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Baar, 15. September 2010, Meyer Burger steigerte im ersten Halbjahr 2010 den Nettoumsatz um 67% auf CHF 356.9 Mio. (Vorjahreszeitraum: CHF 213.4 Mio.). Davon sind 36% auf organisches und 31% auf fusions- bzw. akquisitionsbedingtes Wachstum zurückzuführen. Der EBITDA erreichte CHF 64.6 Mio. mit einer Marge von 18.1% und der EBIT stieg um 161% auf CHF 34.4 Mio. mit einer Marge von 9.6%. Meyer Burger schliesst das erste Halbjahr 2010 mit einem Konzernergebnis von CHF 23.6 Mio. ab, dies entspricht einer Steigerung von 95% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das Unternehmen ist sehr solide finanziert: Per 30. Juni 2010 werden eine Bilanzsumme von CHF 916.3 Mio. und flüssige Mittel von CHF 164.8 Mio. ausgewiesen. Das Eigenkapital belief sich auf CHF 574.5 Mio. mit einer Eigenkapitalquote von 62.7%. Die Meyer Burger Gruppe ist mit ihren Produkten und Technologien optimal positioniert und geht in den kommenden Jahren von einem anhaltend kräftigen und nachhaltigen Wachstum aus. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet Meyer Burger einen Nettoumsatz von rund CHF 730 Mio. und eine EBITDA Marge von 15-17%.

Meyer Burger Technology AG (SIX Swiss Exchange: MBTN) hat im ersten Halbjahr 2010 sehr gute Resultate erzielt und konnte ihre herausragende Marktposition in der Photovotaik-Industrie weiter ausbauen. Ein Umsatzanstieg von 67%, höhere Gewinnmargen, gute Cashflows und eine solide Bilanzstruktur verdeutlichen die gesunde Verfassung der Meyer Burger Gruppe.

Starkes Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz

In der Solarbranche hat sich die Finanzierungssituation von verschiedenen Grossprojekten, welche einen substanziellen Ausbau der Kapazitäten bei den Solarzellen-Herstellern in den Jahren 2011-2013 vorsehen, im ersten Halbjahr 2010 wieder normalisiert. Meyer Burger ist es gelungen, in diesem Umfeld diverse Grossaufträge zu gewinnen. Das Unternehmen verzeichnete im Berichtszeitraum ein Volumen an neu erteilten Aufträgen von CHF 590.1 Mio. Der Auftragsbestand lag per 30. Juni 2010 bei CHF 770.0 Mio. und bildet erneut eine hervorragende Ausgangslage für die Gesamtentwicklung in den Geschäftsjahren 2010/2011.

Der Nettoumsatz stieg im ersten Halbjahr 2010 um 67% auf CHF 356.9 Mio. gegenüber CHF 213.4 Mio. im Vorjahr. Der Umsatzzuwachs setzt sich zusammen aus 36% organischem und 31% fusions- bzw. akquisitionsbedingtem Wachstum. In der Berichtsperiode wurden 71% des Nettoumsatzes mit Kunden in Asien erwirtschaftet, 22% entfielen auf europäische Kunden und 7% wurden mit Kunden in den USA erzielt.

Erhöhte Profitabilität

Der Bruttogewinn hat sich im ersten Halbjahr 2010 mit CHF 164.9 Mio. gegenüber CHF 76.4 Mio. im Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Die Bruttomarge stieg auf 46.2% gegenüber aussergewöhnlich tiefen 35.8% im ersten Halbjahr 2009 und 40.4% im Gesamtjahr 2009. Der Margenanstieg ist mehrheitlich auf die hohen Produktionsvolumina im Werk Thun, Leverage auf den Fixkosten in der Produktion sowie einen leicht veränderten Produktemix zurückzuführen.

Der Personalaufwand stieg im Berichtszeitraum auf CHF 62.4 Mio. gegenüber CHF 31.3 Mio. im Vorjahr. Per 30. Juni 2010 belief sich der Personalbestand auf 1’125 Vollzeitstellen einschliesslich 300 Stellen durch die Fusion mit der 3S Gruppe. Der Betriebsaufwand erhöhte sich auf CHF 37.9 Mio. gegenüber CHF 20.9 Mio. im Vorjahr. Dieser Anstieg ist vor allem auf volumenbedingt höhere Frachtkosten, zusätzliche Kosten als Folge der Erweiterung der Unternehmensgruppe und M&A Ausgaben im Zusammenhang mit der Fusion mit 3S Industries AG zurückzuführen.

Der EBITDA belief sich im ersten Halbjahr 2010 auf CHF 64.6 Mio. mit einer überdurchschnittlichen EBITDA Marge von 18.1%, gegenüber einem EBITDA von CHF 24.2 Mio. und einer Marge von 11.4% im Vorjahreszeitraum. Auf Stufe EBIT erzielte Meyer Burger einen Gewinnanstieg von 161% auf CHF 34.4 Mio. gegenüber CHF 13.2 Mio. im ersten Halbjahr 2009. Die EBIT Marge erhöhte sich um 3.4 Prozentpunkte auf 9.6%.

Die starke Abschwächung des Euro zum Schweizer Franken hat per 30. Juni 2010 zu einer deutlich tieferen Bewertung von Inter-Company Darlehen der Meyer Burger Technology AG an ausländische Tochtergesellschaften geführt. Im ausgewiesenen Finanzaufwand von CHF 16.6 Mio. sind nicht realisierte Wechselkursverluste in Höhe von CHF 14.3 Mio. netto enthalten, die mehrheitlich im Zusammenhang mit diesen Inter-Company Darlehen stehen. Durch die rückwirkend geltende Steuererleichterung, welche die eidgenössische und kantonale Steuerverwaltung der Tochtergesellschaft Meyer Burger AG gewährte, ergab sich im ersten Halbjahr 2010 ein einmaliger positiver Effekt auf den Ertragssteuern von rund CHF 10.4 Mio. und eine Reduktion auf dem Steueraufwand für die Berichtsperiode von rund CHF 7.5 Mio. Die Erfolgsrechnung des ersten Halbjahres 2010 enthält somit einen Steuerertrag von CHF 5.6 Mio. gegenüber einem Steueraufwand von CHF 4.7 Mio. in der Vorjahresperiode.

Meyer Burger schliesst das erste Halbjahr 2010 mit einem Konzernergebnis von CHF 23.6 Mio. ab, dies entspricht einer Steigerung von 95% gegenüber CHF 12.1 Mio. im ersten Halbjahr 2009.

Äusserst solide Bilanz

Per 30. Juni 2010 wies Meyer Burger eine Bilanzsumme von CHF 916.3 Mio. aus. Der hohe Bestand an flüssigen Mitteln und die guten Cashflows ermöglichten es dem Unternehmen, im Juni 2010 einen Anteil von CHF 29.2 Mio. des im September 2009 vereinbarten Syndikatskredits frühzeitig zurückzuzahlen und zudem weitere CHF 6.9 Mio. an Bankverbindlichkeiten zu begleichen. Nach diesen Rückzahlungen beliefen sich die flüssigen Mittel per 30. Juni 2010 auf CHF 164.8 Mio. Das Eigenkapital erhöhte sich auf CHF 574.5 Mio., dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 62.7%.

Integration der 3S Gesellschaften verläuft planmässig

Die Integration der Geschäftsaktivitäten der 3S Gesellschaften verläuft planmässig und wird gegen Ende 2010 weitgehend abgeschlossen sein. Während der ersten Jahreshälfte lagen die Prioritäten vor allem auf der Verschmelzung des Service- und Vertriebsnetzes und einem einheitlichen Markenauftritt der verschiedenen Technologien der Gruppe. Erste Vertriebserfolge konnten in China verbucht werden, dort werden heute 3S Produkte und Lösungen erfolgreich durch die bestehende Organisation den Kunden angeboten.

Als weltweit tätige Technologiegruppe, welche die wesentlichen Technologieschritte in der Wertschöpfungskette vom Solarsilizium bis zur fertigen Solaranlage abdeckt, misst Meyer Burger der Vernetzung und Integration der verschiedenen Technologien entlang der Wertschöpfungskette der Solarindustrie höchste Bedeutung zu. Diverse Cross-Selling Aktivitäten in der Gruppe führten im ersten Halbjahr 2010 zu gemeinsamen Kundenaufträgen. Die Diamantdraht-Technologie wird weiterentwickelt und in der Zwischenzeit laufen verschiedene Tests auf Kundeninstallationen, vorwiegend in Europa und den USA. Die Meyer Burger Gruppe ist überzeugt, dass durch den Einsatz von Diamantdraht in Trenn- und Drahtsägen die Solarzellen-Hersteller eine weitere signifikante Reduktion der Herstellkosten erzielen können. Entsprechend intensiv werden die Entwicklungs- und Einführungsaktivitäten in diesem Bereich vorangetrieben.

Ausblick

Generell bleibt es schwierig, die mittelfristigen Auswirkungen der hohen Staatsdefizite, turbulenten Wechselkursentwicklungen und der Verteuerung einzelner Rohstoffe auf die konjunkturelle Situation klar einzuschätzen. Aus heutiger Sicht scheint jedoch der Finanzierungsengpass bei den Solarzellen-Herstellern überwunden zu sein und verschiedene Kunden planen weitere Wachstumsschritte. Die Meyer Burger Gruppe ist mit ihren Produkten und Technologien optimal positioniert, um von diesem Wachstum nachhaltig zu profitieren.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2010 erwartet Meyer Burger aufgrund der Umsatzrealisierung einiger Grossprojekte einen Nettoumsatz in der Grössenordnung von rund CHF 730 Mio. und eine EBITDA Marge von zwischen 15-17%. Langfristig bleibt das Unternehmen für die Solarbranche wie für die Meyer Burger Gruppe positiv gestimmt und geht in den kommenden Jahren von einem anhaltend kräftigen und nachhaltigen Wachstum aus.

Quelle: Meyer Burger Technology AG

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