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Triefenstein, 30. Dezember 2011, Unfassbar mit welchen Forderungen unsere Politiker eine ganze Branche mutwillig zerstören möchten. Ohne Hirn und ohne Verstand! So sagte Unionsfraktionsfize Michael Fuchs (CDU) gegenüber dem Handelsblatt am 29.12.2011, "Der Photovoltaik-Zubau müsse auf 500 Megawatt installierter Leistung pro Jahr begrenzt werden".

Auch der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion Joachim Pfeiffer (CDU) sagte gegenüber dem Handelsblatt: „Der Anstieg bei der Solarstromproduktion verdeutlicht, dass die Entwicklung völlig aus dem Ruder läuft. Ich erwarte von der Regierung, dass sie ihre Zusage zur Begrenzung des Kostenanstiegs einhält“.

Und das alles nur, weil unsere Solarstromproduktion um 60 Prozent in diesem Jahr gewachsen ist. Eigentlich erfreulich, denn der atmende Deckel sorgt dafür, dass die Einspeisevergütung auf Grund des Zubaus im nächsten Jahr um 15 Prozent gesenkt wird. Eine weitere Senkung der Einspeisevergütung wäre daher nicht notwendig.

Das Asien-Problem

Sollte dieser Deckel Realität werden, so würde das einer Massenvernichtung deutscher Solarunternehmen gleich kommen. Fuchs begründet seine Forderung darin, dass damit Jobs in China und Malaysia, nicht aber in Deutschland gesichert werden würden. Selbst mit einem 500 MW-Deckel wäre dieses Problem nicht gelöst, denn der momentane Marktanteil der Asiaten wäre bei diesem Deckel anteilsmäßig genauso groß. Zudem würde gerade ein 500 MW-Deckel dafür sorgen, dass deutsche Solarunternehmen verstärkt in zielrelevante Märkte auswandern. Der Deckel würde das Problem also zusätzlich verschärfen.

Man kann also nur hoffen, dass der asiatische Markt an Fahrt gewinnt und dadurch die Asiaten mit ihren Märkten beschäftigt sind. Dies würde die deutschen Solarunternehmen wieder stärken.

Anstatt mit Lösungen daher zu kommen, werden inkompetente Forderungen in den Raum geworfen. Auch sei der Anteil von drei Prozent, die die Photovoltaik an der Stromproduktion beiträgt, laut Fuchs irrelevant.

Diese hirnrissige Forderung für einen 500 MW-Deckel kann nur von einem Politiker kommen der im August 2010, als einer von 40 Unterzeichnern des Energiepolitischen Appells (einer Lobbyinitiative der vier großen Energiekonzerne), um die Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke kämpfte. Wenn Michael Fuchs ehrlich wäre, würde seine Forderung wohl lauten "Die Solarbranche muss sterben".

Das Michael-Peter-Fuchs-Prinzip

Michael Fuchs ist wahrscheinlich einer von vielen Politikern, die sich das Peter-Prinzip zu nutze gemacht haben. „In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte und Politiker dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit/Inkompetenz aufzusteigen.“

Bravo Herr Fuchs, weiter geht es nicht, Sie sind ganz oben angekommen...

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

Kommentare   

+1 #7 Sonnenanbeter 2012-01-04 15:09
Wenn RWO, EON, ENBW oder Vattenfall husten, dann bekommt unsere Regierung eine mittelschwere Lungenentzündung.

In Berlin schwirren gar zu viele der Lobbyisten herum, die sich für die Belange der Ihnen ein nicht all zu kleines Honorar in die Tasche schiebenden Industrie Lautstark melden.

Schade, dass der Grüne Gedanke nach Fukushima so schnell wieder ins Vergessen gerät. Was muss noch alles passieren, damit ein nachhaltiges Umdenken und auch dazugehörige Handeln sich nicht nur in der breiten Masse des Volkes sonder auch bei der Regierung (Die Fahnen wehen im Wind und zeigen die populäre Windrichtung an) ankommt und auch umgesetzt wird.

Nur, wenn signifikant mehr MW/Jahr installiert werden geht auch der Preis für die kWh auf ein Maß zurück, dass irgendwqnn ein Pari entsteht und dann haben wir es geschafft, Energie, die wirklich sauber und auch dann preisgünstig ist.

Also Stromanbieter wechseln und so Druck aufbauen ;-)
+1 #6 andrzej 2012-01-04 09:34
RWE und Eon regieren in Deutschland.
#5 Udo Kölle 2012-01-03 15:39
Das wird Röttgen niemals, denn Röttgen ist Marionette und Spielball in einem. Entweder er hat einen Arsch in der Hose, oder er soll gleich seinen Posten räumen. Was macht eigentlich unser ach so toller Bundesverband BSW-Solar? Drehen die Däumchen oder was? Für was zahlen wir eigentlich Mitgliedsbeiträge? Ich werde langsam stinksauer!
+1 #4 M. Mutz 2012-01-03 15:34
Nach der anhaltenden Diskussion über die Deckelung der Photovoltaik kann man nur hoffen, dass Herr Röttgen den sich übertreffenden Forderungen aus der eigenen Partei stand hält.
+1 #3 U. M. Haller 2012-01-03 09:03
Es zeigt doch auch bei diesen Äußerungen klar, wes Geistes Kind diese Sorte Politiker sind. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Atomlobby in Gestalt der "Big 4" Ihre Arbeit bestechend gut gemacht hat. Wann endlich wachen die deutschen Bürger/innen auf und strafen diese unsäglich inkompetente, nur auf eigenen Vorteil bedachte und teilweise kriminelle Politikerkaste ab?
Herzliche Grüße aus BaWü.
+1 #2 Laura Sommer 2012-01-02 09:15
Letztendlich möchte doch jeder Politiker etwas zu einem Thema sagen, nur um die angebliche Kompetenz in den Vordergrund zu stellen. Was dabei herauskommt sieht man ja.

Die kennen sich doch noch nicht mal richtig in ihrem eigenen Resort aus. Wir brauchen eine neue Regierung. Ganz einfach.
+2 #1 Fachzeitschrift 2012-01-02 06:36
Sehr geehrter Herr Ziegler,

der Bericht trifft den Nagel auf den Kopf. Die Mischung aus Sarkasmus und bestechender Realität machen den Photovoltaik-Guide zu einen meiner Lieblingsportale. Leider darf ich als Chefredakteur für eine Fachzeitschrift aus dem Bereich EE derart gelagerte Berichte nicht verfassen und veröffentlichen. Deshalb freue ich mich immer wieder auf Ihre Berichte.

Mit kollegialen Grüßen
Ein unbekannter Kollege einer Fachzeitschrift, die nicht genannt werden darf.

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