photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie den Button "akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Marktentwicklung

Berlin, 19. November 2009 - Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Vergütung für Strom aus regenerativen Quellen. Die Mehrkosten für Strom aus Sonnenenergie, Windkraft, Bioenergie, kleinen Wasserkraftwerken und Erdwärme werden mittels einer Umlage von allen Stromkunden bezahlt. Die so genannte EEG-Umlage ist die Differenz zwischen den Vergütungskosten für EEG-Strom und dem Börsenpreis für herkömmlichen Strom. Sie wird nach einer Prognose der großen Energieversorgungsunternehmen von ca. 1,1 Cent pro Kilowattstunde in diesem Jahr auf rund 2 Cent im Jahr 2010 ansteigen.

Dieser Anstieg hat im Wesentlichen drei Gründe:

1.) Aufgrund der Wirtschaftskrise ist 2009 die Stromnachfrage und damit der Strompreis an der Börse gesunken. Die Differenzkosten zwischen herkömmlich erzeugtem Strom einerseits und nach EEG vergütetem Strom andererseits wurden dadurch größer. Außerdem verteilt sich die EEG-Umlage auf einen geringeren Gesamtstromabsatz. Sobald jedoch die Wirtschaft wieder Tritt fasst und Strom wieder stärker nachgefragt wird, reduzieren sich die Differenzkosten und die EEG-Umlage sinkt.

2.) Durch eine neue Ausgleichsmechanismusverordnung, die ab 2010 in Kraft tritt, werden Bestandteile des Strompreises schlicht umgeschichtet: Waren bislang mit dem EEG-Strom verbundene Netzdienstleistungen Teil der Netzentgelte, so werden diese Kosten künftig über die EEG-Umlage abgerechnet. Diese wird auf der Stromrechnung der „nichtprivilegierten Letztverbraucher“, das sind v. a. Haushalte und mittelständische Unternehmen, gesondert ausgewiesen. Durch die Entlastung der Netzentgelte müsste auch der Strompreis entsprechend sinken. Bislang hat jedoch kein Stromversorger erklärt, diese reduzierten Netzentgelte an seine Kunden weitergeben zu wollen.

3.) Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird auch im Jahr 2010 dynamisch weitergehen. Obgleich die garantierte Vergütung je eingespeister Kilowattstunde EEG-Strom für neue Anlagen Jahr für Jahr sinkt („Degression“), wird sich die EEG-Umlage noch ca. bis ins Jahr 2014 leicht nach oben entwickeln, bevor sie anschließend deutlich abnimmt. Dies prognostiziert z. B. die Studie „Stromversorgung 2020“ der Agentur für Erneuerbare Energien und des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE).

„Aus volkswirtschaftlicher und klimaschutzpolitischer Sicht ist das Wachstum der Erneuerbaren Energien sehr zu begrüßen“, betont Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Schließlich überwiegen die Kosteneinsparungen für vermiedene Brennstoffimporte sowie Umwelt- und Klimaschäden die EEG-Umlagekosten bei weitem.“

Mayer kritisiert in diesem Zusammenhang die Strompreiserhöhungen mehrerer Energieversorger, die sich auf die gestiegene EEG-Umlage berufen: „Die Erneuerbaren Energien taugen nicht als Sündenbock für Strompreiserhöhungen.

Was bei der EEG-Umlage steigt, sinkt gleichzeitig bei den Netzentgelten. Wer unter Verweis auf die EEG-Umlage die Strompreise massiv erhöht, gleichzeitig aber günstigere Beschaffungskosten an der Strombörse und sinkende Netzentgelte nicht an die Kunden weitergibt, spielt mit falschen Karten."

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien

Berlin, 24.11.2009 - EUROSOLAR e.V. und der Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE) veranstalten am 24. und 25. November 2009 die vierte International Renewable Energy Storage Conference (IRES). Experten aus dem In- und Ausland diskutieren in der nordrheinwestfälischen Landesvertretung in Berlin über die technischen Möglichkeiten und Entwicklungsfortschritte der Speicherung aus regenerativen Quellen erzeugter Energie. Die Veranstaltung findet wie in den Vorjahren in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW statt.

Norbert Hüttenhölscher, Leiter der EnergieAgentur.NRW, sieht "das Ziel der Energieautonomie weltweit als politisches, technologisches und wirtschaftliches Konzept. Aktuell geht es darum, Hemmnisse für den Ausbau Erneuerbarer Energien zu beseitigen. Maßgebend für weitere Fortschritte bei der Nutzung Erneuerbarer Energien ist aber die Optimierung der Speichertechnologie", sagt Hüttenhölscher. "Bemerkenswert ist, dass aus der Energieregion NRW hierzu starke Impulse aus Wirtschaft und Wissenschaft geleistet werden."

Die fluktuierende Verfügbarkeit von Solar- und Windenergie führt dazu, dass die Strom- und Wärmeerzeugung aus diesen Quellen nicht zu jeder Zeit gewährleistet ist: Wind weht nicht ständig, Sonnenlicht ist nicht immer in der gleichen Intensität vorhanden. Daher müssen neben einer intelligenten Vernetzung des gesamten Spektrums Erneuerbarer Energien Speicher zur Verfügung stehen. "Die Entwicklung der Speichertechnik ist schon weiter als vielfach angenommen", erklärt Hermann Scheer, Vorsitzender von EUROSOLAR und Präsident des WCRE. "Speichersysteme werden immer leistungsfähiger und günstiger. Sie schaffen weltweit neue Märkte für Erneuerbare Energien und beschleunigen deren Einführung."

Bei der diesjährigen IRES-Konferenz geht es unter anderem um die dezentrale Energieerzeugung und speicherung in Gebäuden und Siedlungen sowie um die Auswirkungen auf Energieflüsse und märkte. Die IRES zeigt die technologische Bandbreite für die chemische Stromspeicherung für stationäre und mobile Anwendungen, mit Lithium-Ionen-, Redox-Flow- und Natriumschwefelbatterien sowie Wärmespeicher für einen hohen solaren Deckungsgrad und die sinnvolle Nutzung von Abwärme. Referenten kommen aus Deutschland, Frankreich, Spanien, der Schweiz, den Niederlanden und weiteren Ländern.

EUROSOLAR und der Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE) hatten 2006 eine internationale Konferenzserie gestartet, die der Entwicklung des Speicherpotenzials und der Profilierung ihrer Anwendungen dient. Nach den erfolgreichen Veranstaltungen 2006, 2007 und 2008 findet nun die vierte Konferenz dieser Reihe statt.

Quelle: EUROSOLAR e.V

Berlin, 24.11.09 – Auch unter der schwarz-gelben Koalitionsregierung sollen Erneuerbare Energien einen signifikanten Anteil am Energiemix in Deutschland haben. Dies betonte der FDP-Vertreter Horst Meierhofer auf einer Podiumsdiskussion, die auf Einladung von Apricum im Vorfeld zum Forum Solarpraxis letzte Woche in Berlin stattfand.

Welchen Stellenwert hat das Thema Solarenergie in der Energiepolitik der neuen Regierung? Wie sind die Pläne in der Förderpolitik, wie wird Schwarz-Gelb das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) fortentwickeln? All das waren Fragen, die Horst Meierhofer, MdB der FDP und Vertreter der neuen Regierung, auf der Diskussionsveranstaltung gestellt wurden.

Meierhofer, Obmann der FDP im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie Vorsitzender des Bundesfachausschusses Umwelt der FDP, zerstreute Befürchtungen, dass durch die neue Koalition und deren Koalitionsaussagen zu Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken die Erneuerbaren Energien in Deutschland an Bedeutung und Förderwürdigkeit verlieren würden. Er sieht in der deutschen Photovoltaikindustrie eine Branche mit guten Zukunftschancen, die sich nicht zuletzt durch die konsequente Anschubfinanzierung des EEGs zum Weltmarktführer entwickeln konnte.

„Grundlage für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland ist für uns die Einspeisungsgarantie durch das EEG. Damit geben wir weiter Planungssicherheit.“ Es gebe in der Koalition keine Debatte darüber, das EEG als Fördermodell weiterzuführen, doch müsse es regelmäßig an die Marktgegebenheiten angepasst werden, so dass weder eine Unter- noch eine Überförderung stattfindet.

„Die Erfolgsgeschichte des EEGs soll auch in Zukunft fortgeschrieben werden, doch im Dialog mit den Solarunternehmen auf der einen und Verbraucherschützern auf der anderen Seite wollen wir einen neuen Weg finden, um die derzeitige Überförderung mit Fingerspitzengefühl abzubauen und uns einem reellen Marktpreis anzunähern, damit Verbraucher nicht über Gebühr belastet werden. Von Seiten der Solarindustrie wurde uns hier schon Gesprächsbereitschaft signalisiert.“

Quelle: Apricum

Washington/Mainz, 25. November 2009 – 92 Prozent der Amerikaner unterstützen die Entwicklung und Förderung von Solarenergie. Dies ist das Ergebnis des SCHOTT Solar Barometers, einer repräsentativen Online-Umfrage, die die SCHOTT Solar AG und der US-amerikanische Dachverband für die Solarindustrie SEIA (Solar Energy Industry Association) zum zweiten Mal durchgeführt haben. Die Ergebnisse repräsentieren ein klares Bekenntnis der US-Bürger zur Solarenergie, das auch schon bei der Umfrage 2008 deutlich spürbar war.

Das unabhängige Meinungsforschungsinstitut Kelton Research hat in dieser Umfrage unter anderem die persönliche Präferenz zu unterschiedlichen Energiequellen abgefragt. Das kürzlich veröffentlichte Ergebnis ist eindeutig: Gerade der Solarenergie wird eine hohe Bedeutung beigemessen. 43 Prozent der Befragten sehen darin die wichtigste Energiequelle.

Wie im vergangenen Jahr ist die große Mehrheit der Amerikaner – insgesamt 77 Prozent – auch heute der Meinung, dass die Entwicklung und Förderung Erneuerbarer Energien eines der wichtigsten Anliegen der US-Regierung sein sollte. "Diese Ergebnisse zeigen ganz klar, dass die Amerikaner Solarenergie befürworten und in ihr einen Wirtschafts- und Jobmotor sehen", sagt Dr. Martin Heming, CEO der SCHOTT Solar AG.  Er ergänzt: "Mit unserer neuen Produktionsstätte in Albuquerque, New Mexiko, haben wir in diesem Jahr Hunderte neue Arbeitsplätze in einer Industrie geschaffen, von der jeder Amerikaner und das gesamte Land profitiert."

"Die Haltung in Amerika gegenüber Solarenergie ist eindeutig", sagt Rhone Resch, Präsident und CEO der Solar Energy Industries Association. "Die Ergebnisse sind auch ein Signal an die Politik, die Förderung und Entwicklung der Sonnenenergie weiter voranzutreiben. Ein Ausbau der Solarenergie trägt dazu bei, der Umweltverschmutzung und dem Klimawandel entgegenzusteuern. Gleichzeitig schafft diese Industrie neue Arbeitsplätze in ganz Amerika."

Derzeit denkt fast die Hälfte der Amerikaner (49 Prozent) darüber nach, in Solarstrom zu investieren.

Quelle: SCHOTT Solar AG

Bonn, 19. November 2009 - Die Solarbranche musste in der Krise weltweit deutliche Rückschläge hinnehmen. Mittlerweile verbreitet sich jedoch wieder Optimismus, wie die Strategieberatung Simon-Kucher & Partners aufzeigt. In Europa, den USA und China rechnen die Unternehmen im kommenden Jahr mit einem deutlichen Wachstumsschub. Zurecht, meint Commerzbank-Analyst Robert Schramm im Gespräch mit pressetext. "2010 gehen wir von einem Ausbau der weltweit installierten Solarleistung um 61 Prozent aus", so der Fachmann.

Der rapide Vormarsch der Solarunternehmen sei angesichts der Wirtschaftskrise zwar gebremst worden. Dennoch wachse die Branche auch in diesem Jahr um 25 Prozent. Im kommenden Jahr sei zudem mit einem Umsatzwachstum von 46 Prozent zu rechnen, verdeutlicht Schramm gegenüber pressetext. Der Photovoltaik-Modulpreisverfall werde sich mit minus acht Prozent im ersten Quartal 2010 aber noch moderat fortsetzen.

Zunehmende Internationalisierung

Angaben von Simon-Kucher zufolge visieren die einzelnen Branchenplayer im Durchschnitt eine Steigerung der Geschäfte um 27 Prozent an. Allerdings habe sich gezeigt, "dass die Solarunternehmen dazu neigen, ihre Wachstumsaussichten zu überschätzen", meinen die Experten. Ihre ehrgeizigen Ziele müssten erst umgesetzt werden. Von der Krise seien Zulieferer und Zellenhersteller stärker betroffen als etwa der Handel.

Die Solarfirmen erwirtschaften im Schnitt rund ein Drittel ihrer Umsätze im Ausland. Innerhalb von fünf Jahren soll der Anteil auf über die Hälfte gesteigert werden. Eine internationale Ausrichtung der Solarbranche "wird in den nächsten Jahren für den Erfolg ausschlaggebend sein", meint Simon-Kucher-Partner Philip Grothe. Erst vor wenigen Tagen hat etwa der chinesische Solarkonzern Suntech Power den Sprung über den Teich gewagt und angekündigt, seine erste Fertigungsanlage in den USA zu errichten.

Verschenkte Gewinne

Das Preismanagement der Solarfirmen ist nach Ansicht von Simon-Kucher hingegen verbesserungswürdig. Die Betriebe würden durch ein unprofessionelles Management Gewinne verschenken. In den Bereichen Kundennähe- und Service sowie Produktqualität und Innovation orten die Unternehmen die größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Der Fokus liege auf absatzorientierten Geschäftsfeldern. Gerade in Marktnischen sei eine genaue Marktsegmentierung und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zu empfehlen.

Redakteur: Manuel Haglmüller

Quelle: pressetext