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Berlin, 21. März 2011, Laut Atomgesetz kann der Betreiber überzählige Strommengenkontingente von stillgelegten Atomreaktoren auf eine jüngere Anlage übertragen, die dann entsprechend länger laufen kann. Ziel der Regelung war es, die Betreiber zu animieren, die ältesten Anlagen schneller vom Netz zu nehmen.

Schwarz-Gelb hat allen AKW im vergangenen Jahr große Mengen zusätzlicher Stromkontingente genehmigt. Damit können die alten Anlagen 8 Jahre, die neueren (ab 1980) 14 Jahre länger laufen.

Würden die ältesten 7 Anlagen tatsächlich in Kürze stillgelegt, so könnten die Betreiber diese riesigen unverbrauchten Strommengen auf jüngere Kraftwerke übertragen. Wegen der Laufzeitverlängerung hätte die Übertragungsregel jetzt die absurde Folge, dass andere AKW bis über 2050 hinaus betrieben werden könnten.

Beispiele:

  • Mit den Strommengen von Neckarwestheim 1 und Philippsburg 1 könnte der Betreiber EnBW die Laufzeit von Neckarwestheim 2 von bisher 2035 bis 2051 weiter verlängern.

  • Mit den Strommengen von Biblis A und Biblis B könnte der Betreiber RWE die Laufzeit des AKW Emsland von bisher 2033 bis 2051 weiter verlängern.

Ausstiegsdaten von Atomkraftwerken

Quelle: Bundestag Bündnis 90/Die Grünen

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