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Marktentwicklung

Das Wahlergebnis steht fest, die Wunschkoalition von CDU-Kanzlerin Angela Merkel und FDP-Chef Guido Westerwelle ist möglich, der Regierungswechsel steht bevor. Dies macht sich auch an der deutschen Börse bemerkbar, wo heute vor allen Dingen Aktien der Atomkraftwerk-Betreiber RWE und E.ON im Aufwind sind. RWE-Wertpapiere legten heute Vormittag um rund drei, E.ON-Anteile um 2,7 Prozent zu. Zu Spitzenzeiten stiegen Wertpapiere von RWE sogar um vier, E.ON um 4,7 Prozent. Gleichzeitig sackten die Aktien von Solarunternehmen ab.

SolarWorld musste beispielsweise ein Minus von 4,6 Prozent hinnehmen und erzielte damit das größte Minus im gesamten TecDax. Auch die Solaranbieter Q-Cells und SMA Solar verloren heute Vormittag. Q-Cells büßte 3,7 Prozent, SMA 2,3 Prozent ein. "Das Plus bei den Aktien von Kernenergiebetreibern ist eine unmittelbare Reaktion auf das Wahlergebnis. Die Frage ist, wie nachhaltig diese Entwicklungen sind", sagt Peter Wirtz, Energie-Analyst bei der WestLB, im pressetext-Gespräch. Auch das Absacken von Solarwerten sei auf die Wahl zurückzuführen. "Die Liberalen haben angekündigt, die Subventionen in dieser Branche in Zukunft reduzieren zu wollen", weiß er.

Der Grund für die strahlenden Gesichter vieler Atom-Aktionäre war unter anderem eine Aussage der CDU-Politikerin Katherina Reiche im ARD-Morgenmagazin. "Wir brauchen die Kernenergie als Brückentechnologie, um Preise stabil halten und um unsere Klimaschutzziele erfüllen zu können", sagte die stellvertretende Vorsitzende der bisherigen CDU-Fraktion im Bundestag, wo sie für Bildung, Forschung, Umwelt und Reaktorsicherheit zuständig ist. "Wir wollen auf eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke hinarbeiten", legte sie offen. Einen Freibrief wolle man den Kernenergie-Betreibern allerdings auch nicht liefern.

"Es wird sicher keine Laufzeitverlängerung zum Nulltarif geben", sagt Baden-Württembergs Umweltministerin Gönner. Man werde die längeren Laufzeiten an Bedingungen in den Bereichen Sicherheit und Förderung alternativer Energien knüpfen. Auch Analyst Wirtz hält es für unwahrscheinlich, dass die Laufzeitverlängerung ohne Bedingungen vonstatten gehen wird.

"Das Thema Atomkraft hat in den letzten Monaten an Brisanz gewonnen. Die Opposition wird Druck machen und auch in der Bevölkerung gibt es Widerstand gegen die Pläne. Wie genau die Bedingungen, an die die Laufzeitverlängerung geknüpft wird, aussehen, hängt von der Stärke des politischen Gegenwinds ab", sagt er. Wie stark das Interesse der Bevölkerung an diesem Thema ist, verdeutliche unter anderem auch eine Anti-Atom-Demonstration, die vor einigen Wochen in Berlin über die Bühne ging und an der rund 40.000 Menschen teilnahmen.

Die CDU und die liberale FDP hatten bereits während des Wahlkampfes angekündigt, die im rot-grünen Atomkonsens des Jahres 2000 vereinbarten Restlaufzeiten der deutschen Kernkraftwerke verlängern zu wollen. Kritik an der Verlängerung der AKW-Laufzeiten kommt naturgemäß von den Grünen. "Wir nehmen den Wählerauftrag in der Opposition an. Das heißt als allererstes, eine falsche schwarz-gelbe Energiepolitik zu verhindern, insbesondere eine Entscheidung für die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken", so die grüne Spitzenkandidatin Renate Künast. Kein leichtes Unterfangen, haben doch die Grünen ihr erklärtes Wahlziel, drittstärkste Kraft zu werden und eine schwarz-gelbe Koalition zu verhindern, mit 10,7 Prozent der Stimmen klar verfehlt.

Dass die Opposition die Laufzeitverlängerung gänzlich verhindern können wird, ist unwahrscheinlich. "Die Erfolgsaussichten für die Opposition, die Laufzeitverlängerung an bestimmte Bedingungen zu knüpfen, beispielsweise an die Förderung von erneuerbaren Energien, sind aber groß", sagt Wirtz. Dauerhaft schlechter aussteigen dürften Erneuerbare Energien damit wohl nicht. Generell, so der Analyst, sei in der Atomkraft-Debatte noch viel offen und es bedürfe noch weiterer Diskussionen.

Redakteur: Dominik Erlinger

Quelle: Pressetext

Solarstrom trotzt der Finanzkrise und entwickelt sich zum unangefochtenen Schlüsselfaktor im Spurt um die Erreichung der Energie- und Umweltziele. Photovoltaik wird deshalb immer wichtiger.

Die Fundamente der Solar-Industrie bleiben stark “Wie in unserem SET for 2020 Report angegeben, sind und bleiben die Fundamente der Solarindustrie stark“, erklärte Adel El Gammal, Generalsekretär des Europäischen Photovoltaik Industrieverbandes (EPIA), beim 6. Europäischen Photovoltaik Industrieforum am 23. September in Hamburg.

Bis die sogenannte Netzparität erreicht ist (jener Moment in dem Solarstrom mit konventionellen Strompreisen wettbewerbsfähig ist), benötigt die Solarindustrie für die nächsten 3 bis 9 Jahre unterstützende und ehrgeizige rechtliche Richtlinien. Teilnehmer am diesjährigen Solarindustrieforum diskutierten die Ergebnisse und Erkenntnisse aus SET for 2020, eine von EPIA beauftragte Studie durchgeführt vom Managementberatungsunternehmen AT Kearney.

Mit der Unterstützung von rechtlichen Richtlinien und Änderungen im Aufbau und der Arbeitsweise von Verteilernetzen, kann Solarstrom bis zu 12% der europäischen Energienachfrage abdecken. Dieses Wachstumsszenarium wird wesentlich dazu beitragen, den Rückstand zum Ziel von 20% aus erneuerbaren Energien bis 2020 aufzuholen.

Einspeisetarife führen zu Kostensenkungen in der Solarindustrie Teilnehmer betonten den Erfolg von Einspeisetarifmodellen, wie sie in den Ländern Deutschland, Frankreich und Italien angeboten werden. Sie stellen die Grundlage für den Aufbau von einem starken, wachsenden Solarenergiesektor dar, treiben kontinuierliche Kostensenkung voran und beschleunigen wesentlich das Erreichen von Netzparität. „Im Hinblick auf die UN-Klimawandel Konferenz in Kopenhagen, müssen Vertreter der Europäischen Union die Entwicklung der Solarenergie vorantreiben, um ihre Energie- und Klimaziele erreichen zu können“, sagte El Gammal.

“Wenn Europa sein 20% Ziel für erneuerbare Energien bis 2020 erreichen soll, müssen EU-Mitgliedsstaaten der Solarenergie eine zentrale Rolle in ihren nationalen Erneuerbare Energien Aktionspläne zuschreiben“, sagte Winfried Hoffmann, Präsident von EPIA. Nachhaltigkeit ist das Motto der europäischen Solarindustrie Teilnehmer begrüßten die starke Unterstützung der Industrie für hohe (wirtschaftliche, umweltbedingte und soziale) Nachhaltigkeitsstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette und das Engagement für die Förderung von Best Practice und fairen Wettbewerbsbedingungen.

Hohe Standards fördern Investitionen und Innovationen, welche Schlüsselfaktoren für eine wettbewerbsfähige europäische Solarindustrie sind. Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie hat Europa an die technologische Spitze geführt. Es muss nun dafür Sorge getragen werden, dass alle Firmen durch fairen Wettbewerb ihr Wachstum vorantreiben können.

“Wir fordern von unseren europäischen Regierungen das Engagement, alle notwendigen Maßnahmen, die eine schnelle Entwicklung von Solarenergie ermöglichen, bereitzustellen. Das Erreichen von Europas Klimazielen benötigt einen drastischen Anstieg in der Energieproduktion durch erneuerbare Quellen“, folgert Hoffmann.

Quelle: EPIA

Der Photovoltaik-Guide befragte Parteien vor der Wahl zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG). Im Vordergrund der kurzen Befragung stand hauptsächlich, ob das in der jetzigen Form bestehende EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) weiterhin bestand haben wird oder nicht. Wir baten die Parteien um eine klare Aussage. Befragt wurden BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Die Linke, SPD, CDU, CSU, FDP und die Piratenpartei.

Die erste Antwort kam promt von der Partei Die Linke. Nach einem Erinnerungsschreiben an die Parteien, deren Antwort noch nicht eingetroffen ist, meldete sich die CSU mit einer Entschuldigung, sie seien im Moment überlastet.

Bedauerlicherweise fehlen noch die Antworten der SPD, FDP (die FDP hat mittlerweile Stellung dazu bezogen, siehe unten) und der Piratenpartei, die wohl vor der Bundestagswahl nicht mehr zu erwarten sind. Unparteiisch wie wir sind, kommentieren wir die Antworten der Parteien nicht, sondern möchten es unseren Lesern überlassen, sich ein Bild darüber zu machen.

Die Fragen im Überblick:

Haben Sie vor, dass EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz), wie es in der jetzigen Form besteht, weiter aufrecht zu erhalten und dies weiterzuführen? Bitte hier ein klares Ja oder Nein!

Wenn nein, welche konkreten Gesetzesänderungen in Bezug auf das EEG planen Sie? Bitte beziehen Sie hierzu klar Stellung.

Wenn nein, welche Auswirkungen hat dies auf die Höhe der Einspeisevergütungen?

Diese drei einfach zu beantwortenden Fragen wurden von den Parteien wie folgt beantwortet:

Die Linke:

Haben Sie vor, dass EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz), wie es in der jetzigen Form besteht, weiter aufrecht zu erhalten und dies weiterzuführen? Bitte hier ein klares Ja oder Nein!

Nein, denn das EEG ist ein Parlamentsgesetz, dass in der Regel alle vier Jahre auf der Basis eines Monitoringberichts den aktuellen Bedingungen angepasst wird. Das ist eine entscheidende Stärke des EEG.

Wenn nein, welche konkreten Gesetzesänderungen in Bezug auf das EEG planen Sie? Bitte beziehen Sie hierzu klar Stellung.

Wenn nein, welche Auswirkungen hat dies auf die Höhe der Einspeisevergütungen? Bitte beziehen Sie hierzu klar Stellung.

Ein stabiles EEG mit klaren Rahmenbedingungen ist Grundlage für die verlässliche Anwendung erneuerbarer Energien. Dazu haben wir folgende Vorschläge:

Wind:

Das Repowering soll konsequent vorangebracht werden. Dazu gilt es insbesondere regionale Planungshemmnisse abzubauen. Die Behinderung von Windprojekten durch veraltete Radartechnik der Bundeswehr ist durch eine klare Dienstanweisung bei den bremsenden Standorten zu beenden. Innovative Lösungen zur Netzstabilisierung sind besser zu fördern.

Bioenergie:

Ziel muss es sein, die begrenzten Biomasse-Potentiale so energie- und klimaeffizient wie möglich zu nutzen. DIE LINKE spricht sich gegen den massiven Ausbau der Agrokraftstoffe, den Import von Soja- und Palmöl sowie die einseitige Verstromung von Biomasse aus. Agrokraftstoffe haben nicht nur einen niedrigen Energiepflanzen-Ertrag, sie werden anschließend auch in ineffizienten Motoren verbrannt. Die entscheidenden Klimagasminderungen im Verkehrssektor sind mit Argrokraftstoffen nicht erreichbar. Biogas zur gleichzeitigen Strom- und Wärmeerzeugung oder zur Einspeisung ins Erdgasnetz nutzt die eingesetzte Biomasse dreimal effizienter. Hier wollen wir den Schwerpunkt setzen.

Photovoltaik:

Dass der Preisverfall bei Solarmodulen Änderungen im Gesetz erzwingen wird, steht wohl außer Frage. Bleibt aber die Höhe der Einspeisevergütung einziger Maßstab, um Solarstrom zu fördern, steht vor allem die ostdeutsche PV-Industrie vor dem Niedergang – für Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit etwa 20.000 solaren Arbeitsplätzen käme das einer zweiten Deindustriealisierung gleich.

Eine Lösung im Photovoltaik-Bereich kann die Verknüpfung der Einspeisevergütung mit technologischer Innovation sein. Nach wie vor finden die entscheidenden solaren Entwicklungen auch in Deutschland statt. Denn Forschung und Entwicklung ist maßgeblich Sache der Industriesaaten. China ist auch in der Photovoltaik vor allem ein Nachahmermarkt für die Massenproduktion.

Wird nun die Höhe der Einspeisevergütung an einen anspruchsvollen Modulwirkungsgrad gekoppelt, profitieren vorrangig heimische Hersteller mit ihrem qualifizierten Personal und die PV-Innovation wird beschleunigt. Danach sollten Silizium-Module derzeit einen Mindestwirkungsgrad von 18 Prozent und Dünnschicht-Platten mindestens 12 Prozent erreichen. Der Anspruch sollte jährlich um einen Prozentpunkt steigen.

Ab 2011, wenn eine Neuordnung des EEG frühestens in Kraft treten kann, bedeutet dies: Eine Beibehaltung des derzeitigen Fördergerüstes gilt dann nur für Module, die einen Wirkungsgrad von 20 bzw. 14 Prozent erreichen. Das EEG würde damit vor allem neue Ideen unterstützen und die Masse weitgehend in den Wettbewerb entlassen.

Geothermie:

Das Hot-Fractured-Rock-Verfahren zur Erschleißung tiefer geothermischer Energie steht im Mittelpunkt unseres Interesses und soll gezielt vorangebracht werden. Dazu schlagen wir vor, dass eine öffentliche Einrichtung des Bundes die derzeit teure Bohrtechnik für tiefe Geothermie einkauft und zur Verfügung stellt. Eine baurechtliche Privilegierung der Geothermie im Außenbereich ist eine Möglichkeit, Planungssicherheit zu schaffen. Für die Nutzung der tiefen Geothermie stellt derzeit die CO2-Verklappung - anders als dies das Bundesumweltministerium darstellt - eine erhebliche Gefahr dar. Geothermie und Erdgasbevorratung müssen an allen potentiell nutzbaren Standorten Vorrang vor CCS haben.

CDU:

Erneuerbare Energien bieten große Chancen im Hinblick auf umweltverträgliches und klimaschonendes Wachstum, innovative Geschäftsfelder, neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum. Wir haben uns ehrgeizige Ziele im Bereich des Ausbaus erneuerbarer Energien gesetzt. Bis 2020 soll 30 Prozent unseres Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen.

Wir wollen unseren Beitrag zu einer höheren Wirtschaftlichkeit und Grundlastfähigkeit leisten. Wir wollen den bisher überwiegend quantitativen Ausbau der Erneuerbaren Energien weiterentwickeln. Wir streben einen qualitativen Ausbau an, insbesondere durch eine zukunftsfähige Strominfrastruktur unter Einschluss „Intelligenter Stromnetze“ und Speichertechnologien. Das bewährte Erneuerbare-Energien-Gesetz werden wir weiterentwickeln und an dem Ziel einer wirtschaftlichen und bedarfsgerechten Energieversorgung ausrichten.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Haben Sie vor, dass EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz), wie es in der jetzigen Form besteht, weiter aufrecht zu erhalten und dies weiterzuführen?  Bitte hier ein klares Ja oder Nein!

Ja! Das EEG ist einer der größten grünen energiepolitischen Erfolge und wurde inzwischen in über 40 Ländern weltweit übernommen. Damit ist und bleibt es ein unverzichtbares Instrument für die schrittweise Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien sowie für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze. Wir halten es für besonders wichtig, dass die deutschen PV-Hersteller schnell in der Lage sind,  die Produktionskosten zu senken und damit noch wettbewerbsfähiger werden. Auch könnten dann die Diskussionen um die Photovoltaikkosten schneller entkräftet werden. Wichtig wäre es daher, die Forschungsmittel deutlich zu erhöhen, wie dies die neue US-Regierung plant. Die von der derzeitigen Bundesregierung im Haushaltsentwurf für 2010 vorgesehenen drastischen Einschnitte bei der Photovoltaik-Forschung halten wir für unverantwortlich.

CSU:

Die CSU lässt sich vielmals entschuldigen und verweist auf das Wahlprogramm. Untenstehend ein kleiner Auszug aus dem Wahlprogramm der CDU/CSU.

Erneuerbare Energien bieten große Chancen im Hinblick auf umweltverträgliches und klimaschonendes Wachstum, innovative Geschäftsfelder, neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum. Wir haben uns ehrgeizige Ziele im Bereich des Ausbaus erneuerbarer Energien (20 Prozent bis 2020) gesetzt. Wir wollen unseren Beitrag zu einer höheren Wirtschaftlichkeit und Grundlastfähigkeit leisten. Wi r wollen den bisher überwiegend quantitativen Ausbau der Erneuerbaren Energien weiterentwickeln.

Wir streben einen qualitativen Ausbau an, insbesondere durch eine zukunftsfähige Strominfrastruktur unter Einschluss „Intelligenter Stromnetze“ und Speichertechnologien. Das bewährte Erneuerbare-Energien-Gesetz werden wir weiterentwickeln und an dem Ziel einer wirtschaftlichen und bedarfsgerechten Energieversorgung ausrichten.

Weiteres zur CSS-Technologie:

Zudem kann die Technologie zur Abscheidung und Regierungsprogramm 2009–2013 25 Speicherung von CO2 (CCS) einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Nutzung fossiler Energieträger leisten.

SPD:

Es erfolgte keine Reaktion auf unsere Anfrage.

FDP:

Haben Sie vor, dass EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz), wie es in der jetzigen Form besteht, weiter aufrecht zu erhalten und dies weiterzuführen?  Bitte hier ein klares Ja oder Nein!

Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) baut auf dem unter maßgeblicher Beteiligung des damaligen Vizekanzlers Hans-Dietrich Genscher eingeführten Stromeinspeisegesetz auf. Die FDP spricht sich dafür aus, dass EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz), wie es in der jetzigen Form besteht, weiterzuführen. Die bisherigen Vergütungen für Strom aus erneuerbaren Energien müssen entsprechend dem technologischen Fortschritt und den dadurch gesunkenen Entstehungskosten weiter gesenkt werden. Die vollen Kostensenkungspotentiale müssen genutzt werden, um schnellstmöglich die Wettbewerbsfähigkeit mit konventionell erzeugtem Strom zu erreichen. Dazu sind insbesondere die ökonomisch und ökologisch sinnvolle Nutzung von Gülle, organischen Reststoffen aus der Land- und Ernährungswirtschaft sowie von Restholz und Holz aus Agroforstsystemen voranzutreiben.

Piratenpartei:

Es erfolgte keine Reaktion auf unsere Anfrage.

Quelle: Photovoltaik-Guide

„Die langfristigen Perspektiven der Solarindustrie sind nach wie vor ausgezeichnet“. Das sagte der Vorstandsvorsitzende des börsennotierten Technologieproviders für Solaranlagen Roth & Rau AG, Dr. Dietmar Roth, heute im Rahmen eines Pressegesprächs auf der 24. Europäischen Photovoltaik Solar Energie Konferenz und Ausstellung in Hamburg.

Der Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen und zahlreiche andere Studien gingen davon aus, dass Solarstrom langfristig einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Voraussetzung hierfür, so Roth, sei die mittel- und langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Solarstroms, die nur durch kosteneffizientere Technologien erreicht werden könne.

In einer aktuellen Studie schätzt der Beirat den Anteil nachhaltiger Energien am globalen Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2100 auf über 50 Prozent. Bei der Umverteilung des weltweiten Energiemixes räumt das Wissenschaftliche Beratergremium der Solarkraft die weitaus größten Entwicklungsmöglichkeiten unter allen bisher verwendeten Technologien ein.

Im Jahr 2050 könnte Solarstrom demnach so bedeutsam sein wie Gas oder Erdöl. Das jährliche Wachstum der solar-elektrischen Energiekonversion schätzt der Beirat der Bundesregierung auf 30 Prozent ein. Zur aktuellen Standort-Diskussion in der Solarindustrie sagte Roth, es sei notwendig, ins Ausland zu expandieren, um die günstigen Produktionskosten - gerade in Asien - zu nutzen.

Die chinesischen Anbieter hätten in den letzten Jahren technologisch deutlich aufgeholt. Dennoch könne von einer Krise der deutschen Solarindustrie nicht die Rede sein: „Zwar gibt es derzeit in Deutschland Überkapazitäten. Die deutsche Solarindustrie kann jedoch durchaus mithalten, wenn sie mit modernsten Produktionsanlagen Solarzellen effizienter herstellt“, sagte Roth.

Roth betonte, dass Deutschland zwar zu den technologisch führenden Ländern gehöre, aber vor allem Japan und seit neuestem auch China großes Potenzial hätten und technologisch sehr gut aufgestellt seien. „Insgesamt wird der Solarmarkt aber auch weiterhin ein globaler Markt sein, dem sich jeder Anbieter stellen muss“, erklärte Roth, dessen Unternehmen derzeit cirka 50 Prozent seiner Anlagen nach China verkauft. Es sei wichtig, so Roth, dass Deutschland den Vorsprung als Technologiestandort beibehalte, da sich die Massenproduktion nach Asien verlagern werde.

Die derzeit wachsende Kritik an der hohen Einspeisevergütung für Solarstrom sei zwar berechtigt. Roth warnte jedoch vor einem vorschnellen Abbau: „Mit effizienteren Solarmodulen und kostengünstigeren Technologien können wir dafür sorgen, dass die Kosten für die Herstellung des Solarstroms weiter sinken. Mit sinkenden Kosten kann auch die Einspeisevergütung nach und nach zurück genommen werden, ohne die Entwicklung dieser jungen Industrie in Deutschland zu gefährden.“

Der Umsatz der Roth & Rau AG ist im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 103,7 auf 117,0 Millionen Euro gestiegen. Allerdings habe sich der Auftragseingang gegenüber den beiden letzten Jahren abgeschwächt, so Roth. Dafür seien jedoch die Anfragen und Absichtserklärungen insbesondere aus neuen Märkten deutlich gestiegen.

„Im Mittelpunkt stehen für uns derzeit die Entwicklung der Modulpreise und die Verfügbarkeit neuer Technologien, um kostengünstiger zu produzieren“, sagte Roth. Nur mit dieser Strategie könnten Unternehmen der Solarindustrie langfristig ihr Wachstum sicherstellen.

Quelle: Roth & Rau AG

"Angesichts der sich abzeichnenden Verknappung fossiler und nuklearer Energierohstoffe ist es das Gebot der Stunde, die Weichen für Stromgewinnung auf regenerative Ressourcen zu stellen. Sonnenlicht wird in Zukunft der Rohstoff Nummer Eins für die Energieversorgung der Menschheit sein", erklärt Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA).

Mit heutigem Tag beschließt das österreichische Parlament ein Gesetz, in dem für die Königsdisziplin der Erneuerbaren, die Photovoltaik (PV), ein leerer Topf vorgesehen ist.

Der Inhalt, ein Minimalbetrag von 2,1 Mio. Euro, wurde noch nach dem alten Gesetz vergeben und ist seit Juli dieses Jahres aufgebraucht. Hans Kronberger: "Ein leerer Topf ist kein geeignetes Instrument für die Entwicklung einer zukunftsträchtigen und sozialverträglichen Stromproduktion. Ohne Photovoltaik sind langfristig weder Versorgungssicherheit noch Preisstabilität zu gewährleisten."

Während mehr als 40 Staaten der Erde brauchbare Einspeisebedingungen für Sonnenstrom haben, koppelt sich Österreich vom "kleinen Weltwirtschaftswunder" der internationalen PV-Entwicklung ab. Empört ist Kronberger über die Behauptung einiger unqualifizierter PV-Gegner, die eine ungebührliche Belastung der einzelnen Haushalte durch die PV beschwören.

Tatsächlich ergibt sich je Haushalt und Monat eine Mehrbelastung von insgesamt 4 Cent durch die bisher in der PV-Tarifförderung ausgeschütteten Mittel. Kronberger: "Der teuerste Weg ist es, das alte, fossile System weiter zu fördern und aufrecht zu erhalten. Beim unausweichlichen nächsten Preisschub, nach dem angesagten Höhenflug des Ölpreises, werden die Stromkosten um ein Vielfaches dieser Mehrbelastung steigen. Nur ein ordentliches Entwicklungsprogramm für Erneuerbare kann diese Bedrohung für die Zukunft schon heute abfangen."

Hans Kronberger fordert einen sofortigen Neubeginn der Verhandlungen für ein praktikables Ökostromgesetz unter Einbeziehung aller Stromversorger der Zukunft. Es geht um die Angleichung an internationale Entwicklungsbedingungen für sauberen Strom. Die Deckelung des heimischen Ausbauvolumens muss fallen. Nur heimische, erneuerbare Energieformen können Preisschübe durch Rohstoffverknappung und Lieferengpässe (siehe Gaskrise) vermeiden.

Quelle: Photovoltaic Austria Federal Association