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Sulzemoos 15. Mai 2012, Der Solarprojektierer Phoenix Solar AG (ISIN DE000A0BVU93) legte nun mit Verspätung die vom Abschlussprüfer testierten und vom Aufsichtsrat gebilligten Konzernabschluss 2011 vor. Zudem veröffentlichte das PV-Unternehmen die Quartalszahlen 2012. Laut dem Unternehmen, zeigen sich durch die Restrukturierungsmaßnahmen bereits erste Erfolge auf der Kosten- und Ertragsseite. Das letzte Geschäftsjahr war durch erhebliche Abwertungen auf den Lagerbestand und Wertberichtigungen auf Projektrechte gekennzeichnet.

Schlechtes Geschäftsjahr 2011

Die Phoenix Solar AG verzeichnete im Geschäftsjahr 2011 einen Absatzrückgang bei Solarmodulen um 18 Prozent auf 257 MW (Vorjahr: 313 MW). Aufgrund des hohen Preisverfalls bei Solarmodulen um bis zu 40 Prozent sank der Konzernumsatz überproportional um 38,1 Prozent auf 393,5 Mio. Euro (Vorjahr: 635,7 Mio. Euro).

Phoenix Solar AG

Während das Geschäft im Inland um 64,2 Prozent auf 168,5 Mio. Euro zurückging, stieg der Auslandsumsatz um 36,8 Prozent auf 225,0 Mio. Euro (Vorjahr: 164,5 Mio. Euro), was einer Auslandsquote von 57,2 Prozent (Vorjahr: 25,9 Prozent) entspricht. Besonders erfreulich entwickelte sich das Geschäft außerhalb Europas mit einer deutlichen Steigung auf 37,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro).

Der Umsatz des Segments Komponenten & Systeme verringerte sich um 34,6 Prozent auf 241,0 Mio. Euro (Vorjahr: 368,5 Mio. Euro) und steuerte 61,2 Prozent (Vorjahr: 58,0 Prozent) zum Konzernumsatz bei. Das Segment Kraftwerke erzielte einen Umsatz von 152,5 Mio. Euro (Vorjahr: 267,2 Mio. Euro), was einem Rückgang um 42,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Segment trug 38,8 Prozent (Vorjahr: 42,0 Prozent) zum Gesamtumsatz bei.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug -84,7 Mio. Euro (Vorjahr: 36,4 Mio. EUR) bei einer EBIT-Marge von -21,5 Prozent (Vorjahr: 5,7 Prozent). Es ist sehr stark geprägt von erheblichen Abwertungen auf das Vorratsvermögen aufgrund des außergewöhnlich hohen Preisverfalls bei Solarmodulen im Jahr 2011 und Einmaleffekten aus der Wertminderung von Projektrechten. Nach Steuern betrug das Konzernergebnis -86,4 Mio. Euro (Vorjahr: 24,1 Mio. Euro), was einem Ergebnis pro Aktie von -11,80 Euro (Vorjahr: 3,44 Euro) entspricht. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2011 38,1 Prozent (Vorjahr: 45,5 Prozent).

Zum 31. Dezember 2011 lag ein konsolidierter Auftragsbestand von 119 Mio. Euro (Vorjahr: 158 Mio. Euro) vor, was einem Rückgang von 25 Prozent entspricht. Der Auslandsanteil des Auftragsbestands stieg um 36 Prozent auf 118 Mio. Euro (Vorjahr: 87 Mio. Euro) und steuerte 99 Prozent (Vorjahr: 55 Prozent) zum gesamten Auftragsbestand bei. Der um bereits im Bau befindliche Projekte bereinigte Auftragsbestand belief sich auf 44 Mio. Euro (Vorjahr: 42 Mio. Euro).

Quartalszahlen 2012

Im ersten Quartal 2012 stieg der Absatz von Solarmodulen um 28 Prozent auf 23 MW (Q1/2011: 18 MW) bei einem Umsatzwachstum von 17,0 Prozent auf 37,9 Mio. Euro (Q1/2011: 32,4 Mio. Euro). Der Auslandsumsatz wuchs mit 10,7 Prozent auf 25,8 Mio. Euro (Q1/2011: 23,3 Mio. Euro), und trug 68,1 Prozent (Q1/2011: 71,9 Prozent) zum Gesamtumsatz bei.

Das Segment Komponenten & Systeme steigerte den Umsatz um 13,5 Prozent auf 19,3 Mio. Euro (Q1/2011: 17,0 Mio. Euro) und steuerte 50,9 Prozent (Q1/2011: 52,5 Prozent) zum Konzernumsatz bei. Das Segment Kraftwerke erzielte einen Umsatz von 18,6 Mio. Euro (Q1/2011: 15,4 Mio. Euro), was einer Steigerung von 20,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Segment trug 49,1 Prozent (Q1/2011: 47,5 Prozent) zum Gesamtumsatz bei.

Das EBIT betrug nach drei Monaten -1,1 Mio. Euro (Q1/2011: -16,9 Mio. Euro). Die EBIT-Marge lag bei -2,9 Prozent (Q1/2011: -52,2 Prozent). Darin enthalten ist ein einmaliger positiver Ergebniseffekt aus der Veräußerung von 25 MW des Projekts Kazanlak (Bulgarien) an die Bosch Solar Energy AG. Ergebnis verbessernd wirkten sich darüber hinaus die im Rahmen der Restrukturierung getroffenen Maßnahmen zur Senkung der Personalkosten um 15,5 Prozent auf 6,0 Mio. Euro (Q1/2011: 7,1 Mio. Euro) und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 26,9 Prozent auf 4,9 Mio. Euro (Q1/2011: 6,7 Mio. Euro) aus.

Nach Steuern belief sich das Konzernergebnis im ersten Quartal auf -1,2 Mio. Euro (Q1/2011: -12,9 Mio. Euro). Das Ergebnis pro Aktie betrug -0,12 Euro (Q1/2011: -1,76 Euro).

Zum Ende des ersten Quartals lag der konsolidierte Auftragsbestand bei 113 Mio. EUR (Q1/2011: 178 Mio. Euro) und damit um 37 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Auslandsanteil des Auftragsbestands stieg um 14 Prozent auf 108 Mio. Euro (Q1/2011: 95 Mio. Euro) und steuerte 96 Prozent (Q1/2011: 53 Prozent) zum gesamten Auftragsbestand bei. Der um bereits im Bau befindliche Projekte bereinigte Auftragsbestand belief sich auf 35 Mio. Euro (Q1/2011: 52 Mio. Euro).

Dr. Bernd Köhler, Finanzvorstand der Phoenix Solar AG: „Mit dem Abschluss unseres neuen Konsortialkreditvertrags am 11. Mai ist die Phoenix Solar AG nun bis Ende März 2014 durchfinanziert, so dass wir uns – neben den Restrukturierungsmaßnahmen – wieder verstärkt auf das operative Geschäft konzentrieren können.“

Ausblick

Wie bereits per Ad-hoc Mitteilung vom 11. Mai 2012 mitgeteilt, plant die Phoenix Solar AG für das Geschäftsjahr 2012 einen Konzernumsatz in Höhe von 210 bis 240 Mio. Euro und ein EBIT von -25 bis -19 Mio. Euro. Dieses Ergebnis ist durch Sondereffekte aus der Restrukturierung und der Neufinanzierung belastet. Zudem schlagen nachlaufende Kosten z. B. aufgrund des Abbaus von Personalkapazitäten zu Buche. Für das Geschäftsjahr 2013 rechnet der Vorstand wieder mit steigenden Umsätzen im Bereich von 280 bis 310 Mio. Euro und einem EBIT von -5 bis 0 Mio. Euro. Aufgrund des erwarteten schwieriger werdenden Marktumfelds im Leitmarkt Deutschland soll die Internationalisierung weiter intensiv vorangetrieben werden. Die Schwerpunkte liegen dabei auf dem asiatischen Raum und Nordamerika.

Quelle: Phoenix Solar AG

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