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MdB Cornelia Behm (2.v.l.), Barnimer Landrat Carsten Bockhardt, Eberswalder Bürgermeister Friedhelm Boginski und Alexandra Walter, Sprecherin von Mp-tec

Eberswalde, 05. Februar 2010 - Gestern versammelten sich 60 Mitarbeiter der Mp-tec GmbH & Co.KG, größter Solarsystemanbieter der Neuen Bundesländer, sowie zahlreiche Handwerksunternehmen um fünf vor zwölf vor der Eberswalder Agentur für Arbeit. Mit bereits ausgefüllten Anträgen für Arbeitslosengeld wiesen sie auf die existenzbedrohenden Auswirkungen der angekündigten Kürzungen der Solarförderung zum 1. April und zum 1. Juli hin.

Die Aktion fand im Rahmen des bundesweiten Protests der Solarwirtschaft statt. Sie machte darauf aufmerksam, dass eine Absenkung der Solarförderung in dem geplanten Rahmen die Arbeitsplätze, die in den letzten Jahren – vor allem in den Neuen Bundesländern – entstanden sind, gefährden wird. Laut einer aktuellen Ifo-Studie sind die  ostdeutschen Solarunternehmen für 80 Prozent der gesamtdeutschen und für 20 Prozent der weltweiten Solarproduktion verantwortlich.

Initiiert wurde die Aktion vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW). Laut BSW sind rund 60.000 Beschäftigte bundesweit in der Solarindustrie beschäftigt und somit von den Plänen des Bundesumweltministers Norbert Röttgen direkt betroffen. Mp-tec fürchtet mit 4.000 bundesweit ansässigen Handwerkspartnern um die Folgen der drastischen Absenkung der Solarförderung.

Unterstützung erhielt das Unternehmen durch den Eberswalder Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP), den Landrat des Kreises Barnim – Carsten Bockhardt (CDU) sowie von Cornelia Behm (Die Grünen), Mitglied im Bundestag. Sie sprachen sich vor Ort für eine moderate Absenkung der Förderung aus, um die bereits geschaffenen Arbeitsplätze nicht zu gefährden. "Ich halte es für wichtig, dass der Protest gegen die Absicht der Bundesregierung, die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen so drastisch zu senken, laut erschallt. Es ist notwendig, dass die Konsequenzen, die sich daraus für den Klimaschutz, die Vorreiterrolle Deutschlands bei den erneuerbaren Energietechnologien und den Arbeitsmarkt ergeben, deutlich gemacht werden", so Cornelia Behm.

Michael Preißel, Geschäftsführer der Mp-tec GmbH & Co. KG, sagt: "Mit unserer Protestaktion wollen wir ein deutliches Zeichen setzen. Unzählige Arbeitsplätze, nicht nur in unserem Unternehmen, sondern auch in Partnerfirmen wie Handwerksbetrieben werden durch die geplanten Absenkungen der Solarfördergelder aufs Spiel gesetzt. Wir fordern daher eine Nachbesserung der Pläne."

Quelle: Mp-tec

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