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Göppingen, 11. Juni 2012, Das Unternehmen PV-Kraftwerker stellt auf der Intersolar den vollautomatischen Roboter Momo vor, der Freiland-Solarkraftwerke von alleine bauen soll. Bisweilen ist der Bau von Freiflächensolarparks weitgehend Handarbeit, deswegen hatte die PV-Kraftwerker GmbH & Co. KG schon lange Automatisierungsoptionen im Visier. Immer wiederkehrende Arbeitsschritte sollen nun durch Momo abgenommen werden.

PV-Kraftwerker - Roboter Momo

 

Bild: Roboter Momo bietet genug Platz für die originalen Transportbehälter des jeweiligen Herstellers.

Der mobile Montageroboter „Momo“

Genau aus diesem Grund umfasst der mobile Montage-Roboter „Momo“ sämtliche Arbeitsschritte und eignet sich besonders für die Freiflächenmontage, wo das Gelände oft unwägbar ist und die Distanzen groß sind.

Photovoltaikmodule im Magazin

Magaziniert mit den entsprechenden Photovoltaikmodulen, fährt der Roboter an die definierte Stelle, montiert die Solar-Einheit und fährt im Anschluß zur nächsten.

Eberhard Schulz, Geschäftsführer der PV-Kraftwerker GmbH & Co. KG: „Bei Momo gehen faktisch keine Module mehr zu Bruch, Fehlbohrungen an den Rahmen sind wegen der Programmierung komplett ausgeschlossen und auch Monteure/Solarteure kommen nicht mehr zu Schaden.“

Das entspreche einer Effizienzsteigerung von über 20 Prozent, prognostiziert der 42-jährige gelernte Landwirt. Auch Wartungs- und Reinigungsarbeiten sowie Rückbau von Solarkraftwerken fänden in ähnlicher Größenordnung statt.

Das mit Sensoren ausgerüstete Greifersystem ermöglicht die vollautomatische Montage auf vorhandener Aufständerung in beliebigem Gelände. Wahlweise auf dem Greifer oder dem Trägerwerkzeug positioniert, erfasst eine 3-D-Kamera den kompletten Montageprozess und justiert Abweichungen vom Standard millimetergenau nach. Dies können sowohl ungenaue Bohrungen im Rahmen als auch leicht versetzte Aufständerungen im Gelände, etwa wegen schwierigen Untergrunds, sein.

„Deshalb gleicht Momo schwieriges Gelände und Neigungen des Roboters fehlerfrei aus“, verdeutlicht Schulz, wie viel Intelligenz und Branchen-Know-how in seiner Technik stecken. Denn eine spezielle Interface-Software wandelt die vom Sensor erfassten Daten in Koordinaten um, die Momo lesen kann. Greifer und Kamera sind wiederum so aufeinander abgestimmt, dass sie zuverlässig und schnell die Positionen auf der Aufständerung erfassen und das Modul präzise montieren. Dieser Vorgang wiederholt sich je nach Größe eines PV-Kraftwerks 100.000-fach. Dabei legt der autonome Montage-Roboter bis zu 70 Kilometer zurück.

Auch bei der Demontage eines Photovoltaik-Kraftwerks kann Momo eingesetzt werden. Das Montagesystem arbeitet dann einfach im umgekehrten Zyklus. Die Module können so erneut verwendet werden, weil sie unbeschädigt bleiben. Eine weitere Variante des Greifersystems kann Module im Dauerbetrieb auch pflegen und warten. Der Roboter samt digitaler Technik arbeitet batterie- oder generatorbetrieben. Momo kann jeweils Module für sechs Quadratmeter Kollektorfläche und 140 Kilogramm Gewicht laden. Eine standardisierte Schnittstelle zum schnellen Greiferwechsel ist vorhanden, so dass eine witterungsunabhängige Montage über 24 Stunden möglich ist.

Quelle: PV-Kraftwerker

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