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Blaubeuren, 27. April 2012, Die derzeitige politische Diskussion weist in eine Richtung, die der PV eine weit nachgeordnete Rolle einräumt. Dies wird mit den höheren Kosten gegenüber anderen erneuerbaren Energieträgern begründet. Dies ist mittel- bis langfristig gesehen ein kurzsichtiger Ansatz: Da sich Wind und Sonne ergänzen, sinkt beim Einsatz beider Technologien der Speicherbedarf sehr deutlich. Da Speicherung teuer ist, werden durch den kombinierten Einsatz von Wind und Sonne in einem überwiegend erneuerbar gespeisten Netz die Stromkosten erheblich gesenkt.

Andere Technologien (z.B. Biomasse/-gas, Wasser) stehen nicht ausreichend zur Verfügung, um die Sonne zu ersetzen. Wasserkraft kann nach heutigen Schätzungen unter 5 Prozent des Strombedarfs decken, Biomasse einschließlich Biogas unter 10 Prozent.

In Deutschland erzeugter Solarstrom wird schon in wenigen Jahren günstiger sein als Strom aus neuen konventionellen Kraftwerken

Die Kostensenkungspotenziale der PV sind noch lange nicht ausgereizt. Die neue Leitstudie des Bundesumweltministeriums prognostiziert Erzeugungskosten von unter 10 ct/kWh und somit nahezu Erzeugungsparität mit neuen fossilen Kraftwerken für die PV in 2020. Im Erzeugungsmix mit anderen erneuerbaren Energieträgern wird diese Kostenparität bereits für die Mitte dieses Jahrzehnts erreicht.

Ein weiterer Zubau wirkt sich auf die Verbraucherpreise kaum aus

Kürzlich erstellte Studien der Prognos AG und des Bundesumweltministeriums stellen fest, dass die Fortschreibung des Ausbaus entsprechend der Prognose der Übertragungsnetzbetreiber nur mehr geringe Auswirkungen auf den Strompreis für Endverbraucher (1,9 Prozent Steigerung bis einschließlich 2016) hat. Das bedeutet für einen Vier-Personenhaushalt in 2016 Mehrkosten von rund 1,75 Euro im Monat (Wir berichteten: Prognos AG - Strompreise steigen durch Photovoltaik bis 2016 um 1,9 Prozent oder doch um 40 Prozent?).

Photovoltaik trägt schon heute zu deutlicher Absenkung der Strompreise bei

Insbesondere bis vor kurzem noch teurer Spitzenlaststrom zur Mittagszeit wird durch die hohe solare Erzeugung deutlich günstiger. Insgesamt tragen die erneuerbaren Energien damit zu einem Rückgang der Preise für Strom an der Börse von durchschnittlich etwa 10 Prozent bei. Dies entspricht allein für die Photovoltaik einer durchschnittlichen Kosteneinsparung von 500 bis 800 Mio. Euro pro Jahr*.

Davon könnten alle Verbraucher profitieren, wenn diese gesenkten Einkaufspreise auch an sie weitergereicht werden. Andere profitieren von unserer Technologie Deutschland hat mit hohem Aufwand über Jahrzehnte hinweg in die Technologieentwicklung und die Serienreife der Photovoltaik investiert und sich eine weltweite Spitzenposition erarbeitet. Zugleich wurden dadurch für die Energieversorgung der Zukunft neue Perspektiven eröffnet. Mit der derzeitigen Stimmungsmache gegen die Photovoltaik-Industrie wird diese Spitzenposition leichtfertig aufs Spiel gesetzt und eine weitere Zukunftsbranche anderen zur Wertschöpfung überlassen.

* Studie des IZES Saarbrücken 2012: Bandbreite der Kostensenkung von 4,2 bis 6,8 Euro/MWh bei durchschnittlichem Peakpreis von 57 Euro/MWh

Quelle: AK Photovoltaik Baden-Württemberg

Kommentare   

+1 #1 AR 2012-04-30 07:22
Das sind gute Zahlen die aber keiner zu sehen bekommt.
Die Politiker verdrehen alles und die Solarindustrie-Deutschland stirbt.

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