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Köln, 17. April 2013, Die im Jahr 2004 in Berlin gegründete Online-Vermittlungsplattform für Photovoltaik-Module und Solar-Wechselrichter trennt sich von der 2012 eingeführten Marke sologico und führt die Geschäfte ab sofort wieder offiziell als pvXchange GmbH. Wir berichteten bereits darüber in PV MARKETING / Ausgabe 3 inkl. Interview über den Namenswechsel.

pvXchange

Das Unternehmen blickt, wie viele andere europäische Solarfirmen auch, auf ein bewegtes Jahr zurück. Nachdem sich die Gründer bereits Ende 2011 aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hatten, kehrte mit Martin Schachinger nun einer der Hauptgesellschafter zurück ins Führungsgremium des PV-Marktplatzes. Und er bringt auch gleich den altbekannten Namen wieder mit. „Wir haben erkannt, dass pvXchange als Marke einen deutlichen Vorteil gegenüber sologico hat – sie ist bereits gut eingeführt und hat ein nicht zu unterschätzendes Identifikationspotenzial innerhalb der Branche“, erklärt Schachinger.

Für die Kunden ändert sich vorerst nur wenig, denn die gleichzeitig mit der Markeneinführung Mitte 2012 verkündete Neuausrichtung des Unternehmens wird konsequent weiterverfolgt. Der Fokus liegt auch 2013 auf dem speziellen Komponentenbedarf von EPCs, Projektierern und Installateuren. „Ihnen verschaffen wir auf Grundlage unserer langjährigen, guten Kontakte zu wichtigen Herstellern und Distributoren gezielt die besten Einkaufskonditionen bei europäischen und asiatischen Lieferanten“, berichtet Georg Urban, der neue Vertriebsleiter bei pvXchange. Er behält neben den Kunden auch die aktuell interessantesten Märkte im Blick: „In einer Phase, in der die Volumenmärkte Deutschland und Italien rückläufig sind, zahlt sich unser frühes Engagement in Osteuropa aus. Hier werden noch immer viele interessante Projekte aller Größenordnungen realisiert. Gleichzeitig sind die lokalen Käufer bei der Komponentenauswahl oft noch nicht auf bestimmte Marken fixiert. Mit unserer Unterstützung finden Distributoren und Hersteller hier interessante neue Kundengruppen.“

Wir haben Martin Schachinger um ein Interview hinsichtlich der erneuten Namensänderung gebeten.

Michael Ziegler: Ein Gründungsmitglied von pvXchange kehrt nach einer längeren Auszeit wieder an den Ort des Geschehens zurück. Wie kam es dazu und was haben Sie in der Zwischenzeit so alles getrieben?

Martin Schachinger: So lang war die Auszeit nicht – genau 6 Monate (Feb – Juli). Ab August war wieder voller Einsatz für die Ablösung des Schweizer Managements gefragt. Hinter den Kulissen wurde bereits seit April verhandelt. Während der Auszeit wurden mit einem Partner u.a. zwei bis drei Endkunden-PV-Anlagen verkauft und gebaut, sozusagen ein Hobby von mir. Außerdem wurde an der Weiterentwicklung von pvXchange getüftelt.

Michael Ziegler: Was war Ihre erste Amtshandlung, nachdem Sie wieder Ihre Arbeit in der Führungsriege aufgenommen haben?

Martin Schachinger: Schwer zu sagen, die Übergabe kam fließend. Vielleicht Folgendes: Ich habe die Mitarbeiter zusammengetrommelt und ihnen gesagt, „Ich glaube an den Erfolg und brauche Euren vollen Einsatz!“.

Michael Ziegler: In Ausgabe 3 von PV MARKETING haben wir mit dem damaligen CEO Michael Maximilian Mueller und der Marketing Communications Managerin Eva Maria Jäschke über den Namenswechsel gesprochen. Frau Jäschke begründete den Namenswechsel von pvXchange in sologico u.a. damit, dass sologico so ausgesprochen wird, wie es auch buchstabiert wird. pvXchange fand sie zum damaligen Zeitpunkt "recht kompliziert". Welchen Namen finden Sie komplizierter, sologico oder pvXchange?

Martin Schachinger: Da bin ich der falsche Ansprechpartner – „pvXchange“ war meine eigene Kreation, „sologico“ nicht – was soll ich dazu also sagen? ;-)

Michael Ziegler: Aus unserer Sicht war die Namensänderung so unnötig wie ein Kropf. Dennoch sagte Frau Jäschke, dass der Name sologico schon bald ebenso geläufig sein würde wie es pvXchange früher war. Wie ist Ihre Meinung dazu, was spiegelt der Markt bzw. Ihre Kundschaft wider?

Martin Schachinger: Die aktive Zeit von „sologico“ ist wohl zu kurz, um eine verbindliche Aussage über Bekanntheitsgrad und Wirkung zu treffen. Tatsache ist, dass „pvXchange“ uns Türen öffnet, „sologico“ nicht unbedingt.

Michael Ziegler: Also war die Namensänderung in sologico doch nicht die "logische" Antwort?

Martin Schachinger: Aus heutiger Sicht war die Namensänderung wohl keine besonders glorreiche Entscheidung, aus damaliger Sicht schon, da wir Gründer den Namen „pvXchange“ beansprucht haben.

Michael Ziegler: Ein Namenswechsel kostet Geld. In diesem Fall sogar zweimal. Warum haben Sie nicht das Beste aus der Marke sologico gemacht? Hätte es nicht etwas zu retten gegeben?

Martin Schachinger: Haben wir doch: das Corporate Design, welches für sologico entwickelt wurde, nutzen wir fast unverändert weiter, da es gut ist. Es gibt pvXchange einen neuen, moderneren Anstrich.

Michael Ziegler: Konnte sologico am Erfolg von pvXchange anknüpfen und hat die Marke an Bekanntheitsgrad eingebüßt?

Martin Schachinger: Man hat damals sehr genau gewusst, was der Name „pvXchange“ für die Einführung von „sologico“ bedeutet und was es wert ist, sich auf pvXchange zu berufen. Das wurde ja auch beinahe bis zum Relaunch von „pvXchange“ beibehalten. Ob und wie weit die sologico-Zeit, oder doch eher die geänderte Ausrichtung bzw. die Marktveränderungen den Erfolg unseres Geschäfts beeinflusst haben, lässt sich schwer abschätzen. Alles zusammen hat uns an einen Punkt gebracht, der es uns jetzt etwas schwerer macht, an alte Erfolge anzuknüpfen.

Michael Ziegler: Wie wir erfahren haben, sind Frau Jäschke und Herr Müller nicht mehr im Unternehmen tätig. Hat das etwas mit der Namensänderung zu tun oder gab es diesbezüglich andere Gründe?

Martin Schachinger: Umgekehrt wird ein Schuh daraus – die Namensänderung wurde möglich, weil die KollegInnen nicht mehr dabei sind. Im Ernst: Das damalige Management und die Gesellschafter einigten sich auf ein Konzept, nachdem das bestehende operative Geschäft innerhalb der pvXchange GmbH auf Basis deutlich reduzierter Kosten weitergeführt werden sollte. Ein Aufrechterhalten des umfangreichen Managementteams um Herrn Müller und des Schweizer Büros passte nicht in die neue Strategie, so dass beides aufgegeben wurde.

Michael Ziegler: Was sagen die Mitarbeiter des Unternehmens zum "neuen" Namen?

Martin Schachinger: Ich denke, dass sich auch die jüngeren Mitarbeiter wieder sehr gut mit „pvXchange“ identifizieren können und dankbar sind, dass der Namen-Wirrwarr der Übergangszeit mittlerweile Geschichte ist.

Michael Ziegler: Was sind Ihre nächsten Schritte aus marketingtechnischer Sicht, um pvXchange wieder an die Position zu bekommen, die die Marke vorher innehatte?

Martin Schachinger: Wir nutzen alle Mittel des Online-Marketings, sowie unsere teilweise langjährig bestehenden Kooperationen mit wichtigen Medien- und Branchenvertretern, um unseren Namen und unsere Dienstleistungen bei unseren Zielgruppen präsent zu machen.

Michael Ziegler: Wo sehen Sie pvXchange in zwei Jahren und welche Rolle spielt pvXchange am Markt, wenn der 52 GW-Deckel erreicht ist und die Förderung eingestellt wird?

Martin Schachinger: pvXchange wird auch ohne EEG ein wichtiger Handelsplatz für Photovoltaikprodukte, aber auch artverwandte Produkte bleiben. Je weniger Förderung gewährt wird, desto kostensensibler sind die Produkte. Ein Service, der die entstehende Lücke zwischen Herstellern auf der einen Seite und Planern/ Errichtern von Anlagen der Erneuerbaren Energien auf der anderen Seite schließt, ohne selbst eine relevante Handelsmarge zu beanspruchen, ist auch in Zukunft goldrichtig.

Michael Ziegler: Herr Schachinger, wir danken Ihnen herzlich für das Interview.

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