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Berlin, 22. Mai 2012, Nichts gegen die Windenergie, aber was sich hier unser aalglatte Thomas Bareiß, der Koordinator für Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, an Forderungen erlaubt, grenzt an Kriminalität. Im Koordinationskreis Energie der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wurde zu einem Meinungsaustausch geladen. Aber lesen Sie selbst:

Exkurs: Bareiß ist gegen die Photovoltaik, da diese erstens überfördert wird und zweitens, die Strompreise in die Höhe treibt. Zudem führt die Überförderung laut Bareiß zu einem grenzenlosen Zubau an Photovoltaikanlagen. Auch gefährdet die Photovoltaik die Versorgungssicherheit. Von möglichen Blackouts ist die ganze Zeit die Rede.

Nun möchte der Atomlobbyist Bareiß sogar rechtliche Rahmenbedingungen setzen, dass die ambitionierten Ausbauziele der Offshore-Windenergie und die damit einhergehenden hohen Investitionen gestemmt werden können.

Thomas Bareiß: "Wir bekennen uns zu den ambitionierten Ausbauzielen der Offshore-Windenergie. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien spielt die Windenergie im Meer eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund ist es von elementarer Bedeutung, dass die richtigen rechtlichen Rahmenbedingungen gesetzt werden, um die hohen Investitionen zu stemmen. Bis zum Jahr 2030 sollen Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund 25.000 MW installiert werden. Dieses Ziel werden wir nur im Dialog mit allen Beteiligten erreichen."

Wir schreiben das Jahr 2012. Auf das Jahr bis 2030 umgerechnet würden jährlich in etwa 1,29 GW an Offshore-Windenergie zugebaut. Generell zu begrüßen. D.h. aber nicht, dass das auch so ist und durchgeführt wird. Nachdem was Bareiß fordert könnte es passieren, dass innerhalb weniger Jahre über 25 GW an Offshore-Windenergie zugebaut wird. Im Grunde genommen könnten schon im Jahr 2016 bzw. 2017 über 25 GW zugebaut sein. Das würde einem jährlichen Zubau an Windenergie von 5 GW bedeuten, und das nur Offshore! Andere erneuerbare Energiequellen in diesem Zeitraum sind noch nicht mitgerechnet. Jetzt stellen wir einen möglichen Blackout und einen grenzenlosen Zubau in den Raum...

Thomas Bareiß: "Deshalb begrüßen wir, dass die Bundesregierung noch vor der Sommerpause die Einführung einer Haftungsbegrenzung für Übertragungsnetzbetreiber beschließen möchte. Bisher haften die Netzbetreiber für Ausfälle, wenn die Offshore-Windanlagen zwar Strom erzeugen, der Strom aber aufgrund eines Leitungsschadens oder einer fehlenden Anbindung an Land nicht eingespeist werden kann. Dieses nicht versicherbare Risiko führt zu Zurückhaltung bei den Investoren. Denn nur wenn eventuelle unternehmerische Risiken vorhersehbar sind, fließt auch ausreichend Kapital in die Netzanschlüsse auf See."

Man würde sich wünschen, die Bundesregierung würde sich auch um die Photovoltaik-Investoren so bemühen. Die Bundesregierung gibt in der Photovoltaik einen Dreck auf eventuelle unternehmerische Risiken und sorgt sich auch nicht um eine mögliche Zurückhaltung bei den Investoren. Warum? Weil die Investoren in diesem Fall die großen Energiekonzerne sind. Und, wenn nicht die Netzbetreiber für Ausfälle haften, wer dann?

Thomas Bareiß: "Auch wurde deutlich, dass eine bessere Planung und Koordinierung für einen schnelleren und effizienteren Offshore-Ausbau von hoher Bedeutung ist. Deshalb sollte aus unserer Sicht ein Offshore-Masterplan aufgestellt werden, der den Ausbau der Netze und der Windanlagen besser aufeinander abstimmt. Ministerien und Netzbetreiber hoben die Bedeutung des Diskussionsprozesses in der „AG Beschleunigung“ hervor. Diese Arbeitsgruppe wurde vom Bundeswirtschaftsministerium ins Leben gerufen, um die Netzanbindung von Offshore-Windparks schneller voranzubringen. Sie ist ein wichtiges Forum, um den Ausbau gezielt voranzubringen."

Wie sagt sein Kollege Rösler immer "Energie muss bezahlbar bleiben!" und dann gründet dessen Ressort, das Bundeswirtschaftsministerium, eine Arbeitsgruppe, um die Netzanbindung von Offshore-Windparks schneller voranzubringen. Planungssicherheit, auch ein Lieblingswort von Bareiß. Wann wird dieser unfähige und unsoziale Mensch endlich abgesägt? So etwas darf doch nicht auf die Menschheit losgelassen werden.

Quelle: CDU/CSU

Kommentare   

#1 Cherub 2012-06-02 10:47
Die Windenergie vor der Küste ist grundlastfähig und eine wichtige Säule im erneuerbaren Energiemix.
Allerdings müssen auch hier die derzeit mit 15 ct/kWh recht hohen Einspeisevergütungen möglichst rasch zurückgefahren werden.

Es war ein Konstruktionsfehler des EEG, nicht von Beginn an bei der Photovoltaik einen Mindest-Eigenverbrauch von 20% im Gesetz zu verankern und vor allem Anlagen bis 10 kW Leistung deutlich besser zu stellen.

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