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Augsburg, 10. August 2012, In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für elektrische Maschinen und Antriebe der Universität Wuppertal hat die meteocontrol GmbH einen intelligenten Regelalgorithmus für Photovoltaikanlagen entwickelt. Damit können Betreiber großer Solarstromanlagen die Anforderungen der Netzbetreiber am Netzanschlusspunkt noch schneller und präziser umsetzen. Für die Regelabweichung wird bei Anlagenstart eine Konfiguration berechnet und im laufenden Betrieb durch den selbstlernenden Algorithmus kontinuierlich optimiert. Implementiert im Datenlogger WEB’log ergänzt die Neuentwicklung das umfangreiche Produktpaket „meteocontrol Power Control“ zur Umsetzung des Einspeisemanagements nach dem EEG 2012.

Um eine Überlastung des Verteilernetzes durch die steigende Anzahl dezentraler Stromerzeuger zu vermeiden, fordert das EEG 2012 und die darin verankerte VDE-Niederspannungsrichtlinie und BDEW-Mittelspannungsrichtlinie die Regelbarkeit von PV-Anlagen. Die eingespeiste Wirkleistung und die Bereitstellung von Blindleistung müssen den Vorgaben des Netzbetreibers angepasst werden können. Als Vorreiter und Marktführer in der professionellen Fernüberwachung von Photovoltaikanlagen hatte meteocontrol mit der Weiterentwicklung der bewährten Datenloggerreihe WEB’log frühzeitig auf die Anforderungen reagiert und Innovationen vorangetrieben. Mit dem selbstlernenden Regelalgorithmus ist dem Augsburger Photovoltaik-Dienstleister eine Neuentwicklung gelungen, die ohne aufwendige Konfiguration eine äußerst präzise und schnelle Umsetzung der Vorgaben der Netzbetreiber ermöglicht.

Präzise Blindleistungsregelung

Der von den Netzbetreibern geforderte Anteil an Wirk- und Blindleistung muss am Netzanschlusspunkt vorliegen (Blindleistung verständlich erklärt). Bei großen Photovoltaik-Anlagen, die mit mehreren Wechselrichtern Strom in das Mittelspannungsnetz einspeisen, bedarf es daher einer externen Regelung. Diese Funktion erfüllt der Datenlogger WEB’log mit dem neuen Regelalgorithmus. Auf der Basis von Komponentenkenngrößen errechnet der WEB‘log zunächst die Startkonfiguration. Vom Transformator ist hierzu lediglich die Nennleistung erforderlich. Während des Betriebs gleicht der Datenlogger den Soll-Wert mit dem realen Messwert am Netzanschlusspunkt ab und liefert kontinuierlich den Korrekturwert zum Ausregeln der verbleibenden Regelabweichung. Der selbstlernende Regelalgorithmus ermöglicht schon nach kurzer Betriebszeit der PV-Anlage, die angeforderten Leistungsdaten sehr exakt innerhalb eines kurzen Zeitfensters am Netzanschlusspunkt bereitzustellen. Die Regelung unterstützt die gängigen Verfahren der Wirkleistungsfaktorregelung cos(φ) und der Blindleistungsregelung Q(U), die über den WEB’log ausgewählt werden können. Neben der eigentlichen Regelung führt der Algorithmus zusätzlich Prüfungen durch, um Fehlerfälle abzufangen und den sicheren Anlagenbetrieb zu gewährleisten.

Im Hochspannungslabor getestet

Der in enger Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern der Universität Wuppertal entwickelte Anlagenregelkreis zeichnet sich neben den technischen Funktionen, der Präzision und Schnelligkeit auch durch seine intensive Erprobung aus. Im Hochspannungslabor der Universität Wuppertal wurde der Regelalgorithmus unter realen Bedingungen an 10kV getestet und solange optimiert, bis die bestmöglichen Ergebnisse vorlagen und der stabile sowie fehlerlose Betrieb gewährleistet werden konnte. Zur Regelung der Wechselrichter in großen Photovoltaikanlagen kommt der Datenlogger „WEB’log PRO unlimited“ zum Einsatz. Den Empfang der diskreten Vorgaben zur Wirk- und Blindleistungsregelung unterstützt die „Power Control Unit“ der meteocontrol. In kleineren Anlagen finden die Datenlogger „WEB’log LIHGT+ 20“ und „WEB’log BASIC 100“ ihre Anwendung. Je nach Anlagengröße und Anforderungsprofil ist der Photovoltaikbetreiber mit den Produkten der „meteocontrol Power Control“ bestens gerüstet für die Umsetzung des Einspeisemanagements.

Quelle: meteocontrol

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