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Berlin, 02. Januar 2013, Die "Mittelstandsinitiative Energiewende" wurde zu Jahresbeginn 2013 gestartet. Es handelt sich dabei um eine gemeinsame Initiative des BMWi, des BMU, der DIHK und der ZDH. Im Oktober 2012 wurde bei der Bundespressekonferenz (Wir berichteten: Mittelstandsinitiative Energiewende - Wann schalte ich eine Kaffeemaschine an?) groß angekündigt, das mittelständische Unternehmen über diese Initiative konkrete Unterstützung, beispielsweise zur Energieeinsparung, erhalten sollen. Zudem soll der Mittelstand mit fachkundigen Informationen und Expertisen rund um die Energiewende unterstützt werden.

Mit dem Start der Initiative zu Jahresbeginn wurde eine vom DIHK und vom ZDH getragene Servicestelle „Mittelstandsinitiative Energiewende“ eingerichtet. Wie das BMU weiter berichtet, können sich dort mittelständische Unternehmen ab sofort über Förder- und Beratungsmöglichkeiten vor Ort informieren. Konnte uns die Servicestelle helfen bzw. unterstützen?

Wir haben den Test gemacht

Auf dem Portal www.mittelstand-energiewende.de gibt es eine Möglichkeit, seinen Namen sowie seine Rufnummer zu hinterlegen. Der Rückrufservice kann kostenfrei angefordert werden. Als wir die Daten ausgefüllt und abgeschickt haben, kam innerhalb von nur 10 Minuten ein Rückruf.  Vorbildlich! Es meldete sich ein freundlicher Herr. Auf die Frage, welche generellen Möglichkeiten unser Unternehmen denn jetzt hätte, haben wir keine zufriedenstellende Antwort erhalten. Eigentlich konnte auf unser Anforderung, Energie einsparen zu wollen, überhaupt nicht eingegangen werden.  

Woran liegt das? Wohl eher nicht daran, dass etwa der nette Herr am Telefon inkompetent ist bzw, war. Nein, die Mittelstandsinitiative Energiewende wurde zwar gerade offiziell eröffnet, der angebotene Service steht aber noch nicht. Im Gegenteil: So gut wie nichts steht. Die Mitarbeiter können Interessenten noch überhaupt nicht helfen, denn ihnen fehlen fast alle Informationen, mit denen sie den Mittelständlern helfen könnten. Wie sollen die Mitarbeiter der Mittelstandsinitiative Energiewende die Mittelständler zufriedenstellend beraten und informieren, wenn noch nicht einmal das Arbeitsmaterial vorhanden ist? "Ab sofort" kann sich also dort noch kein mittelständisches Unternehmen über Förder- und Beratungsmöglichkeiten informieren. Ein typischer politischer Schnellschuss!

Wie uns der Herr mitteilte, würde zukünftig Licht in das Reich des Förderdschungels gebracht. Soll heißen; die Initiative trägt alle angebotenen Förderungen zentral zusammen und schlägt diese den Mittelständlern vor, sofern sie denn die Anforderungen erfüllen. Er hätte uns nur zu gern geholfen, ihm waren aber auf Grund fehlender Informationen die Hände gebunden. Da stellt sich doch die Frage, warum die Initiative halbfertig gestartet ist?

Schnell mal eine Bundespressekonferenz einberufen, den Start einer Initiative verkünden, eine Internetseite zusammenschustern, Mitarbeiter irgendwelche Fragen beantworten lassen - die sie wegen mangelnder Infos nicht beantworten können - und den Eindruck erwecken, dem Mittelstand helfen zu wollen. Hurra, das ist die Mittelstandsinitiative Energiewende.

Quelle: BMU

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