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Berlin, 29. Mai 2012, Der Geschäftsführer der dena (Deutsche Energie-Agentur) Stephan Kohler, möchte den Zubau der erneuerbaren Energien vom Ausbau der Stromnetze abhängig machen. Laut Kohler habe die Wind- und Solarenergie (Photovoltaik) alle Erwartungen übertroffen. Die Infrastruktur des Stromnetzes halte aber mit dieser Dynamik nicht Schritt. Kohler rät daher dazu, den Ausbau von Windkraft und Photovoltaik im Norden und Osten Deutschlands so zu regeln, dass der Zubau der Erneuerbaren synchron mit dem Ausbau der Stromtrassen verläuft.

Ein neuer Flaschenhals, den Kohler hier herbei schwört. Der lahmende Netzausbau würde die Windkraft und Photovoltaik dermaßen zum Erliegen bringen, dass der Vorteil letztlich auf Seiten der großen Energieversorger liegt. Denn diese würden mit dem Netzausbau den Zubau von Wind und Photovoltaik diktieren. Das dann keine Eile mehr beim Ausbau der Netze geboten ist, liegt auf der Hand. Kohler denkt auch hier wieder in die falsche Richtung und schürt durch die Panikmache vor möglichen Blackouts die Ängste der Bürger. Seine Blockadehaltung gegenüber den Erneuerbaren ist unübersehbar.

Bis zum Jahr 2020 sind alleine in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und in der Nordsee Windanlagen mit über 37 GW geplant. Da die Höchstlast im Winter aber bei 80 GW und im Sommer bei 30 GW liege, sei die Integration dieser Leistung einer der größten Herausforderungen.
 
Der Netzausbau würde laut Kohler den Bürgern gerade mal mit 0,5 Ct je kWh belasten. Der Netzausbau, der seiner Meinung nach etwa 25 Milliarden Euro kosten würde, wäre also nicht der Strompreistreiber.

Ganz klar ist es der falsche Weg, den Zubau von Wind und Photovoltaik an den Ausbau der Trassen zu koppeln. Richtig wäre, den Ausbau der Trassen an den Zubau der Erneuerbaren zu koppeln. Das würde bedeuten, dass jetzt die Netzbetreiber am Zug wären, die Stromnetze schleunigst auszubauen.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

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