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Marktentwicklung

Bonn, 30.10.2009 - Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 1.650 MWp neu installiert. Der bundesweite Solar-Zubau eines Jahres entspricht damit in etwa der Leistung zweier konventioneller Kohle-Kraftwerke.

Angesichts dieser Zahlen und einem Branchenumsatz von zuletzt 9,5 Milliarden Euro markiert das Jahr 2008 das bislang erfolgreichste Jahr der deutschen Photovoltaikbranche. Dabei profitiert der Standort Deutschland auch von einer starken Exportwirtschaft und den weltweit wachsenden Märkten für alternative Energietechnik, so die Autoren des Standortgutachten „Photovoltaik in Deutschland 2009“ des Markt- und Meinungsforscher EuPD Research.

Dabei legt eine detaillierte Betrachtung des weltweit wichtigsten Absatzmarktes für PV-Anlagen durchaus deutliche, regionale Unterschiede offen. Zum ersten Mal veröffentlicht EuPD Research nun im Rahmen seines Standortgutachtens eine landkreisgenaue Absatzmarktanalyse. Spitzenreiter beim PV-Zubau in Deutsch-land sind demnach der Freistaat Bayern und Baden-Württemberg.

„Die Top 5“ – Höchste Anlagendichte in Bayern und Baden-Württemberg

Die kumulierte PV-Leistung in Bayern ist mit 2.114 MWp rund doppelt so hoch wie beim Zweitplazierten Baden-Württemberg und entspricht etwa der Leistung von zwei herkömmlichen Atomkraftwerken. Zusammen dominieren die beiden süddeutschen Bundesländer den heimischen PV-Markt sehr deutlich. Rund 60 Prozent aller PV-Anlagen sind in Süddeutschland installiert. Mit 529 MWp kommt Nordrhein-Westfalen auf einen dritten Platz, gefolgt von Niedersachsen mit 335 MWp und Hessen mit 308 MWp. Insgesamt wurden mit dem Einsatz von Photo-voltaikanlagen bereits bis 2008 bundesweit 8.530.671 Tonnen CO2 eingespart.

Die Untersuchung auf Landkreisebene zeigt, dass Ende 2008 deutschlandweit in 20 Landkreisen jeweils über 50 MWp PV-Leistung installiert war. Mit 90 MWp ist die Photovoltaikdichte im Landkreis Passau am höchsten. Mit den Landkreisen Schwäbisch-Hall, Ravensburg und dem Alb-Donau-Kreis sind auch drei Kreise aus Baden-Württemberg unter den Regionen mit den höchsten Installationswerten zu finden. Besondere Potentiale für die Zukunft ermitteln die Analysten von EuPD Research in Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.

Die Hintergründe: „Standortgutachten Photovoltaik in Deutschland 2009“

Auf über 160 Seiten analysieren die Marktexperten von EuPD Research bereits im zweiten Jahr in Folge den Solarstandort Deutschland. Erstmals liefert die Analyse auch eine landkreisgenaue Übersicht des weltweit wichtigsten PV-Absatzmarktes. Dafür analysierte EuPD Research weit mehr als 450.000 einzelne PV-Anlagen aus dem eigenen Anlagenregister, in dem alle deutschen Solaranlagen erfasst sind. Neben den politischen, wirtschaftlichen und geografischen Standortfaktoren beleuchtet das Gutachten Deutschland zum einen als wichtigen Industriestandort, zum anderen als den derzeit größten Absatzmarkt weltweit.

Quelle: Hoehner Research & Consulting Group GmbH

Martin Bonow, Vorstand Genossenschaftsverband, Ex-Bundesumweltminister Prof. Klaus Töpfer sowie die juwi-Vorstände Fred Jung und Matthias Willenbacher (von rechts) plädierten bei der Pressekonferenz in Wörrstadt für den nachhaltigen Ausbau einer dezentralen Versorgung mit erneuerbaren Energien.

Wörrstadt, 28. Oktober 2009 - Auf der heutigen Pressekonferenz der Energiefachtagung bei juwi in Wörrstadt brach Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer eine Lanze für dezentrale Energielösungen. Erklärtes Ziel ist der nachhaltige Klimaschutz mit Hilfe von erneuerbaren Ressourcen als Vor-Ort-Lösungen - z. B. in Form von Bürgergenossenschaften unter kommunaler Einbindung.

Diese sind bundesweit im Kommen. Rund 180 Fachleute diskutierten zusammen mit Energie-Experten tragfähige Lösungsansätze. Hierzu gehörten auch die drei diesjährigen Preisträger des GenoPortal Awards Energie, die für ihr Engagement regionaler Energieversorgung ausgezeichnet wurden: Die Energiegenossenschaft Odenwald eG, schleswig-holsteinische Kompetenzzentren Windenergie eG sowie das Institut für Brennholztechnik in Bad Wildungen.

Töpfer: Klimaschutz vor der Haustür

In immer mehr Regionen nehmen die Menschen die Energieversorgung selbst in die Hand. Sie schließen sich in Genossenschaften zusammen und betreiben gemeinsam regionale Solar-, Wind- oder Bioenergieanlagen. Sie wollen sich unabhängig machen von teuren Rohstoffimporten und von Großkonzernen - und sie wollen saubere Energie. Ein dezentrales Konzept, in dem viele Experten die Energieversorgung der Zukunft sehen.

„Wir müssen mit Solardächern, Windrädern, Biomasse und Geothermie vor allem die dezentrale Energieversorgung ausbauen. So können wir das Klima schützen und gleichzeitig die Wirtschaft vor Ort ankurbeln“, sagte Prof. Klaus Töpfer, früherer Bundesumweltminister und Ex-UN-Untergeneralsekretär, heute bei der Tagung „Regionale Energieversorgung gestalten“, die von Genoportal, dem Gründungs- und Kompetenzzentrum des Genossenschaftsverbandes, und der juwi-Gruppe in Wörrstadt veranstaltet wurde. Mit der Tagung startet eine strategische Kooperation, mit der eine genossenschaftlich getragene regionale Energiewirtschaft auf Basis erneuerbarer Ressourcen forciert werden soll.

Ziel: 100 % saubere Energie

Rund 180 Teilnehmer aus Kommunen, Finanzinstituten und Gemeindewerken haben sich bei der Tagung über genossenschaftliche Möglichkeiten einer regionalen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Ressourcen sowie über Wege kommunaler und bürgerlicher Zusammenarbeit informiert. „Die Genossenschaften erleben derzeit eine Renaissance. Allein in unserem Verband wurden in den vergangenen Monaten 14 Energieversorgungs-genossenschaften gegründet, in denen sich Menschen zusammengeschlossen haben, um gemeinsam unternehmerisch tätig zu werden und die Energieversorgung selbst zu organisieren“, sagte Martin Bonow, Vorstand des Genossenschaftsverbandes.

Dabei handelt es sich beispielsweise um „Bioenergiedörfer“, in denen die Nahwärmeversorgung genossenschaftlich organisiert ist oder um Genossenschaften, die Photovoltaik-Anlagen betreiben. Genossenschaften sind Zusammenschlüsse natürlicher und juristischer Personen mit dem definierten Förderziel, sich gemeinsam unternehmerisch zu betätigen.

Prof. Wolfgang George, Wissenschaftlicher Leiter Genoportal: „In einem genossenschaftlichen System sind die Mitglieder gleichzeitig auch Kunden und übernehmen die Verantwortung für die Energieversorgung. Die

Einbindung der Menschen vor Ort ist ungemein breit; das schafft ein hohes Maß an Akzeptanz, Identität und Engagement.“Regionale Energiewirtschaft ist aber auch ein Wegbereiter einer 100-prozentigen Versorgung mit erneuerbaren Energien.

„Stadt- und Gemeindewerke, die Regionalversorger und die Bürger werden zu regenerativen Energieerzeugern und Energieversorgern und können so dazu beitragen, dass die Region ihren Energiebedarf zu 100 Prozent aus heimischen und sauberen Ressourcen deckt und möglichst noch zusätzlich Energie exportiert“, betonte Prof. Karl Keilen, stellvertretender Abteilungsleiter Energie und Klimaschutz im rheinland-pfälzischen Umweltministerium.

Und diesen Weg der 100 Prozent, der über Investitionen sowie Gewerbesteuer- und Pachteinnahmen auch die regionale Wertschöpfung steigert und viele neue Arbeitsplätze schafft, wollen immer mehr Gebietskörperschaften gehen.

„Während die Politik auf Bundesebene über Laufzeiten von Atomkraftwerken und über 30-Prozent-Ziele für erneuerbare Energien debattiert, steigt die Zahl der Kommunen und Regionen zusehends, die sich zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen wollen. In dieser Bewegung von unten können Genossenschaften eine tragende Rolle spielen; sie müssen wir unterstützen“, erklärte juwi-Vorstand Fred Jung.

Quelle: juwi-Gruppe

Berlin, 24.10.2009 - Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) bewertet den heute von Union und FDP vorgelegten Koalitionsvertrag im Bereich Energiepolitik insgesamt mit der Note befriedigend. Positiv hervorzuheben ist aus Sicht der Branche, dass die neue Regierung die maßgebliche Rolle der Erneuerbaren Energien bei der Energieversorgung anerkennt und betont.

Erklärtes Ziel von schwarz-gelb sei es laut Koalitionsvertrag, Erneuerbare Energien sowie die Technologieführerschaft in diesem Bereich konsequent auszubauen und konventionelle Energieträger kontinuierlich durch alternative Energien zu ersetzen. "Diese Aussagen sind wegweisend und wichtig. Denn eine klimaschonende, sichere und bezahlbare Energieversorgung können auf Dauer nur die Erneuerbaren leisten", erklärt dazu BEE-Präsident Dietmar Schütz.

Maßgeblich sei auch die Betonung des Vorrangs für Erneuerbare Energien und das klare Bekenntnis zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Vorschnellen Änderungen dieses erfolgreichen Gesetzes, wie sie im Vorfeld der Verhandlungen lautstark gefordert wurden, sei eine Absage erteilt worden. "Hier hat sich die vernünftige Erkenntnis durchgesetzt, dass Investitionssicherheit essentiell für die Entwicklung einer aufstrebenden Branche ist. Wir nehmen das Angebot der neuen Regierung gern an, mögliche Veränderungen am EEG im Dialog mit der Branche zu erarbeiten", sagt Schütz.

Positiv beurteilt der Branchenverband die Betonung der Speicherentwicklung und die angekündigten Anreize für Regenerative Kombikraftwerke. Dies seien entscheidende Schritte auf dem Weg zur regenerativen Vollversorgung. Als falsche Weichenstellung bewertet der BEE dagegen die Aufkündigung des Atomkonsenses.

Mit längeren Laufzeiten für Kernkraftwerke drohe die zunehmende Verstopfung der Stromnetze und eine Einschränkung des Vorranges für Erneuerbare. Außerdem würden dadurch wenige Großkonzerne bevorzugt und mehr Wettbewerb im Energiemarkt verhindert. Insgesamt sei daher zu befürchten, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Stromsektor gebremst werde.

Enttäuschend sei das Ergebnis der Verhandlungen im Wärmesektor. Zwar werde am Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und dem Marktanreizprogramm festgehalten. Es mangele jedoch an einer verlässlichen Verstetigung der Förderung und an neuen Impulsen, um das große Effizienzpotenzial und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten für Erneuerbare Energien in diesem wichtigen Sektor schneller zu erschließen.

Im Mobilitätssektor nenne der Koalitionsvertrag das begrüßenswerte Ziel, den Markt für reine Biokraftstoffe wiederzubeleben. Aussagen zur Anhebung der Quote für Biokraftstoffe und konkrete Vorschläge zur Förderung Erneuerbarer Elektromobilität seien dagegen nicht zu finden.

BEE-Präsident Schütz abschließend: "Jetzt kommt es auf das im Koalitionsvertrag angekündigte Energiekonzept an. Die neue Regierung muss dieses Instrument nutzen, um bisherige Leer-stellen mit zukunftsweisenden Maßnahmen zu füllen. Der BEE hat in seinem jüngst vorgelegten eigenen Entwurf für eine zukunftsfähige Energieversorgung wertvolle Hinweise dafür geliefert."

Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

Bonn, 26.10.2009 - Das Deutsche CleanTech Institut (DCTI) veröffentlicht nun den zweiten Berichtsband einer insgesamt 20-bändigen Studienreihe, die sich mit den Arbeitsfeldern der deutschen CleanTech Branche beschäftigt. Nach der Solarenergie wird nun im gerade erschienenen, zweiten Studienband die Windenergiebranche vorgestellt.

Dabei werden die technischen Grundlagen und Funktionsweisen anschaulich erklärt und gleichzeitig die wichtigsten Hersteller und Ländermärkte hinsichtlich ihrer Entwicklung und künftigen Potentiale beleuchtet. Auch im Segment der Windenergie sind demnach deutsche und europäische Unternehmen führend und treiben den CleanTech Gedanken maßgeblich voran.

Europaweit führend: Windkraft "made in Germany"

Dabei zeichnet sich die deutsche Windenergiebranche durch eine sehr starke Exportorientierung aus. In Europa ist Deutschland mit rund 24.000 MW installierter Leistung Ende 2008 führend im Bereich der Windenergie. Im Jahr 2008 konnte die Windenergie - bezogen auf den gesamten Energiezubau in Europa - sogar einen Anteil von 35 Prozent für sich beanspruchen.

Im selben Zeitraum verzeichnete die Windenergie in den USA sogar ein Zuwachs von 42 Prozent, ebenfalls gemessen am gesamten Kapazitätszubau. Hohe Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich und milliardenschwere Investitionen in Forschung, Entwicklung und Standortsicherung allein in Deutschland sollen dazu beitragen, dass die Branche auch langfristig eine internationale Spitzenposition hält. Mit seiner Arbeit trägt das DCTI dieser Entwicklung Rechnung und fördert die Verbreitung des CleanTech Gedanken in Deutschland und in der Welt.

Öffentliches Bewusstsein für CleanTech schaffen

"Ziel der Studienreihe ist es, die Öffentlichkeit über die unterschiedlichen Technologiezweige und Arbeitsfelder aufzuklären und den Diffusionsprozess dieses Wachstumsmarktes voranzutreiben. Deutschland ist heute führend in der Entwicklung, Produktion und im Einsatz sauberer Technologien", erklärt Philipp Wolff, Geschäftsführer des DCTI. Mit dem Studienband Windenergie werde nun eine Branche vorgestellt, die in erheblichem Maße Anteil am weltweiten Einsatz neuer, ressourcenschonender Technologien zur Energieerzeugung habe und gerade in Deutschland eine wahre Erfolgsgeschichte vorweisen könne, so Wolff weiter.

Neben den Grundlagen der Technologie werden im Berichtsband auch die wichtigsten Ländermärkte für den Einsatz von Windkraftanlagen vorgestellt und in Grundzügen analysiert. Ergänzt wird die Analyse durch ausführliche Interviews mit Vorständen und Führungskräften der Branche und einen Sonderbeitrag der German Trade & Invest, Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing der Bundesrepublik Deutschland.

Kostenloser Download der Studie

Der Studienband Windenergie ist ab sofort kostenlos auf der Website des Deutschen CleanTech Instituts und auf den Internetseiten der Partnerunternehmen erhältlich. Eine ausführliche, begleitende Berichterstattung zum Thema Windenergie lesen Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Medienpartners, der WirtschaftsWoche.

Quelle: DCTI - Deutsches CleanTech Institut GmbH

München, 22. Oktober 2009 - Nach jahrzehntelanger Forschung und Entwicklung steht die Organische Photovoltaik in zahlreichen Anwendungsbereichen vor dem Durchbruch. So lautet ein zentrales Ergebnis der heute veröffentlichten Studie „Forecasting the Future of Dye Sensitized and Organic PV.“ Diese wurde von Greentech Media in Zusammenarbeit mit dem renommierten Prometheus Institute, Chicago, herausgegeben, und beleuchtet die neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der organischen Photovoltaik.

Sowohl Farbstoff-Solarzellen (DSC) als auch Kunststoff–basierte Zellen (OPV) sind marktreif und könnten in den kommenden Jahren teure Silizium-Solar-Zellen in bestimmten Anwendungsbereichen ersetzen. Wirkungsgrad und Lebensdauer werden schrittweise erhöht und sollen bei Farbstoff-Solarzellen bis 2020 rund 30% erreichen. Die neuen Technologien eignen sich hervorragend für den Einsatz in Baustoffen (BiPV), der Fahr- und Flugzeugindustrie sowie Consumer Electronics.

 

Der Studie zufolge planen die Vorreiter bei den beiden Technologien, die walisische G24 Innovations (DSC), und Konarka Technologies (OPV) aus den USA bis 2012 eine Vervielfachung ihrer Produktionskapazitäten. Alleine Konarka rechnet mit einem Anstieg des Produktionsvolumens von jetzt 5 Megawatt auf 1000 Megawatt im Jahr 2012. Gleichzeitig wachsen Qualität und Quantität der Unternehmen, die die zentralen Vorteile der Organischen Photovoltaik (Kostengünstige Produktion im Rolle-zu-Rolle-Verfahren, Verwendung auch bei diffusem Licht, Flexibilität) nutzen, um eigene Produkte wie Autodächer, Hausfassaden oder Sonnenbrillen damit auszustatten.

 

Auch Unternehmen aus Deutschland sind auf dem Markt für Organische Photovoltaik aktiv: Im Oktober schloss der Chemieriese Merck eine Entwicklungspartnerschaft mit dem australischen Spezialisten für Farbstoffsolarzellen, Dyesol. Dazu kooperiert Merck mit Bosch und Schott Solar, die Dresdner Heliatek GmbH plant den Aufbau einer Produktionslinie für Kunststoffsolarzellen bis 2011.

 

- Weitere zentrale Ergebnisse der Studie -

Consumer Electronics

Displays aus Farbstoff-Solarzellen könnten in Zukunft Produkte wie Handys schmücken und sie unabhängig vom Stromnetz aufladen. Allein im vergangenen Jahr verkauften Samsung, LG und Co. mehr als 160 Millionen Handys nach Afrika. Aufgrund der mangelhaften Stromversorgung dort sind Geräte mit integrierten Solar-Panels oder eigenständige, aber bezahlbare Solar-Ladegeräte für diesen Kontinent von zentralem Vorteil. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Farbstoffsolarzellen herkömmliche Silizium-Solarzellen in diesem Bereich ablösen werden“, so Philip Drachman, Autor der Studie. Doch auch für Sonnenbrillen mit integrierten Farbstoffsolarzellen, über die iPods und Handys geladen sowie für Uhren und Spielzeuge sind die kostengünstigen und flexiblen Solarzellen der dritten Dünnschicht-Generation höchst interessant. Weiterer Vorteil: Die elektronischen Geräte werden auch bei diffusen Lichtbedingungen Schritt für Schritt aufgeladen.

 

Photovoltaik in Gebäuden, Textilien, Autos, Flugzeugen

Die Integration von hauchdünnen, organischen Solarzellen in Gebäudeteilen (BIPV) – beispielsweise in Glas-Fassaden oder Ziegeln – wird in den kommenden Jahren verstärkt an Bedeutung gewinnen. Nach Einschätzung der Analysten könnten Solardächer, -fenster, -fassaden oder -ziegel herkömmliche Materialien beim Bau von Gebäuden ablösen.

Gleichzeitig ergeben sich für die flexiblen Solarzellen viele weitere Anwendungsgebiete wie beispielsweise im Bereich Fahr- und Flugzeugbau oder die Verwendung in Alltags- und Outdoor-Textilien. Toyota und Hyundai beispielsweise möchten bereits 2010 erste Fahrzeuge mit Solardächern auf den Markt bringen, die die Lithium-Ionen-Batterien der Plug-In-Hybridautos unterstützen.

G24 Innovations verkündete im Oktober, DSC-Module an einen Hersteller von CE Taschen, die Mascotte Industrial Associates, geliefert zu haben. Schon im Dezember sollen die ersten Taschen diesesTyps auf den Markt kommen. G24i ist darüber hinaus zahlreiche weitere Entwicklungspartnerschaften eingegangen, um möglichst rasch größere Mengen zu günstigeren Kosten zu produzieren und so in die Massenproduktion einsteigen zu können.

Wirkungsgrade und notwendige Weiterentwicklung

Wie bei herkömmlichen Dünnschichtmodulen ist die Verbesserung der Wirkungsgrade ein entscheidendes Kriterium für die Marktfähigkeit dieser jungen Technologien. Greentech Media geht davon aus, dass sich der Wirkungsgrad von Kunststoff-Solarzellen von derzeit 5 Prozent auf 7 Prozent in 2012 und 10 Prozent in 2020 verbessern wird. Gleichzeitig wird die Lebensdauer auf 10 Prozent für 10.000 Stunden ausgedehnt.

Ähnliche Verbesserungen von jetzt 11 Prozent auf 30 Prozent in zehn Jahren sind bei Farbstoffsolarzellen nach der Einschätzung der Analysten realistisch. Mit der Steigerung der Anwendungsmöglichkeiten und dem Aufbau von Produktionskapazitäten werden die Preise rasch auf konkurrenzfähiges Niveau sinken.

Quelle: Greentech Media