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Bozen, 23. Juni 2010 – Entscheidender Durchbruch für Südtirols Schlüsselbranche Erneuerbare Energie: Die Landesregierung in Bozen hat das Konzept für einen Wissens- und Technologiepark verabschiedet. Auf einem knapp zwölf Hektar großen Areal in Bozen werden sich ab 2014 Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen mit Schwerpunkt „Grüne Energien und Technologien“ ansiedeln.

Ziel des Parks ist es, Unternehmen bei der Projekt- und Innovationsentwicklung rund um erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu unterstützen. Das Land plant, rund 100 Millionen Euro in den Technologiepark zu investieren. Davon fließen rund 60 Millionen Euro in den öffentlichen Teil des Areals, der Forschungs- und Beratungseinrichtungen beherbergen wird. Die restlichen 40 Millionen Euro investiert das Land in den privaten Teil, auf dem sich Unternehmen ansiedeln sollen.

„Der Technologiepark ist ein Motor für die Entwicklung unseres Wirtschaftsstandorts, der auch über Südtirols Grenzen hinaus Zugkraft entfalten wird“, sagt Südtirols Wirtschaftslandesrat Thomas Widmann. „Die Entscheidung der Landesregierung setzt ein starkes Signal für unsere Region: Bei Green Technology wollen wir eine Vorreiterrolle übernehmen – und positionieren uns ganz oben in Italien.“

Optimale Infrastruktur für Energieforschung

Betreiber und Verwalter der ersten Schlüsseleinrichtung dieser Art in Südtirol ist der TIS Innovation Park, Spezialist für Unternehmensentwicklung. Partner bei der Vermarktung des Geländes ist die Standortagentur Business Location Südtirol (BLS). Sie wird geeignete Unternehmen aus dem In- und Ausland ansiedeln und mit kostenfreien Beratungsangeboten bei der Markterschließung unterstützen. Geplant ist ein Mix aus Wirtschaftsunternehmen, Forschungsinstitutionen, universitären Einrichtungen und Verwaltungsstandorten mit Branchenschwerpunkt nachhaltige Energielösungen. Mit der Architekturplanung des Technologieparks hat die Landesregierung den Bozner Claudio Lucchin und eine britische Gruppe beauftragt. Sie hatten einen Ideenwettbewerb im Vorfeld für sich entschieden.

Die ersten Unternehmen, die sich auf dem Gelände des Technologieparks ansiedeln werden, stehen bereits fest:

  • das Institut für Erneuerbare Energie an der Europäischen Akademie (EURAC)
  • die jüngst gegründete Fraunhofer Italia Research Konsortial-GmbH, eine Tochtergesellschaft der deutschen Fraunhofer-Gesellschaft
  • Teile der Fakultät für Wissenschaft und Technik der Freien Universität Bozen
  • das Institut für Innovative Technologien (IIT), als Schnittstelle zwischen öffentlicher Verwaltung, Forschungseinrichtungen und lokaler Wirtschaft
  • die KlimaHaus Agentur, Spezialist für energiebewusstes Bauen

Ausgangspunkt für den italienischen Markt

„Kurze Wege, unbürokratische Unterstützung und ein kontinuierlicher Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft – der Technologiepark bietet beste Voraussetzungen für Unternehmen, die von Südtirol aus den italienischen Markt für erneuerbare Energien erschließen möchten“, sagt Ulrich Stofner, Direktor der Business Location Südtirol. „Damit schaffen wir eine optimale Infrastruktur für Energieforschung und stärken Südtirols Position als Vordenker für Green Technology.“

In Sachen Energieeffizienz fängt Südtirol nicht bei Null an: Erneuerbare Energien sind eine Schlüsselbranche des Wirtschaftsstandorts. Schon heute bieten mehr als 100 Unternehmen von Südtirol aus eine breite Palette von Produkten und Lösungen an. „Südtirol gehört zu den Spitzenreitern bei der Anwendung und Umsetzung von Energietechnologien“, so Stofner. „Indem wir auch die Forschung zu erneuerbaren Energien gezielt fördern, schaffen wir weiteres Wachstumspotenzial für eine zukunftsweisende Branche.“

Quelle: Business Location Südtirol – Alto Adige

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