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Laichingen, 25. Juli 2011, Rund 50 Unternehmer haben ein halbtägiges Seminar im Heldele-Technologie-Center in Salach besucht. Ziel war es, die Fabrikanten darüber zu informieren, ob und wie ihre Hallendächer interessant sein können, um darauf Photovoltaikanlagen zu installieren.

Gut besuchte Vorträge: Großhändler Michael Aigner referiert, wie eine Anlage richtig dimensioniert und ausgerichtet wird, um profitabel zu sein. FOTO: HELDELE

In halbstündigen Vorträgen referierten Dieter Winkler (Hersteller Solarwatt AG), Uwe Fischer (Installateur Heldele GmbH), Dr. Bastian Zinßer (Institut für Physikalische Elektronik an der Uni Stuttgart) und Michael Aigner (Großhändler Aton-Solar GmbH), dass sich die Investition in eine Anlage in der Regel nach zehn bis zwölf Jahren amortisiert. Wichtige Themen waren Einspeisevergütung und Eigenverbrauch, die sich aus dem Erneuerbare Energiengesetz (EEG) ergeben.

Die Experten machten deutlich, dass der wirtschaftliche Erfolg einer solchen Investition stark von der richtigen Dimensionierung der Anlage und deren Ausrichtung auf dem Dach abhängt. Möglich seien auch Ost-West- oder sogar Norddächer, sagte Aigner, der von Laichingen aus rund 100 Solarteure wie Heldele bundesweit mit Modulen, Wechselrichtern und Know-how beliefert.

Winkler vom Dresdner Hersteller Solarwatt, der als Technologieführer gilt, gab Einblicke in die Weiterentwicklung der Solarmodule bzgl. höherem Wirkungsgrad, kostengünstigerer Montage oder denkmalgeschützter Integration. Der Anschaffungspreis sei nicht einziges Kriterium für die Kaufentscheidung, weil etwa deutsche Qualität eine höhere Langlebigkeit der PV-Module oder eine höhere Schneelast ermöglichen könne.

In den Kaffeepausen war immer wieder zu hören, dass eine Solaranlage auf dem Fabrikdach neben dem ökologischen Aspekt auch das positive Image einer Firma als modern, fortschrittlich und gemeinwohlorientiert transportiert. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels würden solche Aspekte wichtig. Und: Viele Unternehmer liebäugeln mit einer Anlage aus deutscher Produktion, um Steuern, Jobs und Wertschöpfung in Deutschland zu erhalten.

Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklung, dass immer mehr Stadtwerke ihre Stromnetze zurückkaufen, prognostizierten die Referenten, dass der nächste Schritt der kommunale Handel und die Herstellung von Strom seien, um von Konzernen wie EnBW oder Eon unabhängiger zu werden. Das mache regenerative Kraftwerke auf der Basis von Biogas, Wind und Sonne zusätzlich interessant. Gefragt seien deshalb auch bereits vorhandene Dachflächen auf öffentlichen Gebäuden oder eben Betrieben.

Quelle: Aton-Solar GmbH

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