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Marktentwicklung

Der Photovoltaik-Spezialist IBC SOLAR baut sein Geschäft in Europa mit einer Repräsentanz in Prag weiter aus. Dadurch will sich das deutsche Photovoltaik-Unternehmen den tschechischen Markt erschließen, indem es ein Netzwerk an Installationspartnern aufbaut sowie sein Großprojektgeschäft weiter vorantreibt.

Um Geschäftspartner zu gewinnen, wird IBC SOLAR Workshops und Seminare anbieten, die die Chancen solarer Energiegewinnung aufzeigen und Best Practices teilen, die der deutsche Photovoltaik-Experte innerhalb seiner 27 jährigen Firmengeschichte gesammelt hat.

Das Büro wird von Gerhard Travnicek geleitet, der im Juni 2008 bei IBC SOLAR an Bord gekommen ist, um neue PV-Märkte in Osteuropa zu erschließen. Nachdem er erste Partnerschaften von der deutschen Firmenzentrale aus aufgebaut hat, gründete IBC SOLAR eine lokale Repräsentanz, um Installationspartner in diesem attraktiven PV-Markt direkt bedienen zu können. Als regionaler Geschäftsführer für die Tschechische Republik und die Slowakei wird er dort die Geschäfte von IBC SOLAR verantworten.

„Das Langzeitziel von IBC SOLAR ist es, ein flächendeckendes Netzwerk von Fachpartnern in der Tschechischen Republik aufzubauen“, erklärt Gerhard Travnicek. “Wir wollen mit lokalen Partnern unser Know-how austauschen und die vielen Einsatzmöglichkeiten von Photovoltaik aufzeigen. Eine enge Kooperation bringt Vorteile für alle Parteien mit sich: wir profitieren von der Erfahrung vor Ort und den Beziehungen unserer Installationspartner und unsere tschechischen Partner können auf unsere technische Kompetenz und unser globales Lieferantennetzwerk

zurückgreifen.”

Die regionalen Voraussetzungen sind in Tschechien für photovoltaische Stromgewinnung vielversprechend: So sind die Einstrahlungswerte vergleichbar mit denen in Süddeutschland. Darüber hinaus sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Photovoltaik-Anlagen in Tschechien attraktiver als in Deutschland: Schließlich wird dort jede ins Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom mit bis zu 12,89 CKR (tschechische Kronen), also umgerechnet rund 49,6 Euro Cent vergütet – zum Vergleich: in Deutschland sind es maximal 43,01 Cent.

Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, den produzierten Solarstrom selbst an Ort und Stelle zu verbrauchen. Jede selbst genutzte Kilowattstunde wird dann, rechnet man die Ersparnis des nicht vom Netzbetreiber abgenommenen Stroms hinzu, mit insgesamt über 50 Cent vergütet. Diese Vergütung muss jedes Jahr neu beantragt werden und ist an die aktuelle Entwicklung des Strompreises gebunden.

„Die tschechische Einspeisevergütung auch für kleinere PV-Anlagen mit einer Leistung bis 30 Kilowatt peak ist ein wirklich großer Anreiz für Privathaushalte, selbst Energieversorger zu werden“, erklärt Gerhard Travnicek, Geschäftsführer für Tschechien und Slowakei bei IBC SOLAR.

„Durch diese Regelung der Vergütung hat die tschechische Regierung den Grundstein für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien gelegt. Sie trägt damit wesentlich dazu bei, dass sich in der EU erneuerbare Energien immer weiter durchsetzen.“

Quelle: IBC SOLAR AG

Über alle Produktionsstufen hinweg, produzieren chinesische Solarunternehmen über 40 Prozent günstiger als deutsche oder europäische Solarunternehmen. Das daraus wachsende Problem: Chinesische Solarmodule überschwemmen den europäischen Solarmarkt und verursachen hierzulande einen ungesunden Preissturz.

Die sich nach unten drehende Kostenschraube führt zu Dumpingpreisen, mit denen sich deutsche Unternehmen auseinandersetzen müssen und oftmals nicht mithalten können. Die massive Einsparung ist nicht nur den geringen Lohnkosten in China beizumessen, sondern ist auch bei den geringen Prozesskosten anzusiedeln.

Die Materialien für den Bau von Produktionsstätten sind in China weitaus billiger, die Umweltauflagen sind bei weitem nicht so streng, der Staat subventioniert im zweistelligen Prozentbereich und die Maschinen werden unter anderem aus Deutschland bezogen. Da viele deutsche Maschinenhersteller wegen der hohen Absatzflaute Preisabschläge bei den Maschinen hinnehmen mussten, kaufen die Chinesen deutsche innovative Technik kostengünstig ein.

Die Folge ist eine kosteneffiziente und schnelle Produktion. Wenn deutsche Solarhersteller sich nicht schnell genug von der chinesischen Konkurrenz abheben, baut China seinen Marktanteil deutlich aus und lässt keine großen Margen mehr erwarten. Gerade deswegen sollten deutliche Abgrenzungen in den Bereichen Qualität, Service, Garantien und Gewährleistung zum Wettbewerb aus China durchgeführt werden.

Wie gleichzeitig aus Insiderkreisen bekannt geworden ist, können viele deutsche Hersteller für dieses Jahr keine Solarmodule mehr liefern. Das betrifft unter anderem aleo solar. Zudem ist ein Preisanstieg, aufgrund der hohen Nachfrage, bei deutschen Solarmodulen zu erwarten. Einige Hersteller haben ihre Preise schon nach oben korrigiert. Somit steigt auch die Differenz der Kosten zwischen deutschen und chinesischen Solarmodulen. Bleibt abzuwarten, bis wann die chinesischen Hersteller ebenfalls ihre Preise nach oben korrigieren.

Quelle: Michael Ziegler, freier Berater

Das weithin prognostizierte Branchensterben im Solarsektor ließ bisher auf sich warten. Im kommenden Jahr soll es nun jedoch soweit sein und sogar noch dramatischer ausfallen als bislang angenommen.

Rund die Hälfte der weltweiten Hersteller dürften 2010 nicht überleben, wie US-Medien unter Berufung auf Daten des Marktforschungsunternehmens The Information Network berichten. "Wir erwarten Konsolidierungserscheinungen in der Solarbranche, allerdings bei Weitem nicht in dem Ausmaß", stellt Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, im Gespräch mit pressetext klar.

Die Finanzkrise habe besonders zu Verzögerungen bei Großprojekten geführt, wovon Deutschland weniger betroffen sei als andere Länder. Zudem schrumpfte mit dem Einbruch des spanischen ein wichtiger Absatzmarkt spürbar. "Für die kommenden zwei Jahre sehen die Prognosen mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von rund 15 Prozent dennoch recht zuversichtlich aus", meint Körnig.

Der Analyst Robert Castellano erkennt in der krisenbedingten Überproduktion die Ursache für die massiven Turbulenzen des Sektors. Besonders das schnell wachsende Angebot aus der stark geförderten chinesischen Solarwirtschaft sei dafür ausschlaggebend.

Mittlerweile geht die Branche sogar einem Dumpingverdacht aus China nach. "Einige asiatische Modulhersteller verkaufen derzeit anscheinend unter ihren effektiven Herstellungskosten", heißt es in einem Hintergrundpapier des BSW. Durch Förderungen und günstige Finanzierungsmöglichkeiten könnten den chinesischen Anbietern Wettbewerbsvorteile geschaffen worden sein. Erhärtet sich der Verdacht, soll eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht werden.

"Im vergangenen Jahr hat der Solarmarkt schlagartig von einem Nachfrage- zu einem Angebotsüberhang gedreht. In China muss sich in den kommenden Jahren jedoch erst zeigen, welche Anbieter genügend Kraft aufweisen, um auf dem europäischen Markt mit seinem hohen Qualitätsniveau bestehen zu können", sagt Körnig im pressetext-Gespräch.

Allerdings zerstreuen die chinesischen Konkurrenten ein lange Zeit gültiges Verkaufsargument der westlichen Modulhersteller zunehmend. Mittlerweile ist die Qualität von Markenmodulen aus China mit der europäischen oder amerikanischen vergleichbar. "Um weiterhin erfolgreich zu expandieren, muss die deutsche Solarwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette ihre Anstrengungen weiter verstärken, die Produktionskosten zu senken", so der BSW.

Die Solarfirmen haben Castellano zufolge im Krisenjahr 2009 riesige Lagerbestände aufgebaut und enorme Überkapazitäten geschaffen. Zudem setzt der seit Monaten anhaltende Modulpreisverfall den Herstellern zu. Gerade angesichts der nunmehr niedrigen Preise steigt jedoch das Interesse an den Solarmodulen wieder spürbar an.

So sind etwa die Energiekonzerne auf den Geschmack der alternativen Energieform gekommen, da sich Investitionen mittlerweile stärker rentieren als bisher. Den Stromversorgern dürfte daher eine Schlüsselrolle im Wettbewerbsdruck der Solarfirmen zukommen. Allein E.ON plant bis 2011 Ausgaben im Bereich Erneuerbare Energien in Höhe von rund acht Mrd. Euro.

Ein hoher Anteil davon soll auf die Photovoltaik entfallen. "Wir begrüßen jedes Engagement vonseiten der konventionellen Energiewirtschaft. Dieses muss sich aber erst beweisen. Die Produktion von Solartechnik für dezentrale Kleinkraftwerke erfordert ein Umdenken und passt nicht automatisch ins Kerngeschäft jedes Energieriesen", erklärt Körnig. Es bestehe nach wie vor die Frage, wie schnell die Energieversorger stärker auf den neuen Markt umsatteln. Es gebe jedoch kaum Zweifel daran, dass dies "früher oder später" der Fall sein werde.

Redakteur: Manuel Haglmüller

Quelle: Pressetext

Kurth: "Zahlen unterstreichen die zunehmende Bedeutung der Erneuerbaren Energien in Deutschland"

Die Bundesnetzagentur hat heute die Zahlen zum Wälzungsmechanismus nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für das Berichtsjahr 2007 veröffentlicht. Im "Statistikbericht EEG Jahresendabrechnung 2007" werden die wesentlichen Ergebnisse der von der Bundesnetzagentur durchgeführten EEG-Datenüberprüfung in aggregierter Form zur Verfügung gestellt.

"Die veröffentlichten Zahlen unterstreichen die zunehmende Bedeutung der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Die eingespeiste und nach dem EEG vergütete Strommenge ist um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen", betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, anlässlich der Veröffentlichung des Berichts.

Dem Bericht liegt eine erstmalig anlagenscharf durchgeführte Datenabfrage bei den Verteilnetzbetreibern zu Grunde, mit der eine Zuordnung der gemeldeten Daten zu Bundesland und Spannungsebene möglich war. Darüber hinaus ließ sich durch die detaillierte Abfrage die installierte Leistung der nach dem EEG vergüteten Anlagen zum 31. Dezember 2007 in Leistungsklassen unterteilen. "Für die Marktteilnehmer und die Öffentlichkeit dürfte insbesondere die Aufbereitung des Zahlenmaterials für jedes Bundesland von besonderem Interesse sein", erläuterte Kurth.

Die Bundesnetzagentur überwacht nach dem EEG den bundesweiten Ausgleich der EEG-vergüteten Energiemengen und der dafür gezahlten Vergütungen vom Verteilnetzbetreiber über die Übertragungsnetzbetreiber bis hin zu den Stromlieferanten. Die EEG-Datenerhebung durch die Bundesnetzagentur fand im Jahr 2008 zum zweiten Mal statt.

Download: Statistikbericht EEG Jahresendabrechnung 2007

Quelle: Bundesnetzagentur

Die australische Regierung verabschiedete diesen Monat ein gesetzliches Ziel für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Bis zum Jahr 2020 müssen 20 Prozent der erzeugten Elektrizität aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Für die Industrie bilden sich neue Zukunftsperspektiven, denn das Gesetz wird einen „Clean Energy Boom“ auslösen. Über 10 Mrd. Euro müssen investiert werden; dabei sollen 28.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Das gesetzliche Ziel bricht Marktbarrieren und garantiert der Industrie Abnehmer für erneuerbare Energien in Australien. Stromhändlern und Großverbrauchern wird nun vorgeschrieben, zumindest anteilig, Strom aus erneuerbaren Energien zu erwerben. Das Gesetz schafft somit die Rahmenbedingungen für einen florierenden Wachstumsmarkt. Zuvor gab es nur geringe Absatzchancen für erneuerbare Energien gegenüber dem günstigeren Brennstoff Kohle, der in Australien reichlich vorhanden ist.

Aufgrund ihres Technologievorsprungs und langjähriger Erfahrung bieten sich deutschen Unternehmen ausgezeichnete Marktchancen in Australien. Gefragt sind jetzt Innovationen und Investitionen, die zu einem Fünftel der Stromerzeugung beitragen können.

 

„Das Gesetz schafft ein hervorragendes Investitionsklima für erneuerbare Energien in Australien. Der Zeitpunkt ist äusserst günstig für deutsche Unternehmen, um in Australiens Energiemarkt einzusteigen“, so Anja Kegel, Business Development Manager der AHK Australien.

Unternehmen die nach Australien expandieren möchten, können sich bei der AHK Australien über die aktuelle Marktlage informieren. Angeboten wird ein Dienstleistungsportfolio, um deutschen Unternehmen einen optimalen Markteinstieg zu ermöglichen.

Ressourcen für erneuerbare Energien gibt es in Australien im Überfluss: Nebenprodukte der Landwirtschaft können durch Bioenergie über ein Fünftel des Strombedarfs decken und Solarstrom kann durch 3.000 Sonnenstunden jährlich generiert werden. Allerdings wird erwartet, dass die Windenergie-Industrie besonders an Bedeutung gewinnen wird. Australiens Westwinddrift entlang der Südküste bietet dazu die besten Voraussetzungen. Zudem ist die Technologie für Windenergie bereits jetzt schon weit entwickelt und kompatibel mit dem australischen Verteilungsnetz.

In den nächsten Jahren müssen nach Schätzungen des australischen Industrieverbandes Clean Energy Council 20 Mrd. australische Dollar investiert werden, damit erneuerbare Energien ihren Anteil von 8 Prozent auf 20 Prozent erhöhen können. Die Regierung wird Gelder in Höhe von 4 Mrd. AUD für Förderprogramme und Großprojekte bereitstellen, darunter geplant ist der Bau der weltweit größten Solaranlage im Bundesstaat Victoria.

Quelle: AHK Australien