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Kassel, 06. September 2011, Bei einem Workshop auf dem Solarkongress der Internationalen Gesellschaft für Solarenergie (International Solar Energy Society) in Kassel haben führende Forschungsinstitute aus Europa und den USA in den vergangenen Tagen einen neuen Entwurf für einen Outdoor-Teststandard für Photovoltaikmodule verabschiedet. Mit dem Standard vereinheitlichen die Projektpartner des Exzellenznetzwerks DERlab (Distributed Energy Resources Laboratories) Langzeitmessungen von Solarmodulen unter realen Bedingungen auf internationaler Ebene. 

Reale Erträge messen 

„Der Bedarf an Messungen unter realen Bedingungen steigt. Darauf haben wir mit dem neuen Standard reagiert“, erklärt Professor Nikos Hatziargyriou, Chairman des DERlab-Workshops. Der Standard bietet mit der Langzeitmessung des tatsächlichen Energieertrags ein Verfahren zur energetischen Bewertung von Photovoltaikmodulen außerhalb der Laborbedingungen. 

Nach dem neuen Teststandard werden jeweils zwei Module mindestens ein Jahr lang parallel in Feldtests vermessen. Ein drittes, im Dunkeln gelagertes Modul dient als Vergleich. Die Messkarte zeichnet alle 15 Sekunden den Strom und die Spannung im optimalen Arbeitspunkt des Solarmoduls auf. Außerdem misst sie die Bestrahlungsstärke und die Modultemperatur und erfasst die gesamte Strom/Spannungskennlinie. 

„Mit dem neuen Standard schafft DERlab ein einheitliches Messverfahren, mit dem der Ertrag von Solarmodulen standortspezifisch an unterschiedlichen Orten und klimatischen Bedingungen direkt verglichen werden kann“, erläutert Roland Bründlinger, Vorsitzender des DERlab Vorstands. „Während die IEC-Normen speziell die Leistungsfähigkeit der einzelnen Systemkomponenten von Solarstromanlagen berücksichtigen, ist unser Ziel, das gesamte System als Einheit charakterisieren zu können. Daher wollen wir auch in Kürze den Wechselrichter mit einbeziehen.“ 

Bis zum 20. September nimmt DERlab Kommentare entgegen. Anfang Oktober veröffentlicht das Netzwerk den Standard. 

Quelle: Exzellenznetzwerk DERlab

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