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Marktentwicklung

Im internationalen Wettbewerb ist die deutsche Solar-Industrie hinter Herstellern aus China, Taiwan und den USA weiter zurück gefallen. Die Hoffnungen der deutschen Photovoltaikhersteller liegen daher auch auf dem wachsenden amerikanischen Produktionsstandort. „Mit unserer aktuellen Studie „PV Manufacturing in the U.S.“ bieten wir jedem Unternehmen der Photovoltaikindustrie wertvolle Informationen über den US-amerikanischen Markt. Sie richtet sich an alle, die an einer fundierten und umfassenden Analyse der PV-Produktion, einschließlich der Förderbedingungen und Chancen entlang der Wertschöpfungskette interessiert sind“, so Silvia Christel, Analystin bei Greentech Media Inc.

Wachstum bis mindestens 2012

Für den amerikanischen Zellabsatz prognostiziert Greentech Media, ausgehend vom Jahr 2008, bis 2012 eine jährliche Wachstumsrate von 50 Prozent. Für den Modulabsatz erwarten die Analysten in diesem Zeitraum eine Wachstumsrate von 45 Prozent. Die Dünnschicht-Technologie wird in Amerika weiterhin eine dominante Rolle einnehmen. Mit einem Produktionsanteil von 2,69 Gigawatt werden im Jahr 2012 bis zu 67 Prozent der PV-Produktion aus Dünnschichtzellen bestehen.

CIGS-Technologie mittelfristig im Aufwind

Bei den einzelnen Technologien im Dünnschichtbereich ist aktuell kein eindeutiger Trend erkennbar. Dem entsprechend liegen CdTe mit 18 Prozent, amorphes Silizium mit 24 Prozent und CIGS mit 22 Prozent relativ nah beieinander. Ein offensichtlicher Trend der kommenden fünf Jahre ist jedoch für den Produktions- und Marktanteil der CIGS-Technologie erkennbar.

Hier erwarten die Greentech Media Analysten bis 2012 ein deutliches Wachstum. Ausgehend von einer Produktionsleistung von 132 MW im Jahr 2009 wird für die CIGS-Technologie eine Produktionskapazität von 626 MW im Jahr 2012 vorher gesagt. Zu dieser Prognose kommen die Analysten, obwohl die aktuelle Produktion durch die Marktlage und die Neigung der Endkunden, auf bewährte Technologien zurückzugreifen, geprägt ist.

Gleichzeitig wird sich in den nächsten Jahren die Produktionskapazität für kristalline Siliziumzellen auf einem weiterhin hohen Niveau fortsetzen. Kristalline Zellen und Module bilden weiterhin den Hauptanteil der PV-Technologien, der Produktionsanteil in dieser Technologie wird von Greentech Media auf 35 Prozent im Jahr 2012 prognostiziert.

Der PV-Produktionsstandort USA etabliert sich weiter

Im ersten Halbjahr 2009 wurden bereits mehr neue Produktionsanlagen angekündigt als in den letzten drei Jahren zuvor. Dies wertet Greentech Media als Beleg für den weiteren Aufschwung des PV-Anlagenbaus in den USA. Diese aktuelle Entwicklung verdeutlicht zudem, dass die jüngsten politischen Weichenstellungen als Beschleuniger wirken. Das steigende Interesse am amerikanischen Markt spiegelt sich auch darin wider, dass europäische und asiatische Hersteller beim Eintritt in den amerikanischen Markt auf eigene Produktionsstätten setzen.

2012 wird es in den USA 38 PV-Produktionsanlagen geben. Dem gegenüber stehen 27 PV-Produktionsanlagen zu Anfang des Jahres 2009. In 20 Bundesstaaten werden sich bis 2012 PV-Produktionsanlagen befinden. Für die zehn Bundesstaaten Oregon, Kalifornien, Arizona, New Mexiko, Colorado, Michigan, Ohio, Massachusetts, New York und Pennsylvania rechnet Greentech Media im Jahr 2012 mit einer Produktionsleistung in der Größenordnung von jeweils über 100 MW.

Eine Produktionsleistung in dieser Größenordnung wird 2009 nur in den drei Bundesstaaten Ohio, Michigan und Oregon erreicht. Da sich dieser Trend auch auf die Modulproduktion bezieht, ziehen die Analysten den Schluss, dass sich die Konzentration der PV-Industrie auf einige Bundesstaaten, wie es heute noch der Fall ist, zunehmend auflöst.

Im Jahr 2012 werden sich die Westküsten-Staaten Oregon und Kalifornien weiter als PV-Hauptstandorte etablieren und 28 Prozent der zu produzierenden Liefermenge auf sich vereinen. 59 Prozent der Wafer werden 2012 in Oregon hergestellt. Der kalifornische Markt ist bis 2012 wesentlich vom Erfolg der CIGS-Technologie abhängig, da sich in Kalifornien die meisten CIGS-produzierenden Unternehmen niedergelassen haben.

Der politische Rückenwind wirkt

Der im Februar 2009 verabschiedete amerikanische „Recovery and Reinvestment Act“ hat mit dem Beschluss des „Advanced Energy Tax Credit“ die Förderung der PV-Industrie durchgesetzt. Der Advanced Energy Tax Credit bietet einen Kredit von 30 Prozent der Investitionskosten und ist als direkte Barzahlung angelegt.

Bis heute bieten 18 US-Bundesstaaten Instrumente der Investitionsförderung, wie zinsgünstige Kredite, Investitionszuschüsse oder Steuererleichterungen für die Photovoltaik-Industrie an. Dabei sind die Bundesstaaten, die bereits eine PV-Industrie angezogen haben und die Staaten, die explizite Förderungsmodelle für die PV-Industrie anbieten, weithin identisch.

Der PV-Zulieferindustrie bieten das Wachstum der heimischen PV-Produktion und die damit verbundene, weiter steigende Nachfrage nach Rohstoffen wie Glas und Verkapselungsstoffen sowie Produktionsanlagen ebenfalls beachtliche Wachstumschancen.

Wettbewerb der Produktionsstandorte

Wesentliche Faktoren für die Ansiedlung der zukünftigen Produktionsanlagen sind nach Greentech Media staatliche Förderung, Strompreise, Kosten und Verfügbarkeit von Fachpersonal, Nähe zum Endkunden sowie die vor Ort geltenden Steuersätze. Es hat sich herausgestellt, dass Oregon, Ohio, Michigan und Pennsylvania das beste Gesamtangebot aus diesen für die Unternehmen essentiellen Faktoren bieten. Dementsprechend hat sich ein bedeutender Teil der Photovoltaikindustrie bereits in diesen vier Bundesstaaten angesiedelt.

Parallel zu dem wachsenden Interesse der PV-Industrie am Produktionsstandort USA, ist zu beobachten, dass etablierte amerikanische und europäische Unternehmen, die Produktion verstärkt nach Asien verlagern. Gründe für diesen Trend liegen in den Chancen günstig in-house zu produzieren, dem Zugang zum Markt durch tolling arrangements sowie der Chance für andere Unternehmen in Auftragsfertigung zu produzieren. Die Entscheidung, wo die Produktionsstätten angesiedelt werden, wird wesentlich von der aktuellen PV-Industrielandschaft in den jeweiligen Ländern bestimmt.

Für asiatische Produzenten mit sehr wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen und begrenztem oder keinem Zugang zum US-Markt ist die Modul-Herstellung in den USA sinnvoll. Dem gegenüber ist für europäische und asiatische Hersteller mit vergleichsweise hohen Kostenstrukturen die Auslagerung der Wafer- und Zellproduktion in Niedriglohnländer interessant.

Für Unternehmen die weder dem Einen noch dem Anderen dieser beiden Extreme angehören, stehen staatliche Förderpakete im Mittelpunkt dieser Rechnung. Somit werden ausschließlich die Staaten, die mit ihren Förderpaketen spürbar die Lücke zwischen den amerikanischen und den asiatischen Produktionsvorteilen schließen können, im Wettbewerb der PV-Produktionsstandorte bestehen können.

Quelle: Greentech Media Inc.

Der deutsche Maschinenbauer Manz Automation (Solar- und Photovoltaik-Zulieferer) hat erneut vor einem schwachen Geschäftsjahr 2009 gewarnt. Nachdem zum Wochenbeginn bereits Vorstandschef Dieter Manz einen möglichen operativen Verlust in Aussicht gestellt hatte, spricht nunmehr Finanzvorstand Martin Hipp von einer sehr schwachen Auftragslage im laufenden Quartal. So werde es schwer, das anvisierte operative Nullergebnis zu erreichen, wird er von deutschen Medien zitiert.

Die Manz-Aktie reagierte mit einem Abschlag von rund minus vier Prozent. In der laufenden Woche sackte das Papier bereits um knapp zehn Prozent ab. Hipp zufolge kommt dem Anbieter von Produktionsanlagen für Solarzellen zwar der aktuelle Aufwind in der Solarbranche zugute. Allerdings würden sich die Aufträge erst mit Beginn des kommenden Jahres in den Finanzkennzahlen des Konzerns niederschlagen.

"Das erste Halbjahr war schwach und wurde von Manz auch so kommuniziert. Das Ziel von einem ausgeglichenen Ergebnis gilt aber nach wie vor", stellt Manz-Sprecher Dominic Großmann auf Nachfrage von pressetext klar. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass es von Monat zu Monat schwieriger werde, das angepeilte Nullergebnis zu erreichen. Analysten hatten zu Wochenbeginn vor möglichen Produktionskürzungen gewarnt.

Dabei herrscht bei Manz ohnehin bereits Kurzarbeit. Dem Insider zufolge ist jedoch Erholung in Aussicht. "In der Branche ist man zuversichtlicher, da Kunden der Gesellschaft nun wieder über erste konkrete Projekte sprechen", meint Großmann gegenüber pressetext. Wenn das Geld von den Banken erst wieder fließe, seien auch wieder mehr Aufträge zu erwarten.

Die diesjährige Entwicklung hat dem Maschinenbauer stark zugesetzt. Der Preisverfall von Solarmodulen und die eingebrochene Nachfrage im spanischen Markt aufgrund gestrichener Subventionen führten insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2009 zu einem deutlichen Auftragsrückgang.

Dem Sektor setzt darüber hinaus die wachsende Billigkonkurrenz aus Asien zu, weshalb immer deutlicher vor einem möglichen Branchensterben gewarnt wird. Darüber hinaus blieben auch die Auftragsbücher der Manz-LCD-Sparte wegen des Nachfragerückgangs weitgehend leer. Mittlerweile werde jedoch wieder voll produziert.

Bilanziell stehe das Unternehmen auf stabilen Fundamenten, weshalb derzeit keine Kapitalmaßnahmen nötig seien. Im laufenden Jahr konnte die Manz-Aktie unter starken Kursschwankungen von 22 auf ein Hoch von 60 Euro klettern. Vom Spitzenwert bei 204 Euro aus 2008 ist das Papier damit jedoch weit entfernt.

Redakteur: Manuel Haglmüller

 

Quelle: pressetext

Der Solarmarkt wird bis 2015 von drastischen Konsolidierungseffekten geprägt: Die Zahl der Solarzellen- und -modulhersteller wird um 40 % sinken. Gleichzeitig wird sich der Marktanteil der Top 10 von heute 44 % auf 57 % im Jahr 2015 erhöhen.

Langfristige Gewinner werden nur die Unternehmen sein, die ihre bereits heute starke strategische und/oder finanzielle Position konsequent zur Entwicklung weiterer Wettbewerbsvorteile nutzen und den Konsolidierungsprozess aktiv betreiben.

Zu diesen Ergebnissen kommt goetzpartners in einer aktuellen Analyse von 100 internationalen Solarzellen- und -Modulherstellern. Die Unternehmensberatung stützt ihre Studie auf die Finanzkennzahlen der analysierten Firmen sowie Marktdaten und hat diese in Planszenarien bis 2015 hochgerechnet.

Die Solarindustrie steht unter erheblichem Druck: Viele Unternehmen, die stark auf Wachstum ausgerichtet waren, sind im jetzigen schwierigen Marktumfeld mit Überkapazitäten und zunehmendem Preisdruck nicht mehr in der Lage, ihre hohen Finanzierungskosten zu tragen.

„Die Solarzellen- und -modulhersteller leiden neben dem schwierigen Energiemarktumfeld auch kapitalmarktseitig unter hohen Abschlägen in den Multiples und einer fundamental nicht zu erklärenden Wertlücke“, so Michael Sanktjohanser, Managing Director und Leiter der Service Line Energy bei goetzpartners.

goetzpartners hat ermittelt, dass in der Konsolidierungsphase von 2010 bis 2015 insgesamt 40 % der Unternehmen vom Markt verschwinden werden, entweder auf Grund von Akquisitionen (77 %) oder aber durch Konkurs (23 %). „Langfristige Gewinner kaufen in dieser Phase zu und bauen ihre strategischen und finanziellen Stärken weiter aus. Schwach aufgestellte Unternehmen haben keine Überlebenschance“, sagt Günther Schermer, der als Partner bei goetzpartners für die Studie verantwortlich zeichnet.

In ihrer Studie hat die Beratung 100 internationale Solarzellen- und -modulhersteller entlang ihrer aktuellen Stärken und Schwächen in fünf Status-Clustern qualifiziert und daraus die entsprechenden strategischen Handlungsoptionen für die Konsolidierung abgeleitet.

  • Der „Neureiche“: Als aktuell neuer Marktteilnehmer mit gutem Management verfügt er über eine noch starke finanzielle Verhandlungsposition, jedoch nur wenige strategische Ressourcen. Weil seine Finanzkraft schwindet, muss er rasch zukaufen, da ihm ansonsten nur der Exit aus dem Markt bleibt.
  • „Das glückliche Paar/Der glückliche Junggeselle“: Dieser Marktteilnehmer ist gut etabliert, mit starker finanzieller Verhandlungsposition und gut entwickelten strategischen Ressourcen. Für ihn gilt es, die bestehende Position zu sichern bzw. weiter zu verbessern. Allianzen mit „Aschenputteln“ können kleine operative Lücken schließen.
  • Die „Ballkönigin“: Sie ist neu im Markt, hat aber Defizite im Management des Unternehmens und leidet unter Ertragsschwäche. Sie verfügt bei geringer finanzieller Verhandlungsmacht über gut entwickelte strategische Ressourcen. Um weiter eigenständig bleiben zu können und finanzielle Lücken zu schließen, sollte sie sich „als Braut“ für Investoren und gegebenenfalls weitere selektive Akquisitionen schmücken bzw. parallel dazu ihre strategischen Vorteile als „Shared Services“ am Markt anbieten.
  • Der „Ewige Zweite“ hat sich in den vergangenen ein bis zwei Jahren nicht weiterentwickelt. Er verfügt über eine schlechte Verhandlungsposition und bescheidene strategische Ressourcen. Um die internen Strukturen zu verbessern und strategische Lücken zu schließen, sollte er mit Hilfe externer Investoren „Ballköniginnen“ akquirieren oder in die Verbesserung der strategischen Position investieren.
  • Das „Aschenputtel“ hat die schlechteste Ausgangsposition von allen Marktteilnehmern, sie verfügt weder über nennenswerte finanzielle Verhandlungsmacht noch strategische Ressourcen. Um weiter im Markt zu bleiben, müssen kurzfristig Allianzen mit „Glücklichen Junggesellen“ umgesetzt werden. Ansonsten ist mit dem Exit aus dem Markt zu rechnen.

„Für alle Unternehmen gilt: Jetzt handeln und sorgfältig prüfen, welchen Mehrwert Allianzen bzw. Akquisitionen bieten. Je eher und besser die Unternehmen vorbereitet sind, desto größer die Chance auf eine nachhaltige und erfolgreiche Entwicklung“, so Sebastian Olbert, Manager in der Industry Line Energy.

Quelle: goetzpartners

Das Deutsche CleanTech Institut (DCTI) veröffentlicht nun den ersten, kostenlosen Berichtsband einer insgesamt 20-bändigen Studienreihe, die sich mit den Arbeitsfeldern der deutschen CleanTech Branche beschäftigt. Dabei wird im gerade erschienenen, ersten Studienband die Solarindustrie vorgestellt.

Neben der Photovoltaik werden auch die Industriezweige Solarthermie und Konzentratortechnik hinsichtlich ihrer Entwicklung und künftigen Potentiale beleuchtet. In allen drei Bereichen sind deutsche und europäische Unternehmen führend und treiben den CleanTech Gedanken maßgeblich voran.

CleanTech „made in Germany“

Allein in Deutschland sind demnach mehr als 75.000 Arbeitnehmer in der Solarbranche tätig und setzten im vergangenen Jahr rund 9,5 Milliarden Euro mit Solartechnik „made in Germany“ um. Hier zeigt sich, dass der Einsatz von sauberer Technologie nicht nur einen ökologisch nachhaltigen Effekt hat, auch ökonomisch entwickelt sich die CleanTech Industrie zunehmend zu einer relevanten Größe.

Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich und milliardenschwere Investitionen in Forschung, Entwicklung und Standortsicherung allein in Deutschland sollen dazu beitragen, dass die Branche auch langfristig eine internationale Spitzenposition hält. Mit seiner Arbeit trägt das DCTI dieser Entwicklung Rechnung und fördert die Verbreitung des CleanTech Gedanken in Deutschland und in der Welt.

Öffentliches Bewusstsein schaffen

„Ziel der Studienreihe ist es, die Öffentlichkeit über die unterschiedlichen Technologiezweige und Arbeitsfelder aufzuklären und den Diffusionsprozess dieses Wachstumsmarktes voranzutreiben. Deutschland ist heute führend in der Entwicklung, Produktion und im Einsatz sauberer Technologien“, erklärt Philipp Wolff, Geschäftsführer des DCTI.

Mit dem Studienband Solarenergie solle daher im ersten Schritt eine Branche vorgestellt werden, die in erheblichem Maße Anteil am weltweiten Einsatz neuer, ressourcenschonender Technologien habe und eine wahre Erfolgsgeschichte vorweisen könne, so Wolff weiter.

Neben den Grundlagen der Technologie werden im Berichtsband auch die wichtigsten Ländermärkte für den Einsatz von Photovoltaik, Solarthermie und Konzentratortechnik vorgestellt und in Grundzügen analysiert. Ergänzt wird die Analyse des CleanTech Segments durch ausführliche Interviews mit Vorständen und Führungskräften der Branche. Insgesamt haben 15 CleanTech Treiber ihre Einschätzungen beigesteuert.

Kostenloser Download der Studie

Der Studienband Solarenergie ist ab sofort kostenlos auf der Website des Deutschen CleanTech Instituts und auf den Internetseiten der Partnerunternehmen erhältlich. Eine ausführliche, begleitende Berichterstattung zum Thema Solarenergie lesen Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Medienpartners, der WirtschaftsWoche.

Quelle: DCTI - Deutsches CleanTech Institut

Die deutsche Solarindustrie investiert bis zum Jahr 2013 rund 10 Milliarden Euro in die Errichtung modernster Solarfabriken und in die Forschung und stärkt damit ihre Wettbewerbsfähigkeit.

In den nächsten vier Jahren investiert die Solarbranche rund zehn Milliarden Euro am Standort Deutschland. Dies ist das Ergebnis einer Photovoltaik-Branchenumfrage. Im Zeitraum 2010 bis 2013 sollen dabei 10 Milliarden Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Photovoltaikproduktion fließen, eine Milliarde Euro allein in die Forschung und Entwicklung.

Die Solarbranche stärkt mit den Investitionen in Solarfabriken und Vertriebsnetze ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Markt. Deutschlands Solarwirtschaft wird damit rund 14 Prozent ihres Umsatzes in die weitere Expansion und Steigerung ihrer Innovationskraft stecken. Zum Vergleich: Die Investitionsquote der konventionellen deutschen Energiebranche ist mit rund sieben Prozent nur halb so hoch. Bereits in diesem Jahr werden trotz Konjunkturkrise von der deutschen Photovoltaikbranche Expansionsvorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro realisiert.

Doch nicht allein moderne Produktions- und Vertriebssysteme sichern die Spitzenposition der deutschen Solarstrombranche, sondern der Vorsprung in Technologie und Know-how. Deshalb investiert die Branche bis 2013 in Forschung und Entwicklung mit einer Milliarde Euro doppelt so viel, wie in den letzten vier Jahren. Auf allen Stufen der Wertschöpfungsketten soll die Produktivität weiter erhöht werden, um eine größtmögliche Kostensenkung bei gleichzeitiger Steigerung der anerkannten deutschen Spitzenqualität zu erreichen. Rund 50 Forschungsinstitutionen in Deutschland arbeiten in weit über 100 laufenden F&E-Projekten daran.

Gemeinsames Ziel ist es, Solarstrom in wenigen Jahren wettbewerbsfähig mit konventionellem Strom zu machen. „Bis dahin bleiben stabile politische Rahmenbedingungen zur Absicherung der geplanten Milliardeninvestitionen notwendig, ebenso wie attraktive Förderanreize für den Verbraucher. Sie bieten der weitgehend mittelständisch geprägten Branche und dem Bürger die notwendige Planungssicherheit für Produktion und Installation von Solarstromanlagen,“ sagt Carsten Körnig, Geschäftsführer des BSW-Solar.

Für den Verbraucher werden die Kosten von klimafreundlichem Solarstrom vom eigenen Hausdach spätestens 2015 unter das Tarifniveau konventioneller Stromanbieter fallen, so die Einschätzung des Energieexperten. Eine Solarförderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) macht die Installation von Solarstromanlagen schon heute attraktiv. Aufgrund deutlicher Preissenkungen ist die Nachfrage in den letzten Wochen sprunghaft gestiegen.

Aktuelle Branchendaten:

Derzeit beschäftigt die deutsche Photovoltaikbranche über 54.000 Arbeitnehmer. Allein im Jahr 2008 wurden über 10.000 Stellen in Industrie, Handel und Handwerk neu geschaffen. Der industrielle Umsatz belief sich im letzten Jahr auf etwa 9,5 Mrd. Euro und wuchs gegenüber 2007 um etwa 60 Prozent. Die Exportrate lag bei 50 Prozent.

Quelle: Solarwirtschaft