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Marktentwicklung

Berlin, 15. Dezember 2009 - Um 9 Prozent fällt die Vergütung für Solarstrom Anfang 2010, die Installation einer eigenen Photovoltaik-Anlage lohnt sich aber weiter. Das zeigen Renditeberechnungen der Stiftung Warentest für die Januar-Ausgabe von Finanztest und das Onlineportal www.test.de. Grund sind die stark gesunkenen Preise für Solarmodule.

An Standorten mit durchschnittlicher Sonneneinstrahlung können Eigentümer von Photovoltaik-Anlagen rund sieben Prozent Rendite erzielen – und das über eine Laufzeit von gut 20 Jahren. In sonnigen Regionen Süddeutschlands und bei besonders günstigen Anschaffungskosten sind sogar zweistellige Renditen möglich.

Immer attraktiver wird auch der Eigenverbrauch des produzierten Solarstroms. Für Anlagen, die 2010 in Betrieb gehen, lohnt er sich schon ab einem Strompreis von 19,49 Cent pro KWh. 2009 lag der Schwellenwert noch bei 21,42 Cent pro KWh. Etliche Stromversorger liegen bereits heute über diesem Wert. Und mit weiter steigenden Strompreisen wird der Eigenverbrauch immer interessanter.

Quelle: Stiftung Warentest

München, 14. Dezember 2009 - Die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen für den Einsatz in Gebäuden und amerikanischen Kraftwerken ist 2009 trotz der allgemein schlechten Wirtschaftslage erheblich gestiegen. Bis 2012 könnten sich die USA sogar zum weltweit schnellsten Wachstumsmarkt entwickeln, in welchen voraussichtlich mehr als sechs Milliarden Dollar investiert werden.

Das sind zentrale Ergebnisse der Studie "The United States PV Market Through 2013: Projekt Economics, Policy, Demand and Strategy", die Greentech Media heute offiziell in Deutschland vorstellt. Dem Report zufolge stieg die installierte Photovoltaik-Nachfrage von 320 Megawatt in 2008 auf aktuell 440 Megawatt und könnte im "Best-Case" jährlich um bis zu 48 Prozent wachsen.

 

"Bis 2012 wird der Photovoltaik-Markt in den USA den spanischen Markt einholen und die klare Nummer 2 hinter Deutschland werden", so Markus Erhard, Analyst bei Greentech Media in München. "Wir gehen davon aus, dass besonders auch deutsche Player wie Conergy oder juwi vom Wachstum auf dem amerikanischen PV-Markt profitieren werden."

Neben der installierten Leistung werden auch die Investitionen in den amerikanischen Photovoltaik-Sektor enorm zunehmen. Die Autoren der Studie errechneten eine Verdreifachung der Investments auf 6,12 Milliarden Dollar im Jahr 2012, bei einer besonders günstigen Marktentwicklung sogar bis zu 8,17 Mrd. Dollar. Im laufenden Jahr lagen die Investitionen noch bei 2,35 Milliarden Dollar. Zum raschen Wachstum des Kapitaleinsatzes von durchschnittlich mehr als 37 Prozent pro Jahr, tragen vor allem Großprojekte ("Utility-Scale Projects") bei, in die alleine 1,48 Milliarden Dollar investiert werden.

Weiteres zentrales Ergebnis der Studie: Unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Fördermittel ist in den Bundesstaaten Kalifornien und New Jersey die Preis-Konvergenz zwischen Photovoltaik-Strom auf der einen Seite und Strom aus dem öffentlichen Netz (Grid Electricity) auf der anderen Seite schon erreicht. Die Experten von Greentech Media rechnen damit, dass es in 11 Bundesstaaten bis 2012 gelingen wird, im Bereich von Firmengebäuden diese Schwelle zu erreichen, in 10 Bundesstaaten wird diese bei Wohnhäusern bereits erreicht sein.

Weitere Inhalte der Studie

Die Studie von Greentech Media analysiert den auch für deutsche Solarunternehmen hoch interessanten US-Photovoltaik-Markt. Dabei stellen die Autoren Shayle Kann und Daniel Englander nicht nur die wichtigsten Player, deren aktuelle Wettbewerbsposition und Strategien vor, sondern gehen auch detailliert auf Marktbedingungen, Regulierung, Förderpolitik und Nachfrageentwicklung der 16 wichtigsten US-Bundesstaaten sowie auf nationaler Ebene ein. Dabei wird zwischen den drei wichtigsten Projektarten Wohnhäuser (Residential), Firmengebäude (Commercial) sowie Großprojekte (Utility-Scale Level) unterschieden. Weitere Inhalte sind vergleichende Analysen von Finanzierungsstrukturen und Fallstudien zu realisierten Projekten.

Quelle: Über Greentech Media

Düsseldorf, 09. Dezember 2009 - In Kopenhagen treffen sich derzeit die Mächtigen dieser Welt, um auf dem Weltklimagipfel zukunftsfähige Strategien für die Klimaproblematik zu verhandeln. Besonders im Fokus: die Entwicklung Erneuerbarer Energien. Als Berufsfeld sind diese in den Augen zahlreicher Menschen bereits sehr attraktiv.

Eine aktuelle Umfrage des Online-Stellenportals www.stepstone.de unter 3.618 Fach- und Führungskräften ergab: 81 Prozent der Befragten finden ein Karriere im Umfeld regenerativer Energien besonders attraktiv. Nur 19 Prozent sehen hier keinen Unterschied zu anderen Wirtschaftszweigen.

"Deutschland ist weltweit führend, was die Entwicklung von Windkraft-, Biomasse-, Geothermie- oder Photovoltaiktechnologie angeht. Als Pionier in diesem Bereich hat sich die deutsche Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten einen wertvollen Erfahrungsvorsprung im Vergleich zum internationalen Wettbewerb gesichert. Unsere Umfrage zeigt, dass zahlreiche Fach- und Führungskräfte sehr daran interessiert sind, am Ausbau dieses Know-how Vorsprungs mitzuarbeiten, um dadurch auch die eigene Karriere in einem zukunftsfähigen Umfeld voranzutreiben," so Frank Hensgens, Vorstand der StepStone Deutschland AG.

Die Bundesrepublik Deutschland gilt weltweit als entschiedener Entwicklungstreiber für Technologien auf Basis regenerativer Energien. Nach Angaben des Bundesministeriums für Umweltschutz, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat sich die Zahl der Beschäftigten in diesem Wirtschaftszweig in den vergangenen beiden Jahren verdoppelt. Derzeit sind hier rund 240.000 Menschen beschäftigt - Tendenz steigend.

Quelle: stepstone.de

Washington 10. Dezember 2009 - Die Weltbank hat ein riesiges internationales Solarprojekt angekündigt. Gemeinsam mit verschiedenen Investoren will das Institut über 5,5 Mrd. Dollar bereit stellen, um in fünf arabischen Ländern solarthermische Kraftwerke zu errichten. Eigenen Angaben zufolge will sich die Weltbank mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 750 Mio. Dollar beteiligen. Die restlichen rund 4,85 Mrd. Dollar würden bei anderen Investoren mobilisiert. In den Kraftwerken soll künftig ein Gigawatt Strom erzeugt werden. Die aktuelle Leistung thermischer Solarkraftwerke weltweit würde damit verdreifacht.

Großprojekte grundsätzlich machbar

Wie im Fall des Wüstenstromprojekts Desertec, das mit Investitionen von bis zu 400 Mrd. Euro noch deutlich größer ausfällt, setzt das Weltbank-Projekt auf die bewährte Technologie thermischer Kraftwerke. "Abgesehen von politischen Bedenken, die teilweise begründet sind, stoßen derartige Großprojekte häufig auf technisch und wirtschaftlich begründete Einwände. Grundsätzlich ist aber nicht auszuschließen, dass Projekte in dieser Größenordnung machbar sind", meint Magdalena Wasowicz, Analystin für den Industriesektor bei Raiffeisen Research, im Gespräch mit pressetext.

Der Expertin zufolge nutzen solarthermische Anlagen im Gegensatz zur Photovoltaik eine Technologie, die in kleineren Maßstäben bereits seit Jahrzehnten funktioniert. Dabei wird Sonnenlicht von großen Spiegeln gebündelt, um Flüssigkeit zu erhitzen und mit dem erzeugten Dampf Turbinen anzutreiben, die Strom erzeugen. "Ein entscheidender Vorteil der Technologie ist die Speicherfähigkeit des Stroms", erklärt Wasowicz. Ein Problem bestehe aber nach wie vor in der Weiterleitung der Energie in die Abnehmerländer. Das Desertec-Projekt in der Sahara etwa soll nach Fertigstellung bis zu 15 Prozent des Strombedarfs Westeuropas decken.

900 Megawatt bis 2020

"Die notwendige technische Infrastruktur bedarf neben politischen Regelungen einer entsprechenden Anschubfinanzierung", erläutert Wasowicz gegenüber pressetext. Die Refinanzierung von Mega-Projekten könnte dauern. Spätestens seit Beginn der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen stehen Klimaschutz und Erneuerbare Energien jedoch auf der aktuellen politischen Agenda. Die Weltbank rechnet durch das Solarprojekt mit möglichen Einsparungen von 1,7 Mio. Tonnen an Treibhausgasemissionen pro Jahr.

Bis 2020 sollen dem Investitionsplan der Weltbank nach bereits 900 Megawatt installiert sein. Insgesamt sind elf Solarkraftwerke in Algerien, Ägypten, Jordanien, Marokko und Tunesien vorgesehen. Die Anschubfinanzierung von 750 Mio. Dollar soll der Clean Technology Fund der Weltbank innerhalb der kommenden drei bis fünf Jahre bereitstellen.

Redakteur: Manuel Haglmüller

Quelle: pressetext

Düsseldorf, 08. Dezember 2009 - Die regenerative Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen ist 2008 weiterhin gewachsen. Im vergangenen Jahr waren über 22.400 Menschen bei den rd. 3.200 erfassten NRW-Unternehmen in den Bereichen Herstellung, Errichtung und Service regenerativer Anlagen tätig. Damit stieg die Zahl der Beschäftigten um rund 6 Prozent zum Vorjahr 2007 (rund 21.200 Beschäftigte).

Gleichzeitig stiegen die Umsätze um etwa 20 Prozent auf gut 6,6 Mrd. Euro an (2007: rund 5,5 Mrd. Euro). Diese Zahlen gehen aus der aktuellen Studie "Zur Lage der Regenerativen Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen 2008" hervor, die das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien  im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums erstellt hat.

Die Energie- und Umweltbilanz in NRW zeigt für 2008, dass der Beitrag erneuerbarer Energien (inkl. Grubengas) zur CO2-Minderung in den drei Teilbereichen Strom, Wärme und Treibstoffe um 0,8 Mio t auf rd. 16,5 Mio. t gestiegen ist (2007: rd. 15,7 Mio. t). Bezieht man diesen Wert auf das in der Energie- und Klimaschutzstrategie Nordrhein-Westfalen verankerte Basisjahr 2005 (CO2-Minderung = rd. 12 Mio. t), stieg die CO2-Minderung in dem Zeitraum 2005 bis 2008 um 37,3 Prozent. Ausgehend von dem in der Studie dargestellten „Business as usual“-Szenario könnten bis 2020 gegenüber dem Basisjahr 2005 noch bis zu 10 Mio. t CO2 eingespart werden.

Die Stromerzeugung aus regenerativen Energien erreicht 2008 rund 10,6 Mrd. kWh. Bezogen auf die bundesweite Stromerzeugung aus regenerativen Energien von 93,2 Mrd. Kilowattstunden (kWh) erreicht der Anteil in Nordrhein-Westfalen 2008 etwa 11,4 %. „Damit liegt die Stromerzeugung aus regenerativen Energien in Nordrhein-Westfalen höher als die gesamte Stromerzeugung in Berlin (9,3 Mrd. kWh), Brandenburg (7,8 Mrd. kWh), Thüringen (6,4 Mrd. kWh) oder Mecklenburg-Vorpommern (6,8 Mrd. kWh)“, erklärte Wirtschaftministerin Christa Thoben.

Die wichtigsten Säulen der regenerativen Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen sind die Wind- und die Bioenergie, auf die insgesamt 90 Prozent der regenerativen Stromerzeugung entfallen. Die Liste der Energieträger (Einzelfeuerstätten) bei der regenerativen Wärmeerzeugung wurde in Nordrhein-Westfalen erweitert und erreicht 2008 gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um rund 61 Prozent auf 9 etwa Mrd. kWh. Insgesamt liegt der nordrhein-westfälische Anteil an der bundesweiten Wärmeerzeugung aus regenerativen Energien (rd. 104 TWh) 2008 bei rund 9 Prozent. Der Bio-Treibstoffsektor ist 2008 erstmals leicht rückläufig. Die biogene Treibstoffproduktion ist in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2008 auf rd. 490.000 t zurückgegangen (2007: rd. 566.000 t).

In Nordrhein-Westfalen werden durch die Landesregierung verschiedene Forschungs- und Kompetenzeinrichtungen in den einzelnen regenerativen Energiesparten unterstützt. Das IWR empfiehlt auf der Grundlage der Standort- und Strukturanalyse eine stärkere Bündelung der industrienahen Forschung, einen gezielten Ausbau der regenerativen Kompetenzzentren sowie einen systematischen Ausbau des Leistungsspektrums der Einrichtungen.

Durch eine noch intensivere Vernetzung zwischen Industrie und Forschung kann der Standort Nordrhein-Westfalen weiter gestärkt werden. Zu den neuen zentralen Forschungs- und Kompetenzeinrichtungen, die beispielhaft Kristallisationspunkte für den systematischen Ausbau und die weitere Stärkung des Standortes Nordrhein-Westfalen bilden können, gehören u.a. das GeothermieZentrum Bochum sowie das geplante Kompetenzzentrum Windkrafttechnik.

Quelle: Ministerium NRW