolfen, 29. August 2012, Auf der heutigen Gläubigerversammlung stimmten die Gläubiger von Q.Cells mit großer Mehrheit dem Verkauf des Unternehmens an die Hanwha-Gruppe zu. Somit geht durch die Übernahme nahezu der gesamte Geschäftsbetrieb der Q-Cells SE an die Koreaner. Im Rahmen einer "übertragenden Sanierung" übernimmt die Hanwha-Gruppe rund 1.250 der etwa 1.550 Mitarbeiter.

Q-Cells SE

Der Standort in Bitterfeld-Wolfen mit Forschung, Entwicklung und Produktion von Solarzellen und -modulen sowie den Verwaltungsstandort Berlin bleiben bestehen. In Malaysia bleibt der Produktionsstandort ebenfalls mit etwa 500 Beschäftigten unverändert. Nicht alle der internationalen Vertriebsgesellschaften werden übernommen. Ein Abbau von Arbeitsplätzen im Zuge der Integration wird überwiegend in der Verwaltung von Q.CELLS erfolgen, da zahlreiche Dopplungen mit der Organisation der Hanwha Gruppe bestehen.

 

Der Kauf- und Übertragungsvertrag steht noch immer unter aufschiebenden Bedingungen, u.a. durch die Kartellbehörden. Wie das photovoltaik-Unternehmen mitteilt, ist auf der Basis des Kauf- und Übertragungsvertrages damit zu rechnen, dass auf die Insolvenzforderungen im Rang des § 38 InsO eine Insolvenzquote von mindestens 20 Prozent ausgeschüttet werden kann. Die Aktionäre der Q-Cells SE werden aus den Erlösen des M&A-Prozesses weder Ausschüttungen noch sonstige, nennenswerte Vermögensvorteile erhalten.

Der Insolvenzverwaltung lagen zwar noch weitere Angebote in Bezug auf den Erwerb des Geschäftsbetriebs der Q-Cells SE vor (Wir berichteten: Photovoltaik - Der Poker um Q.Cells hat begonnen), jedoch fehlte es allerdings bislang an konkreten bzw. finalen Angeboten des Bieters.

Insolvenzverwalter Henning Schorisch: "In diesem für Q.CELLS extrem schwierigen wirtschaftlichen und politischen Umfeld ist es ein großer Erfolg, dass es gelungen ist, nicht nur Forschung und Entwicklung, sondern auch die Produktion am Standort Bitterfeld-Wolfen zu erhalten. Zwar bedauere ich den Verlust von Arbeitsplätzen. Doch freue mich sehr, dass Q.CELLS mit Hanwha einen starken Partner gefunden hat, der über die nötigen Mittel verfügt, Unternehmen, Marke und Mitarbeitern wieder eine langfristige Perspektive zu geben. Der Wert des Unternehmens und der Marke Q.CELLS beruht auf dem Know-how und der Loyalität der Mitarbeiter. Der erfolgreiche Verkauf wäre nicht möglich gewesen, wenn die Beschäftigen dem Unternehmen während dieser schwierigen Zeit nicht die Stange gehalten hätten. Natürlich bedauere ich es deshalb, dass nicht alle Mitarbeiter übernommen werden können."

Schorisch hat bereits die Gespräche mit dem Betriebsrat zum Abschluss eines Interessenausgleichs und eines Sozialplans wegen der erforderlichen Personalanpassungsmaßnahmen begonnen. Der Insolvenzverwalter hat zudem Mittel in Aussicht gestellt, um eine Transfergesellschaft einzurichten. Dort können die betroffenen Beschäftigten Weiterbildungsangebote in Anspruch nehmen und werden bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen unterstützt.

Quelle: Q.Cells SE

You have no rights to post comments