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Der deutsche Maschinenbauer Manz Automation (Solar- und Photovoltaik-Zulieferer) hat erneut vor einem schwachen Geschäftsjahr 2009 gewarnt. Nachdem zum Wochenbeginn bereits Vorstandschef Dieter Manz einen möglichen operativen Verlust in Aussicht gestellt hatte, spricht nunmehr Finanzvorstand Martin Hipp von einer sehr schwachen Auftragslage im laufenden Quartal. So werde es schwer, das anvisierte operative Nullergebnis zu erreichen, wird er von deutschen Medien zitiert.

Die Manz-Aktie reagierte mit einem Abschlag von rund minus vier Prozent. In der laufenden Woche sackte das Papier bereits um knapp zehn Prozent ab. Hipp zufolge kommt dem Anbieter von Produktionsanlagen für Solarzellen zwar der aktuelle Aufwind in der Solarbranche zugute. Allerdings würden sich die Aufträge erst mit Beginn des kommenden Jahres in den Finanzkennzahlen des Konzerns niederschlagen.

"Das erste Halbjahr war schwach und wurde von Manz auch so kommuniziert. Das Ziel von einem ausgeglichenen Ergebnis gilt aber nach wie vor", stellt Manz-Sprecher Dominic Großmann auf Nachfrage von pressetext klar. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass es von Monat zu Monat schwieriger werde, das angepeilte Nullergebnis zu erreichen. Analysten hatten zu Wochenbeginn vor möglichen Produktionskürzungen gewarnt.

Dabei herrscht bei Manz ohnehin bereits Kurzarbeit. Dem Insider zufolge ist jedoch Erholung in Aussicht. "In der Branche ist man zuversichtlicher, da Kunden der Gesellschaft nun wieder über erste konkrete Projekte sprechen", meint Großmann gegenüber pressetext. Wenn das Geld von den Banken erst wieder fließe, seien auch wieder mehr Aufträge zu erwarten.

Die diesjährige Entwicklung hat dem Maschinenbauer stark zugesetzt. Der Preisverfall von Solarmodulen und die eingebrochene Nachfrage im spanischen Markt aufgrund gestrichener Subventionen führten insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2009 zu einem deutlichen Auftragsrückgang.

Dem Sektor setzt darüber hinaus die wachsende Billigkonkurrenz aus Asien zu, weshalb immer deutlicher vor einem möglichen Branchensterben gewarnt wird. Darüber hinaus blieben auch die Auftragsbücher der Manz-LCD-Sparte wegen des Nachfragerückgangs weitgehend leer. Mittlerweile werde jedoch wieder voll produziert.

Bilanziell stehe das Unternehmen auf stabilen Fundamenten, weshalb derzeit keine Kapitalmaßnahmen nötig seien. Im laufenden Jahr konnte die Manz-Aktie unter starken Kursschwankungen von 22 auf ein Hoch von 60 Euro klettern. Vom Spitzenwert bei 204 Euro aus 2008 ist das Papier damit jedoch weit entfernt.

Redakteur: Manuel Haglmüller

 

Quelle: pressetext

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