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Wer seine Photovoltaikanlage besser gegen Solardiebe schützen will, kann dies ab sofort mit speziellen Sicherheitsplaketten tun. Diese haben, durch ihre spezielle Haltbarkeit und Kodierungsform, auf Diebe eine abschreckende Wirkung. Mittelfristig sollen auch die Versicherungen die Prävention mit tieferen Prämien belohnen.

Die Erfahrung des Diebstahlregisters PV-Diebstahl zeigt: Das Interesse der Photovoltaikanlagenbesitzer ist groß wenn es darum geht, ihre Photovoltaikmodule und Wechselrichter besser gegen Diebstahl zu schützen.

Die Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen steht dann aber meist auf einem anderen Blatt, da vor allem die Sicherung von großen Solarparks erfahrungsgemäß ins Geld geht. Viele Anlagenbesitzer verzichten dann häufig auf Sicherheitssysteme wie Kameras und Alarmanlagen.

Die Sicherheitsplaketten von PV-Diebstahl sollen hier einen Anreiz bieten, bestehende Solarparks mit nicht ausreichendem Diebstahlschutz nachzurüsten bzw. bei neuen Solarparks gleich in die neue Technik zu investieren.

Erste Solarparks mit Sicherheitsplaketten ausgerüstet

Eine Nachfrage nach den neuartigen Checkerboard-Plaketten ist bereits vorhanden. Bisher konnten rund 10 Solarparks mit Sicherheitsplaketten nachgerüstet werden. Dabei brachte man auf jedes Photovoltaikmodul und jeden Wechselrichter eine Plakette aus einer mehrschichtigen silberfarbenen Polyesterfolie an. Der QR-Code, der auf den Plaketten vorhanden ist, wurde nach dem Anbringen in der Diebstahldatenbank mit dem entsprechenden Eigentümer sowie dem Anlagenstandort verbunden. Wird nun ein Produkt gestohlen, kann es jederzeit über den QR-Code oder die Seriennummer zugeordnet werden.

„Der Erfolg wäre sicher noch größer, wenn die Versicherungen dafür Prämienvergünstigungen oder Rabatte bei der Selbstbeteiligung im Schadenfall gewähren würden“, erklärt Frank Fiedler, der mit dem Internetportal SecondSol.de das Projekt unterstützt. Das Interesse dafür sei aber noch verhalten, sagt Fiedler: „Erste Versicherungen wie die Mannheimer Versicherung haben bereits die Plaketten als mögliche Option in ihre Versicherungsbedingungen aufgenommen. Dies ist ein erster Erfolg für das Projekt.“

Der große Vorteil der Plaketten ist, dass sie Schutz über mehrere Ebenen aufweisen.

1.    Prävention vor Diebstahl durch Abschreckung über Beschilderung am Zaun
2.    Schnelle Ermittlung des Eigentümers durch Scanbarkeit der Plaketten mit jedem Smartphone
3.    Schadensminimierung durch Zeit-Effekt beim Versuch die Plaketten zu entfernen
4.    Zuordnung von Produkten über die Seriennummer zu einem Eigentümer, auch wenn Label entfernt wurden
5.    Erschwerter Verkauf von gestohlenen Produkten, da Seriennummer und Eigentümer online registriert sind

Arbeit an europaweiter Sicherheitsplakette    

Erste Anfragen aus anderen europäischen Ländern wie Italien und Spanien lassen die Macher von PV-Diebstahl.de über eine einheitliche europaweite Sicherheitsplakette nachdenken. Vor allem da nicht ausgeschlossen werden kann, dass gestohlene Module aus Italien in Deutschland wieder auftauchen.

Das Ziel ist ein Sicherheitssystem, das mehr sei als eine sichere Photovoltaikanlage: „Wir denken auf einer höheren Ebene. Uns geht es um eine Strategie, die den Verkauf gestohlener Photovoltaikmodule und Wechselrichter in Europa extrem erschwert oder besser noch unmöglich macht.“ Erste Gespräche mit der Polizei, Versicherungen und Verbänden gibt es bereits.

Gibt es dann europaweit nachweisbare Erfolge und sind Diebstähle weiter Rückläufig, können Prämienvergünstigungen auch für Versicherungen interessant sein.

Quelle: SecondSol

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