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Aachen, 14. Jaunar 2010 - Eine weitere Reduzierung der Einspeisevergütung für Solarstrom steht offenbar kurz bevor. So will Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) bereits am kommenden Montag eine Vorlage zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) veröffentlichen, heißt es aus gut unterrichteten Kreisen.

Demnach soll es eine einmalige Absenkung der Vergütung zwischen 16 und 18 Prozent zum 1. April geben. Bislang ging die Solarbranche von einer Anpassung der Vergütung an die aktuell stark gesunkenen Anlagenpreise nicht vor dem 1. Juli aus. Die jetzt für April geplante Reduzierung soll voraussichtlich sowohl für Freiflächen- als auch für Dachanlagen gelten.

Je nachdem, wie der weitere Zubau von Solarstromlagen in diesem Jahr ausfällt, wird es dann Anfang 2011 womöglich noch eine weitere Absenkung geben. Hier ist die Rede davon, dass die Vergütung ab einer Gesamtmenge von 3.000 Megawatt um weitere 2,5 Prozent für jeweils 500 Megawatt Zubau reduziert wird. Dies ist das Ergebnis, eines Treffens im Umweltministerium vom 13. Januar, an dem sowohl Verbraucherschützer wie Vertreter der Solarindustrie teilnahmen.

Sollte die Solarbranche die Kürzung in dieser Höhe ablehnen, wäre das Wirtschaftsministerium dem Vernehmen nach alternativ bereit, eine höhere Vergütung zuzulassen, wenn im Gegenzug eine Deckelung des Zubaus von 1.500 Megawatt akzeptiert würde. In einer ähnlichen Situation hatte 2008 die spanische Solarindustrie den Deckel gewählt, um eine Reduzierung der Vergütung zu vermeiden, was den dortigen Markt letztlich in die Bedeutungslosigkeit geführt hat. Insofern ist davon auszugehen, dass die deutsche Solarbranche eine stärker als geplante Absenkung der Vergütung wählt.

Quelle: PHOTON

Kommentare   

#14 HJW 2010-07-07 16:15
Tritt die Kürzung für die Vergütung von PV-Anlagen auf Dachflächen nun wie geplant in Kraft oder nicht?
#13 Dietmar W. 2010-02-09 15:25
Da muss ich Timo völlig recht geben (Trotz gewisser grammatikalischer Fehler) !

Dieser Umweltminister ist ein weiteres Eigentor, welches sich die jetzige Regierung geschossen hat!

Große verbale Ziele und gegenteiliges handeln, das nennt man in der Psychologie "Schizophrenie"

Welche Umweltverbände haben die Kürzung gefordert, wie der Minister „R“ das behauptet?
Und woraus setzen sich die 11 Milliarden EURO zusammen, mit denen angeblich die solare Industrie gefördert wird?

Diese unangemessene und außerplanmäßige Kürzung ist m.E. ein weiterer Schritt, die Deutsche Solarindustrie vom Spitzenplatz in der Welt zu verdrängen.

Dieser Minister hat in den ersten hundert Tagen seiner Amtszeit den Grad der völligen Inkompetenz ausreichend unter Beweis gestellt. Die Frau Bundeskanzlerin täte ein Gutes, ihn schnellstens an die Lobby der großen Energie-Versorger zu entsorgen, bevor er in ihrer Regierung noch weitere Schäden anrichtet.
#12 Timo S. 2010-02-07 14:10
Tja, da hat sich der Herr Röttgen den Platz im Aufsichtrat eines grossen EVU´s doch verdient! So was fällt dann wohl unter Altersvorsorgemaßnahme für den(hoffentlich baldigen) austritt aus der Politik. Jetzt wird noch´n bischen tamtam gemacht(Röttgen fordert schnellen Atomaustritt)und schon ist die Weste wieder weiß!Die dummen Wähler merkens ja nicht!
Das ein Abbau der subventionen richtig und notwendig ist,steht ausser frage,aber so? Das Solarfongs und Anleger gefördert werden ist sicherlich nicht der sinn des EEG´s, aber das wir jetzt die anleger von Eon,Rwe und co fördern wohl auch nicht. Der Strompreis wird nicht sinken,sondern weiter steigen,(Laut EVU´s wegen Netzausbau und der steigenden belastung durch die EEG Vergütung?!?!),wie jedes jahr!

Herr Röttgen fördert so,die Unternehmen die die erneuerbaren seit jahrzehnten durch lobyarbeit blockieren!
Und das im namen des Umweltministers!

ja dann?!!?
Herzlichen Dank!
#11 Martin K. 2010-02-02 11:07
Ich hatte eigentlich auch geplant im Sommer eine PV-Anlage auf meinem Hausdach zu installieren. Bei den neuen Einspeisevergütungen, die bei Umsetzung der geplanten Änderungen dann gelten würden ist der Bau der Anlage für mich nicht mehr besonders attraktiv. Hier ein Link: In der Tabelle unten sieht man, wie die neuen Einspeisevergütungen aussehen würden: http://www.solar-und-winenergie.de/blog/?p=6

Wer sich jetzt erst entscheidet bis zum 1. April seine Anlage aufs Dach zu bringen, könnte es mit unter schwer haben an die benötigten Komponenten zu kommen. Zum Mindest wenn man dafür nicht übertrieben viel Geld ausgeben möchte. Diese übereilten Änderungspläne werden die Nachfrage nach Modulen und Wechselrichtern kurzfristig (bis zum geplanten Umsetzungstermin) sicherlich stark anheizen und Engpässe sind vorprogrammiert.
#10 photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler 2010-01-28 17:12
Nein. Solaranlagen, die bereits in Betrieb genommen wurden, sind nicht von dieser Regelung betroffen. Es gilt der sogenannte "Bestandsschutz".
#9 HJW 2010-01-28 17:05
Soll die Kürzung auch die bestehenden Anlagen betreffen, oder gilt das nur für Neuinstallationen?
#8 Jörg Bernhardt 2010-01-22 08:38
Kredit beantragt, Kaufvertrag unterschrieben und dann so eine Meldung! Wenn es nun wegen der erhöhten Nachfrage an Modulen zu Lieferverzögerungen kommt, wird meine Anlage nicht vor April ans Netz gehen.
Vielen Dank Herr Röttgen!!!
So kann man doch nicht arbeiten...
Wer sich auf diese Politik verlässt, der ist verlassen!
Die neue Regierung ist geprägt durch blinden Aktionismus!
#7 Gunther Zizelmann 2010-01-20 09:06
Wo bleibt die Verlässlichkeit!
Bisher konnte von einer Reduktion der Vergütung zum 01.07.2010 als Planungsbasis ausgegangen werden.
Leider hat Herr Röttgen offensichtlich keinerlei Vorstellungen, welcher zeitliche Vorlauf bis zur finalen Realisierung von PV-Projekten, insbesondere von größeren Projekten notwendig ist.
Was macht ein Investor der "jetzt" gekauft hat, aber die Fertigstellung erst im April ist??
Möglicherweise gerät das Projekt in die "Schieflage", weil es auf Basis der "alten" Vergütungsregelung projektiert wurde!Ist das gewollt!?
Wer so agiert, nimmt billigend in Kauf, dass Investoren unverschuldet in Not kommen.
Verantwortliches Handeln sieht anders aus, Herr Röttgen!
#6 Udo Hübner 2010-01-18 15:44
Gegen eine Kürzung in Maßen ist nichts einzuwenden (wenn rechtzeitig bekannt). Die Ankündigung Mitte Januar die Einspeisevergütungen ab Anfang April zu kürzen führt bei mir zu Frustrationen. Ich wollte diese Woche eine Anlage bestellen (Planungsvorlauf war erheblich). Das kann ich nun vergessen, da ich von einigen Parametern abhängig bin, die ich nicht beeinflussen kann (Genehmigung der KFW, Netzprüfung, Handwerker usw.)

Unsere Politiker stehen offensichtlich nicht im wirklichen Wirtschaftsleben. Die denken ein solches Projekt könnte ohne Probleme innerhalb kürzester Zeit realisiert werden. Ein solches verhalten raubt einem jede Lust zu investieren. Bevor ich eine Anlage bestelle und aus von mir nicht zu verantwortenden Gründen die Sache ein schlechtes Geschäft wird, lasse ich es lieber. So geht in unserem Land nichts vorwärts. Diese Regierung ist eine Ansammlung von Ver- und Behinderern.
#5 Lutz Hörl 2010-01-18 14:44
Kürzungen bei Preissenkungen ja, aber nicht hau ruck über nacht und in saftiger Höhe.

Die Zeit von der Planung bis zur Inbetriebnahme einer Anlage übersteigt bei dem derzeitigen - und durchaus auch gewolltem - Boom leicht 6 Monate. Eine Änderung der wichtigsten Planungsgrundlage sollte also mindestens so lange im voraus erfolgen!

Zumindest sollte es für bereits in Planung befindliche Anlagen eine andere Regelung geben. Der Zustand 'Kredit ist beantragt und genehmigt', 'Installateur-Vertrag liegt unterschriftsreif vor' aber 'Inbetriebnahme ist wegen starker Nachfrage und Installationsstopp im Winter erst in vier bis sechs Monaten möglich' verdeutlicht das Problem, das nicht nur ich z.Zt. habe.

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